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Mit Elefantenhaut streichen - Vorgehensweise, Probleme und Lösungsmöglichkeiten

Elefantenhaut kann die Wand hinter dem Herd schützen.
Elefantenhaut kann die Wand hinter dem Herd schützen.
Egal ob im Badezimmer, Küche oder im Kinderzimmer - manche Wandflächen benötigen zusätzlichen Schutz gegen Verschmutzungen oder Spritzwasser. Eine einfache Methode ist es, die Wände mit einem Tapetenschutz, auch Elefantenhaut genannt, zu streichen. Doch dieser Schutzfilm birgt auch Tücken.

Mit Elefantenhaut streichen - das sollten Sie wissen

Elefantenhaut ist ein flüssiger Tapetenschutz, der abwaschbar und bedingt scheuerfest ist. Das Produkt ist farblos und hat deshalb keinen dekorativen Effekt. Nachdem der entsprechende Wandbereich ganz normal mit Dispersionsfarbe gestrichen wurde und dieser getrocknet ist, wird mindestens eine Schicht des flüssigen Tapetenschutzes darüber gewalzt.

Im Normalfall ist die mit Elefantenhaut gestrichene Fläche seidenmatt und leicht glänzend. Für einen intensiveren Glanz sollten mehrere Schichten vom Tapetenschutz aufgebracht werden.

Nach dem Trocknen der Schutzschicht ist diese Wasserabweisend und kann feucht oder nass abgewischt werden. Bedingt scheuerfest ist sie auch, was bedeutet, dass Flecken durchaus mit der kratzigen Seite eines Spülschwammes zu Leibe rücken können. Ständigen und starken mechanischen Beanspruchungen ist die Elefantenhaut auf Dauer jedoch auch nicht gewachsen. Tägliches Abschrubben mit einer Wurzelbürste verträgt die Oberfläche nicht und wird porös und fleckig.

Der Schutzfilm kann mit der Zeit vergilben. Sichtbar wird dies, wenn der Film auf eine weiße Wand gestrichen wird. Es ist deshalb ratsam, die Wände vorher nicht in einem hartweißen Ton anzustreichen .

Außerdem ist die Elefantenhaut nicht atmungsaktiv. Die Wandflächen sind quasi versiegelt - mit allen Vor- und Nachteilen, die sich daraus für das Raumklima ergeben können.

Wie bekommt man die Elefantenhaut wieder ab?

Elefantenhaut ist zwar einerseits nur bedingt scheuerfest, aber andererseits leider widerstandsfähig genug, um sich nicht einfach nur durch Schrubben vollständig entfernen zu lassen. Dies bedeutet, dass Sie zum Beispiel beim Auszug vor einem Problem stehen könnten, denn auch überstreichen lässt sich der Tapetenschutz nicht so einfach.

Wenn Sie versuchen, die Schutzschicht mit einer normalen Dispersionsfarbe zu überstreichen, perlt diese meist ab und das Ergebnis wird alles andere als gleichmäßig. Aus diesem Grund müssen Sie die Fläche mit stark verdünnter Dispersionsfarbe übermalen, anschließend komplett trocknen lassen und erst dann können Sie normal renovieren.

Ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend, weil die Wandfarbe einfach nicht richtig haften will, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das entsprechende Tapetenstück abzulösen. Tapetenlöser oder Wasser, welches Sie normalerweise zum Ablösen einer Tapete verwenden, können jedoch nicht einfach durch die Wasserabweisende Schutzschicht dringen. Damit es trotzdem klappt, müssen Sie die Fläche mit einer Nadelwalze - auch Igel genannt - bearbeiten. Danach kann genügend Feuchtigkeit durch den perforierten Film dringen und die Tapete lässt sich ablösen.

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