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Löcher im Rasen von einem Tier - was tun?

Unter den Löchern im Rasen steckt nicht immer ein Maulwurf.
Unter den Löchern im Rasen steckt nicht immer ein Maulwurf. © Hermann_Eberhardt / Pixelio
Wenn die eigene Wiese plötzlich eher an ein Kraterfeld erinnert als an englischen Rasen, ist guter Rat oft teuer. Im folgenden Text finden Sie Mittel gegen Löcher im Rasen und das Tier, das dahinter steckt.

Löcher im Rasen - welches Tier war es?

Löcher im Rasen können durch eine Vielzahl von Tieren verursacht werden. Um effektive Gegenmaßnahmen einleiten zu können, müssen Sie zuerst feststellen, welches Tier in Ihrem Garten sein Unwesen treibt.  

  • Tauchen in Frühjahr und Herbst nur wenige Millimeter große Löcher im Rasen auf, ist das Tier zwar nicht sonderlich schön anzusehen aber sehr nützlich: Der Regenwurm. Die kleinen Erdhäufchen auf den Rasenlöchern sind beste Komposterde.
  • Etwa 2 cm große Löcher im Gras, die nicht sonderlich tief reichen, könnten durch Igel oder Vögel verursacht werden. Diese graben Engerlinge und andere Larven aus und hinterlassen dabei kahle Stellen im Rasen.
  • Löcher im Rasen, die einen Durchmesser von 3 bis 5 cm aufweisen und in unergründlichen Gängen enden, deuten auf Mäuse oder Feldmäuse hin. Größere Löcher können auch von Ratten stammen, diese finden sich allerdings seltener auf dem Rasen.
  • Löcher, die von Erdhügel bedeckt werden, können von Wühlmäusen und Maulwürfen stammen.
  • Aufgegrabene Löcher im Rasen, die zumindest oberflächlich zerkratzt wirken, stammen häufig von Tieren wie Waschbär, Dachs oder Fuchs. Auf der Jagd nach den eigentlichen Bewohnern der Gänge vergrößern diese die Eingänge. Allerdings kommt diese Art von Löchern in Gärten nur sehr selten vor.

Tierlöcher auf der Wiese - wie handeln?

  • Stellen Sie fest, ob die Löcher in Ihrem Rasen wirklich von einem Tier stammen, denn auch absterbendes Moos und Unkraut sowie eine Überdüngung oder zu wenig Nährstoffe im Boden können kahle Stellen hinterlassen.        
  • Vertreiben Sie Tiere immer beginnend in der Gartenmitte. Dadurch retten diese sich nach draußen und werden nicht im Garten in die Enge getrieben.
  • Sind Sie sich nicht sicher, welche Tierart Ihren Rasen durchlöchert hat, sollten Sie die betroffenen Stellen fotografieren. Um die Lochgröße zu veranschaulichen, können Sie eine Münze oder ein Lineal neben das Loch legen. Fragen Sie mithilfe der Fotos in Gartenzentren oder Gärtnereien nach - oft finden sich dort erfahrene Fachleute, die wissen, welches Tier am Werk war.
  • Nicht alle Löcher im Rasen und das dazugehörige Tier machen eine Behandlung notwendig. So müssen Sie weder etwas gegen Regenwürmer noch Vögel oder Igel unternehmen. Verharken Sie die lose Erde der Regenwurmlöcher, stecken Sie lose Rasenteile einfach wieder fest oder versehen Sie kahle Stellen mit neuem Rasensamen. Auch wenn das löchrige Grün erst mal nicht schön aussieht, langfristig halten Regenwürmer den Boden gesund, während Vögel und Igel vor Käferplagen schützen.
  • Zum Schutz vor Maulwürfen und Wühlmäusen können Sie sogenannte Schreck-Geräte verwenden, die im Handel auch mit Solarbetrieb erhältlich sind. Diese Geräte werden in den Boden gesteckt und erzeugen verschiedene Töne, die Ihren Garten für die Tiere unattraktiv werden lassen.
  • Ist Ihr Rasen von Feldmäusen, Mäusen oder Ratten befallen, finden Sie auch hierfür Fernhaltesysteme. Bevor Sie jedoch zu teuren Geräten oder Giften greifen, können Sie natürliche Mittel testen. Füllen Sie Fellhaare von Katze und Hund, benutztes Katzenstreu oder Pfeffer in die Eingänge und verschließen Sie die Löcher. Bei wiederkehrendem Mäusebefall hilft es zudem, den Boden unattraktiv zu machen. Setzen Sie Steinplatten oder Drahtstücke ein, das zwingt die Mäuse zu Umleitungen und vergällt ihnen schließlich das Graben. Bei wilden Ratten sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen, zudem sind diese laut Bundesseuchenschutzgesetz meldepflichtig.
  • Bei immer wiederkehrenden Tierlöchern und Gängen im Rasen kann es notwendig werden, die gesamte Grasfläche umzugraben. Dadurch werden Bauten und Gangsysteme zerstört. Auch sollte Fallobst regelmäßig vom Rasen entfernt werden, damit dieses nicht zusätzlich Tiere anlockt.
helpster.de Autor:in
Jessika Mueller
Jessika MuellerJessika beschäftigt sich beruflich mit Sprache, Weiterbildung und Computern. Als Ausgleich arbeitet sie seit 15 Jahren als Nachhilfelehrerin, Bastelberater und Haushalts-Anlaufstelle für ihre Großfamilie. Ihr handwerkliches Geschick und ihre DIY-Projekte teilt Jessika gerne in der Rubrik Hobby & Freizeit.
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