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Maden im Rasen - was tun?

Inhaltsverzeichnis

Optimale Pflege verhindert Maden im Rasen.
Optimale Pflege verhindert Maden im Rasen.
Rasenschädlinge gibt es einige. Bei Maden im Rasen kann es sich um die Larven des sogenannten Gartenlaubkäfers, auch Engerling genannt handeln aber auch um die Larven der Wiesenschnake. Beide leben unterhalb der Grasnarbe. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Mittel, diese Larven bzw. Maden wirkungsvoll zu bekämpfen.

Was Sie benötigen

  • Nematoden
  • wassergefüllte Stachelwalze
  • Vertikutierer
  • Kalkstickstoff
  • Als Köder:
  • Zucker
  • Weizenkleie

Hinweise auf derartige Maden

  • Auf den Gartenlaubkäfer bzw. dessen Larven, weisen meist ab Mitte Juli, Stellen im Rasen hin, an denen der Rasen schlecht wächst. Diese Larven sind unmittelbar unter der Grasnarbe aktiv. Der Rasen verfärbt sich gelblich und die betroffenen Flächen werden größer. Bis August ist der Rasen an diesen Stellen dann bereits abgestorben.
  • Die Larven der Wiesenschnake werden häufig mit denen des Gartenlaubkäfers verwechselt. Oftmals sind diese Maden schon im Herbst an den Wurzeln der Gräser aktiv. Am Stärksten ist deren Fressverhalten in den Monaten April und Mai. Wie auch bei den Larven des Gartenlaubkäfers verfärbt sich der Rasen an den befallenen Stellen und geht ein. Es bilden sich nestförmige, kahle Stellen.

Larven des Gartenlaubkäfers im Rasen bekämpfen

  • Verstärkt treten diese Insekten von Juli bis Oktober im Garten auf. In dieser Zeit können Sie den Rasen regelrecht verwüsten. Seine Eier legt das Insekt in Lücken in den Grasnarben ab. Je dichter und höher der Rasen ist, desto schwieriger wird es für den Gartenlaubkäfer, seine Eier dort abzulegen. Die Maden dieses Käfers können bis zu zwei Jahren im Rasen überleben.
  • Der einzige natürliche Fressfeind dieser Maden ist der Maulwurf, dieser hinterlässt allerdings unschöne Maulwurfshügel im Rasen. Ein wirksames Mittel zur Bekämpfung sind Heterorhabditis-Nematoden. Hierbei handelt es sich um Fadenwürmer, die in Pulverform im Handel erhältlich sind. Dieses Pulver können Sie dann in lauwarmen Wasser auflösen und mittels Gießkanne über die betroffenen Flächen verteilen. Diese Nematoden vermehren sich im Erdreich weiter und sind sowohl für Mensch und Tier als auch den Rasen ungefährlich.
  • Sie können einem Befall von Maden aber auch vorbeugen, und zwar indem Sie durch die richtige Pflege des Rasens und eine optimale Wasser- und Nährstoffversorgung für eine dauerhaft dichte Rasennarbe sorgen. In den Monaten, in denen der Käfer besonders aktiv ist, sollten Sie den Rasen nicht zu kurz schneiden, sondern lieber etwas höher stehen lassen. Sind bereits Lücken im Rasen vorhanden, dann sollten Sie diese während der Zeit des Käferfluges intensiv bewässern.

So bekämpfen Sie Maden der Wiesenschnake im Rasen

  • Die weiblichen Tiere der Wiesenschnake legen ihre Eier im August und September auf dem Rasen ab. Ihre Larven schlüpfen dann nach etwa 4-6 Wochen, graben sich ins Erdreich ein und beginnen bereits im Herbst mit ihrem zerstörerischen Fressverhalten. Sie ernähren sich ausschließlich von den Wurzeln der Gräser im Rasen.
  • Eine Möglichkeit, einen Großteil der Maden zu vernichten, bietet eine mit Wasser gefüllte Rasenwalze, am besten eine Stachelwalze. Am wirkungsvollsten ist deren Einsatz unmittelbar nach einem stärkeren Regen, weil dann die Oberfläche nass, der Boden selber aber noch trocken ist. Fahren Sie mit dieser Walze in verschiedenen Richtungen (längs und quer) über den Rasen, um so viele Maden wie möglich zu erwischen. Ein entsprechend tief eingestellter Vertikutierer kann dieselbe Wirkung erzielen, da sich die Maden der Wiesenschnake unmittelbar unter der Erdoberfläche aufhalten.
  • Mit dem Ausbringen von Kalkstickstoff, pro Quadratmeter etwa 30-40 g, können Sie die Maden ebenfalls wirkungsvoll bekämpfen und Ihren Rasen zusätzlich mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist Anfang März, weil da die Larven noch ziemlich klein und dadurch sehr empfindlich sind. Bevor Sie den Kalkstickstoff auf eine größere Fläche ausbringen, sollten Sie an einer unauffälligen Stelle testen, wie der Rasen den Dünger verträgt. Bringen Sie den Dünger möglichst bei feuchtem Wetter aus.
  • Wie bei den Maden des Gartenlaubkäfers leisten auch hier Nematoden sehr gute Dienste. Diese Fadenwürmer dringen in die Larven ein, infizieren diese mit einem Bakterium, welches sich in ihnen vermehrt und die Larven somit abtötet. Diese Nematoden sind in Gartenfachmärkten oder über Nützlingslieferanten im Internet zu beziehen.
  • Eine etwas unangenehmere aber ebenfalls wirkungsvolle Methode soll das Anlocken und Absammeln dieser Maden sein. Hierfür müssten Sie einen Köder aus einem Gemisch von 1 Teil Zucker und 10 Teilen Weizenkleie (feucht) herstellen und auf dem Rasen verteilen. Dieses Gemisch soll die Tierchen bei Dunkelheit herauslocken und mithilfe einer Lampe können sie sie dann ablesen.

Mit all diesen Mitteln und Methoden lassen sich die Maden dieser Insekten vielleicht nicht vollständig beseitigen, sie lassen sich damit aber auf ein Minimum reduzieren.

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