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Tattoozeichner gesucht - so bewerben Sie sich

Tattoozeichner werden meist zum Tätowierer ausgebildet.
Tattoozeichner werden meist zum Tätowierer ausgebildet.
Wer zeichnerisch wahnsinnig begabt ist und seine Begabung nicht einfach verschwenden, sondern sein Hobby zum Beruf machen will, der hat wohl kaum eine große Auswahl. Zwar gibt es einige Berufe, die grafisches Können verlangen, solche mit einer echten Selbstverwirklichungsmöglichkeit von Freihandzeichnungen als Kunstform sind jedoch eine Rarität. Eine der so vereinzelten Branchen, in der man sich auch heute noch nach kreativen und talentierten Freihandzeichnern umsieht, ist das Tätowiergeschäft. Doch gibt es den Beruf des Tattoozeichners überhaupt oder ist er nur ein Mythos und wie bewirbt man sich am besten, wenn ein solcher Tattoozeichner gesucht wird?

Über den Tattoozeichnerberuf

  • Zum Tattoozeichner gibt es generell keinen festgelegten Ausbildungsweg, weil es im Grunde gar kein konkreter Beruf ist. Zwar gibt es Studios, die Tattoozeichner einstellen, ein solches Vorgehen gibt es aber mehr als selten. Im Normalfall bilden Sutios sich lieber einen Tätowierer aus, der das Freihandzeichnen schon im Vorfeld beherrscht und damit am Ende auch als Zeichner tätig sein kann. So sparen sich die Studios Einiges - würden sie Zeichner und Tätowierer nämlich einzeln einstellen, so müssten sie ein doppeltes Gehalt bezahlen.
  • Grundsätzlich kann ein Tattozeichner sich am ehesten mit einer Selbstständigkeit über Wasser halten. So könnten Sie bei einem entsprechenden Talent ein Gewerbe anmelden und Ihre Zeichnungen an private Kunden sowie Tattoostudios verkaufen. Oft liest man Gesuche von Privatleuten, die ein bestimmtes Tattoo haben wollen, es selbst aber nicht zu ihrer Zufriedenstellung zeichnen können. In solchen Fällen könnten Sie sich schließlich anbieten und je nach Motivart und Größe unterschiedliche Preise vereinbaren.
  • Wichtig ist es hierbei, in entsprechenden Tattoo-Magazinen und dem Internet auch genügend zu werben - sonst werden Sie nämlich niemandem auffallen. Zwar kann man sich bei wirklich herausragendem Können wahrscheinlich mit dem Zeichnen über die Runden bringen, sofern man sich einen Namen in der Szene gemacht hat; wirklich lukrativ wird der Job am Ende aber nicht sein. Rechnen Sie daher eher mit einem Nebenjobverdienst.

Tätowierer gesucht- die richtige Bewerbung

  • Zunächst sollten Sie als Bewerber um einen Tätowierjob jeglicher Art mindestens 18 sein. Wie gesagt müssen Sie immer im Hinterkopf behalten, dass man Sie wahrscheinlich zum Tätowierer aubilden wird um Kosten zu sparen. Hinzu kommt, dass eine Ausbildung im Tattoostudio um die drei Jahre dauert und normalerweise unentgeldlich vonstatten geht. So kehren, putzen und desinfizieren Sie erst einmal ein Jahr, bis Sie ohne jegliche Bezahlung Ihre Zeichnungen einbringen können. Auf Kunden wird man Sie in der Regel frühestens nach zwei Jahren unbezahlter Ausbildung loslassen.
  • Wenn Ihnen klar ist, dass der Weg zum Tätowierer oder Tattozeichner sicher kein leichter sein wird, Sie sich aber trotzdem für den Beruf entschieden haben, solten Sie sich zunächst bei den lokalen Tätowierern umhören. Benötigen die in ihrenTeams keine Verstärkung, so könnten Sie in Tattozeitungen und Internet ein Stellengesuch veröffentlichen, bei dem es ratsam ist, auch einige Zeichnungen hochzuladen. Vor allem für Costum Tattoos ist das freihandzeichnerische Talent des Tätowierers besonders notwendig, sodass Sie weder Stellengesuch noch Bewerbung jemals ohne eine Kostprobe Ihrer Zeichenkünste abgeben sollten.
  • Zwar mag es sein, dass Sie bessere Chancen auf eine Anstellung oder Ausbildung haben, wenn Sie vorher schon einmal im Bereich Kunsthandwerk oder Grafik gearbeitet haben; wird ein Tätowierer oder Tattozeichner gesucht, kommt es am Ende aber meist tatsächlich nur auf die Qualität der Zeichnungen an. Daher ist es mehr als nur wahrscheinlich, dass Sie zumindest zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen dürfen, wo man Ihr Können auf die Probe stellen wird. Zu jedem Vorstellungsgespräch sollten Sie eine mehr oder weniger dicke Mappe mit zahlreichen Skizzen dabeihaben um dem Arbeitgeber einen konkreten Einblick in Ihre Zeichenkünste geben zu können.
  • Wer einen Tattozeichner sucht, erwartet sich von seinen Bewerbern aber, wie jeder andere Arbeitgeber, nicht nur einen Lebenslauf und ein Anschreiben, sondern auch ein Foto. Sicherlich wird bei der Begutachtung einer Bewerbung das Hauptaugenmerk auf den beigelegten Zeichnungen liegen, passen Sie durch Ihr Foto aber gar nicht zum Bild des Studios, verringert das Ihre Chancen womöglich. Achten Sie daher schon von vorneherein genau darauf, wo Sie sich bewerben und sehen Sie sich am besten auch den zukünftigen Boss an um ein Bild zu bekommen, ob der gewählte Laden überhaupt zu Ihnen als Person passen kann.
  • Für die beigelegten Skizzen ist wichtig, dass sie Ihre Persönlichkeit spiegeln. Sie sollten außerordentlich kreativ sein und vor Ideen strotzen - legen Sie also keine 08/15-Bilder zur Bewerbung. Sehen Sie sich ruhig auf Conventions nach den Trends um und lasen Sie sich von angesagten Motiven inspirieren, achten Sie aber zusätzlich immer darauf, dass Ihren eigenen Zeichnungen das gewisse Etwas nicht fehlt und Sie sich zudem nicht verstellen, sondern tatsächlich Ihre innersten Fantasien zum Ausruck bringen.

Am Ende bleib nur zu sagen, dass der Tätowierberuf ein recht hartes Handwerk ist und Tattoozeichner und sogar Tätowierer nur selten gesucht werden. Meist ergibt sich eine Ausbildungsstelle in der Familie oder durch andersweitig geknüpfte Kontakte mit einemStudioführer - denn nur, wenn die Chemie zu dem und seinem Laden wirklich stimmt, wird es am Ende auch etwas mit dem hochkreativen Job.

helpster.de Autor:in
Sima Moussavian
Sima MoussavianFür Sima liegt die Schule noch nicht weit zurück. Sie erinnert sich noch gut an die Inhalte. In ihrer Freizeit lernt Sima gerne neues und probiert sich dabei auch im Heimwerken.
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