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Was ist der Reallohn?

Ein hoher Reallohn macht Freude.
Ein hoher Reallohn macht Freude.
Wenn man die Kaufkraft von Personen messen möchte, dann ist der reine Nettolohn dafür nicht ausreichend. Stattdessen wird der Reallohn genutzt, der die Menge des verfügbaren Geldes besser veranschaulicht. Doch was ist eigentlich der Reallohn und wie wird dieser bestimmt?

In der Wirtschaft werden der Reallohn und der Nominallohn unterschieden. Letzterer meint das tatsächlich ausgezahlte Einkommen.

Warum ist der Reallohn wichtig?

  • Der Reallohn basiert auf dem Nominallohn, wobei aber berücksichtigt wird, dass sich die Kaufkraft auch verändern kann. Denn der Nominallohn entspricht Ihrem monatlichen Netto-Einkommen, also dem, was Sie tatsächlich von Ihrem Arbeitgeber ausgezahlt bekommen. Dieser Betrag steht Ihnen zur Verfügung und Sie können ihn zur Finanzierung Ihres Lebens verwenden.
  • Allerdings können Sie sich nicht immer die gleiche Menge an Gütern oder Dienstleistungen von diesem Lohn kaufen. Ein Grund dafür ist etwa die Inflationsrate. Diese gibt an, um wie viel sich die Produkte und Dienstleistungen, die in einer Marktwirtschaft angeboten werden, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne verteuern.
  • Dadurch können Sie von Ihrem Lohn nur noch etwas weniger kaufen, die Kaufkraft ist also gesunken und genau das drückt der Reallohn aus. Dieser entspricht der Menge an Gütern oder Dienstleistungen, die Sie tatsächlich erwerben können.
  • Dazu wird der Reallohn um die Inflationsrate bereinigt. Genauso kann es aber auch passieren, dass eine Geldaufwertung eintritt und Sie von Ihrem Einkommen mehr kaufen können als noch im Jahr zuvor. Das trifft dann zu, wenn sich die Angebote verbilligen.

So berechnen Sie den Reallohn

Der Reallohn wird aus dem Verhältnis zwischen dem Netto-Einkommen und dem Preisniveau bestimmt. Dabei wird immer auch ein Vergleichspunkt benötigt, auf den sich das Preisniveau bezieht, beispielsweise das Vorjahr.

  • Wenn Sie beispielsweise aktuell 2000 EUR netto verdienen und es eine Inflation von 3% gab, also die Güter und Dienstleistungen im Durchschnitt um 3% teurer wurden, dann ergibt sich R (Reallohn) = W (Lohn) / P (Preisniveau) und damit 2000 / 1.03, also 1941 EUR. Der Reallohn wäre damit um 60 EUR gesunken.
  • Spannend sind diese Berechnungen vor allem denn, wenn Sie wissen möchten, um wie viel eine Lohnerhöhung tatsächlich auch Ihre Kaufkraft steigert. Wenn Sie etwa 5% mehr Einkommen erhalten, aber die Inflationsrate 3% beträgt, dann ist die tatsächliche Steigerung der Kaufkraft nur bei 2% zu schätzen.
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