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Mechanisierung der Landwirtschaft

Maschinen ersetzen Menschen.
Maschinen ersetzen Menschen.
Landwirte sind unverzichtbar. Ihr Arbeitsumfeld hat sich in den Jahren nach dem Krieg grundlegend verändert. Die dafür maßgebende Mechanisierung der Landwirtschaft geht mit Vorteilen und Nachteilen einher. Sie betreffen alle Menschen.

Die Gesamtfläche Deutschlands beträgt 357.125 km². Davon entfallen auf die landwirtschaftliche Nutzfläche in Deutschland ca. 52 % (Ackerflächen, Wiesen, Weiden). Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich in den letzten 50 Jahren erheblich reduziert. Ursache ist mithin die Mechanisierung.

Die Landwirtschaft heute hat sich völlig verändert

  • In 2010 gab es in Deutschland noch 300.700 landwirtschaftliche Betriebe. Davon entfielen 50 % auf Haupterwerbsbetriebe mit einem Flächenanteil von 77,4 %, die andere Hälfte waren Nebenerwerbsbetriebe. In der Landwirtschaft waren in 1949 noch 5,1 Millionen Menschen beschäftigt. 1990 waren es gerade noch 0,9 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 82 %.
  • 1955 gab es das Landwirtschaftsgesetz, in dem seitens der Regierung Hilfen für den Agrarbereich vorgesehen waren. Die Entwicklung wurde mit der jährlichen Erstellung eines Grünen Plans gestaltet. Dieser heißt heute Agrarpolitischer Bericht und erscheint nur noch alle 4 Jahre.
  • Die Situation war bis ca. 1960 dadurch gekennzeichnet, dass Bauernhöfe vorwiegend kleine Familienbetriebe mit einer Fläche unter 5 ha waren, die einen geringen Mechanisierungsgrad und eine schlechte Kapitalausstattung aufwiesen.

Konkurrenzdruck erzeugte Zwang zur Mechanisierung

  • Aufgrund der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft wuchs der Konkurrenzdruck. Der einer intensiven Nutzung entgegenstehenden Zersplitterung der Grundstücksflächen wurde durch Flurbereinigungsmaßnahmen begegnet. Die entstehenden größeren Flächen waren für eine maschinelle Nutzung besser geeignet. Eine maschinelle Nutzung setzte entsprechendes Gerät voraus.
  • Es kam zu einer Intensivierung, Rationalisierung und Spezialisierung der Flächenbearbeitung. Die durchschnittliche Betriebsgröße wuchs. Zugleich ging die Zahl der einzelnen Betriebe zurück. Die Arbeitskräfte reduzierten sich allein bis 1960 um 40 %. Vorwiegend wanderten sie in besser bezahlte Industrieberufe ab.
  • Allein die Vorstellung, dass ein Mähdrescher mit einem einzigen Mann an einem Tag ein ganzes Feld bearbeitet, für das früher eine Heerschar von Arbeitern Tage brauchte, macht deutlich, wie sich die Bedingungen verändert haben.
  • Zudem war die Industrie in der Lage, immer bessere Maschinen und Geräte anzubieten. Die Bauern schlossen sich in Genossenschaften zusammen und waren ihrerseits in der Lage, durch gemeinsamen Einkauf und gemeinsame Nutzung der Gerätschaften die mechanische Bearbeitung ihrer Flächen voranzutreiben.
  • Das infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft entstandene Bild prägt die Umwelt. Sie führte mithin auch dazu, dass Dörfer saniert wurden und Lebensraum für veränderte Lebensvorstellungen der Bevölkerung bieten.
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