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Lettenkeuper - das wird darunter verstanden

Der Lettenkeuper ist geologisch beeindruckend.
Der Lettenkeuper ist geologisch beeindruckend. © www.Rudis-Fotoseite.de / Pixelio
Der Lettenkeuper ist eine geologisch spannende Erdschicht unter Deutschland, die sich weit erstreckt und viele Funde beinhaltet.

Der Lettenkeuper ist ein geologisches Phänomen und kann als lithostratigraphische Untergruppe definiert werden.

Was ist der Lettenkeuper?

  • Der Lettenkeuper wird auch Unterkeuper, Lettenkohle oder Unterer Keuper bzw. Lettenkohlekeuper genannt.
  • Geologisch gesehen wird er stets von der Oberen Muschelkalk-Gruppe unterlagert und die sogenannte Mittlere Keuper-Untergruppe überlagert ihn. Man kann ihn in neun einzelne Kleinzyklen unterteilen.
  • Aufgrund der Ablagerungen kann man auf marine Einflüsse schließen und lakustrine Verhältnisse annehmen. Diese marinen Einflüsse entstanden durch Meeresvorstöße über die Burgundische Pforte.
  • Der Lettenkeuper besteht aus fluvatilem Sandstein, Tonsteinen, Kohlenflöze, Kalksteinen und natürlich Dolomiten sowie Evaporiten als Sulfatknollen. Die Sulfatknollen sind Zeichen für ein zwischenzeitliches Austrocknen des Flussbettes.
  • Der Lettenkeuper ist auch sehr reich an Fossilien. Von Muscheln über Wirbeltiere bis zu Amphibien reichen die Funde. In den kohligen Lagen befinden sich besonders viele Pflanzenreste und eine große Mikroflora.
  • Er ist im Durchschnitt 70 Meter mächtig, in Süddeutschland allerdings nur rund 15 Meter an den Beckenrändern Richtung Vindelizisches Land.

Wo liegt der Lettenkeuper?

  • Der Lettenkeuper gehört zum Keuper in der Germanischen Trias. Er wird in das Ladinium datiert.
  • Es handelt sich um ein großes Gebiet, das vom Norddeutschen Becken bis zur Basis des Grenzbonebeds von der Untergrenze her reicht und als Obergrenze immer den Grenzdolomiten besitzt.
  • Seine Typusregion ist das Thüringer Becken und sein Typusprofil daher auch identisch mit dem der Erfurt-Formation, die er um Norddeutschenbecken ausschließlich umfasst.
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