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Doppelkonsonantenregel - eine Erklärung

Deutsch wirklich können ist wahrlich nicht leicht.
Deutsch wirklich können ist wahrlich nicht leicht.
Deutsche Sprache, schwere Sprache. Jeder Nichtmuttersprachler des Deutschen wird Ihnen das nur allzu gerne bestätigen und sogar der Muttersprachler tut sich hier und da schwer, die ausschweifenden Regeln des Deutschen wirklich zu durchblicken. Wissen Sie beispielsweise, was die Doppelkonsonantenregel ist?

Zum Schema der Doppelkonsonantenregel

  • Wie der Name schon sagt geht es bei der Doppelkonsonantenregel um Doppelkonsonanten. Neben den Umlauten ä, ö und ü und Diphtongen wie ai oder ei stellen diese eine weitere orthografische Besonderheit der deutschen Sprache dar. Der Ausdruck Doppelkonsonant bezeichnet dabei nun den aufeinanderfolgenden Gebrauch von vor allem s, t, n, m, r, p, f, b, d und l.
  • Die Doppelkonsonantenregel soll Ihnen ein Schema zur Nutzung der konsonantischen Wiederholung an die Hand geben. Sie sollten dabei jedoch beachten, dass wie bei jeder anderen Regel Ausnahmen vorkommen können. Dass das Deutsche keine sehr schematische Sprache, sondern viel mehr eine Sprache der Ausnahmen ist, sollte Sie in gegebenem Fall umso kritischer und differenzierter nach der Doppelkonsonantenregel vorgehen lassen.
  • Letztlich besagt die Regel, dass auf kurze Vokale meist Doppelkonsonanten folgen, während nach langen Vokalen ein einzelner Konsonant verwendet wird. Zur korrekten Rechtschreibung müssen Sie als Sprachlernender oder interessierter Muttersprachler also lernen, Kurzvokale von Langvokalen zu unterscheiden.
  • Sie sollten wissen, dass unter anderem Fremdwörter und Lehnwörter hier eine Ausnahme bilden. Vor allem im Auslaut auf -s wird für die meisten Fremdwörter auch nach kurzem Vokal kein doppelter s-Laut verwendet. Sobald das entsprechende Wort jedoch in den Plural gesetzt wird, sodass das s sich nicht mehr im Auslaut befindet, verdoppelt es sich.

Doppelter s-Laut oder ß

  • Bezüglich der Doppelkonsonantenregel spielt eine weitere Besonderheit der deutschen Orthographie eine mehr oder weniger große Rolle. So ist es im Falle von s nicht damit getan, zwischen doppeltem oder einfachem Konsonantengebrauch zu entscheiden, denn das Deutsche verfügt über ein ß, welches hier und da ein einfaches s und ss ersetzt.
  • Spricht man von der Doppelkonsonantenregel, so können Sie nun tatsächlich aufatmen. So wird nach einem kurzen Vokal im Wort und auch dessen Auslaut immer ss und nicht ß geschrieben. Die Doppelkonsonantenregel schließt die Verwendung von ß damit also aus.
  • Wann aber verwenden Sie das ß denn dann? Pauschal ist das nur schwer zu festzumachen, denn wie schon angemerkt, ist das Deutsche eine Sprache der Ausnahmen. Ein paar Hinweise jedoch können Ihnen dennoch mit auf den Weg gegeben werden.
  • Beispielsweise besagt die amtliche Regel, dass als stimmloser s-Laut nach langen Vokalen und Diphtongen das ß verwendet wird. Jedoch gilt jene Regel nur, solange das entsprechende Wort in ausnahmslos allen Beugungsformen mit einem stummen s-Laut gesprochen wird. Außerdem muss der s-Laut im Stamm des Wortes als einziger Konsonant auftauchen.
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