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Ertragsthesaurierung - so profitieren Sie vom Zinseszinseffekt

Inhaltsverzeichnis

Thesaurieren erhöht den Gewinn.
Thesaurieren erhöht den Gewinn.
Ertragsthesaurierung ist eine gute Sache. Wenn Sie den Ertrag einer Investition oder auch nur den Zinsertrag auf Ihrem Sparbuch in der Anlage belassen, nutzen Sie den Zinseszinseffekt. Staunen Sie, welche Energie darin steckt.

Legen Sie Geld an, besteht Ihre Absicht darin, einen möglichst hohen Gewinn einzufahren. Im Idealfall belassen Sie Ihr Kapital einen längeren Zeitraum in der Anlage, da die besten Renditen nicht unbedingt über Nacht, sondern meist über längere Zeiträume erwirtschaftet werden. Das Zauberwort heißt Ertragsthesaurierung.

Statt Ausschüttung Ertragsthesaurierung nutzen

  • Bei der Ertragsthesaurierung handelt sich nicht um eine besondere Anlageform. Vielmehr entscheiden Sie, dass Sie Ihr Kapital in eine bestimmte Anlageform investieren und die daraus erwirtschaftete Rendite jeweils in der Anlage belassen. Sie verzichten also darauf, sich den Ertrag auszahlen zu lassen.
  • Legen Sie Ihr Geld auf einem Sparkassenbuch an, werden Ihnen jedes Jahr die Zinsen gutgeschrieben. Sie können sich die Zinsen jedes Mal auszahlen lassen und das Kapital auf dem Sparbuch belassen. Sie können die Zinsen aber auf dem Sparbuch stehen lassen, sodass diese das Kapital jeweils erhöhen und zusammen mit dem neu gebildeten Kapital erneut verzinst werden.

Fondsgesellschaften arbeiten mit dem Zinseszinseffekt

  • Der Begriff der Ertragsthesaurierung begegnet Ihnen oft im Fondsbereich. Dort gibt es den Begriff des thesaurierenden Fonds (Wachstumsfonds).  Ein solcher Fonds legt alle Erträge wieder an, um damit einen maximalen Rentabilitätseffekt zu erzielen. Mit dem Ertrag kauft der Fonds neue Wertpapiere.
  • Da Sie als Investmentanleger genauso behandelt werden sollen wie ein Direktanleger, der grundsätzlich alle Ausschüttungen zu versteuern hat, müssen die vom Fonds vereinnahmten und nicht ausgeschütteten Zinsen und Dividenden ebenfalls versteuert werden, und zwar in dem Jahr, in dem sie dem Fonds zugeflossen sind. Die entsprechenden Beträge werden den Anteilseignern von der Investmentgesellschaft jährlich mitgeteilt.

Die Kraft des Zinseszinses

  • Sie sollten wissen, dass einer der entscheidenden Faktoren, die Gewinne erhöhen, der Zinseszins ist. Der Zinseszins verzinst immer wieder das um den vorhergehenden Zins erhöhte Kapital.
  • Wenn Sie die Zahl 72 durch den Zinssatz teilen, den Sie für Ihr Kapital erhalten, errechnen Sie die Jahreszahl, die notwendig ist, um Ihr investiertes Kapital zu verdoppeln.
  • Also: 72 : Zinssatz in Prozent = Anzahl der Jahre, in denen sich das Kapital verdoppelt. Beispiel: 72 : 12 % Zins = 6 Jahre.
  • Lassen Sie also Ihr immer wieder ertragsthesauriertes Kapital stehen, erhalten Sie bei einem angenommenen Zinssatz von 12 % nach sechs Jahren Anlagezeit das doppelte Kapital zurück.
helpster.de Autor:in
Volker Beeden
Volker BeedenSeine eigenen Erfahrungen und weitreichende Kenntnisse über Geld sowie Beruf & Karriere gibt Volker mit Freude weiter. In seinen leicht verständlichen Texten beantwortet der Jurist auch Fragen rund um Ihr Zuhause.
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