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Pferderasse: Einen Araber halten? - So werden Sie diesem Pferd gerecht

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Der Araber liebt und genießt die Freiheit.
Der Araber liebt und genießt die Freiheit. © Karl-Heinz_Liebisch / Pixelio
Der Araber ist ein sehr schönes und edles Pferd, häufig der Traum vieler Reiter. Wenn Sie sich einen Vertreter dieser Pferderasse kaufen möchten, sollten Sie sich zuvor genau überlegen, ob Sie seinen Ansprüchen auch gerecht werden können. Eine artgerechte Haltung ist in mancher Hinsicht etwas komplizierter als die von anderen Robustpferderassen.

Generelles über den Araber

  • Der Araber ist mit die älteste und edelste Pferderasse weltweit und wird absolut rein gezüchtet. Nur Pferde, die auf der arabischen Halbinsel gezüchtet werden und deren Ahnen ebenfalls nachweislich bis in viele Generationen zurück dort gezogen wurden, dürfen als Vollblutaraber bezeichnet werden. Alle anderen Araber zählen zu einer Sparte innerhalb der arabischen Zucht.
  • Diese Pferderasse hat sich an härteste Lebensbedingungen angepasst. De Tiere kommen mit kargem Futter aus und können länger als andere Vertreter auf Wasser verzichten, ohne an Leistungsfähigkeit zu verlieren.
  • Sie sind äußerst schnell und ausdauernd, benötigen entsprechend als Reitpferd viel Bewegung.
  • Diese Rasse ist eher klein mit einem Stockmaß von 140-156 cm.
  • Sie verfügen über einen sehr hübschen, hechtförmigen Kopf, haben einen natürlich gewölbten Hals mit schöner Oberlinie, einen kurzen Rücken und sehr klare und trockene Beine und Gelenke. Den Schweif tragen die Tiere in der Bewegung gerne hoch.
  • Es sind alle Fellfarben vertreten, jedoch ist die typische Farbe dieser Pferderasse das Weiß des Schimmels.
  • Dieses Fell ist sehr fein und seidig weich, auch im Winter sind diese Tiere nicht sofort in der Lage, ein sehr dickes Winterfell zu entwickeln, weshalb sie in heimischen Lagen zunächst eingedeckt werden müssen. Nach einer längeren Eingewöhnungsphase kann sich dies jedoch ändern.

Gedanken zu Haltung dieser Pferderasse

  • Generell sollten auch diese Pferde, wie die Vertreter aller andere Rassen auch, artgerecht mit viel freiem Auslauf und in Gemeinschaft gehalten werden. Es gibt nichts Schlimmeres für einen Araber, als den ganzen Tag in einer Box oder gar einem Ständer eingesperrt zu werden.
  • Bedenken Sie, dass diese Pferde zwar sehr robust sind, dies aber für die klimatischen Bedingungen der Arabischen Wüste gilt. Sie kommen mit kargem Futter aus, weshalb es ihnen eher schadet, wenn sie sich den ganzen Tag den Bauch unkontrolliert mit saftigem und nahrhaftem Gras füllen können.
  • Die Tiere müssen als Herdentiere in einer Gemeinschaft gehalten werden, eine Isolierung würde der Psyche und Gesundheit schaden.
  • Nicht alle Vertreter kommen mit viel Nässe zurecht, sie benötigen Möglichkeiten, sich unterzustellen.
  • Die Hufe dieser Pferderasse sind für einen trockenen und heißen Untergrund konzipiert, es tut ihnen nicht gut, lange in tiefem Matsch stehend zu verbringen.
  • Da sie zudem über die Maßen intelligent sind, benötigen sie immer genügend Arbeit auch für den Kopf, sie müssen beschäftigt werden. Ansonsten kommen sie schnell auf dumme Gedanken und beginnen, sich sehr für das Terrain außerhalb ihrer Weide zu interessieren.

So gelingt Ihnen die Haltung

  • Optimal halten Sie einen Araber in einer Offenstallhaltung. Hier kann er frei entscheiden, ob er auf die Weide möchte oder sich lieber in den warmen oder auch im Sommer kühlen Stall zurückzieht.
  • Sie sollten das Weideland gut enteilen und eventuell mit mobilen Zaunteilen einteilen, damit sich Ihr Pferd nicht unkontrolliert den Bauch vollschlagen kann.
  • Sorgen Sie für eine Tränkmöglichkeit, an welcher die Tiere immer frisches Wasser vorfinden.
  • Bedenken Sie die Intelligenz dieser Rasse. Sichern Sie entsprechend das Areal für die Offenhaltung ausreichend ab, damit sich Ihr Pferd weder verletzen noch seiner Neugier folgend ausbrechen kann.
  • Lassen Sie es nicht über einen längeren Zeitraum ohne Arbeit, diese Tiere brauchen die Beschäftigung. Sie sollten täglich reiten, Lektionen üben oder aber ins Gelände gehen.
  • Auch dann ist eine tägliche Kontrolle der Hufe nötig, wenn Sie nicht zum Reiten kommen.
  • Wenn die Tage kälter werden, sollten Sie das Fellwachstum gut im Auge behalten, denn es kann durchaus möglich sein, dass Sie Ihren Araber für den Winter mit einer regenfesten Winterdecke eindecken müssen.

Dies ist die wohl schönste Art, einen Araber zu halten, wenn Sie alle aufgeführten Aspekte beachten.

helpster.de Autor:in
Claudia Ollmann
Claudia OllmannClaudia ist sportlich und mehrfache Mutter. Sie lebt mit ihrer Familie und vielen Haustieren in einem großen Haus auf dem Land. Nicht nur da muss sie des Öfteren Hand anlegen, sondern auch bei ihrem Pferd im Stall. Daher schreibt sie bei uns zu verschiedenen Themen rund um Zuhause & Haushalt aber auch über das Leben mit Haustieren. Insbesondere Pferde und der Reitsport liegen ihr am Herzen.
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