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Berufe, die Spaß machen - Entscheidungshilfe

Floristen sollen in ihrem Beruf besonders glücklich sein - weil sie anderen eine Freude machen.
Floristen sollen in ihrem Beruf besonders glücklich sein - weil sie anderen eine Freude machen.
Immer länger muss der Deutsche arbeiten, bis er in Rente gehen darf. Umso wichtiger, dass Berufe gewählt werden, die Spaß machen. Wie aber finden Sie einen Job mit Fun-Faktor?

Talente, Herausforderungen und Erwartungen bei der Wahl von Berufen

Was Ihnen Spaß macht und was nicht, können selbstverständlich nur Sie selbst wissen.

  • Meist machen einem Menschen solche Dinge besonders Spaß, die er gut kann. Talente zu entdecken und sich bei der Berufswahl nach ihnen zu richten, ist daher hilfreich und empfehlenswert. Spaß machen selten solche Dinge, für die man keine Veranlagung mitbringt, denn fehlende Veranlagung kann schnell zu Enttäuschungen und dem Gefühl des Versagens führen. 
  • Ihre Talente und Berufseignung können Sie beispielsweise über Berufsorientierungstage, über Praktika oder Tests beim Arbeitsamt in Erfahrung bringen. Praktika sind dabei besonders wichtig, denn nur, wer den Berufsalltag des Wunschjobs einmal am eigenen Leib erfahren hat, wird wirklich wissen, ob ihm jener auf Dauer Spaß machen kann. 
  • Talente bei Ihrer Wahl mit einzubeziehen, soll dabei schließlich nicht heißen, dass Sie sich überhaupt nicht herausfordern lassen dürfen. Die Herausforderung spielt für einen glücklichen Berufsalltag meist eine große Rolle, denn wenn der Mensch sich selbst überwindet, dann erfährt er Euphorie. Wer den einfachsten Weg wählt, der läuft in Gefahr, sich mit jenem irgendwann zu langweilen. 
  • Mit Sicherheit wird sich im Laufe Ihres Lebens Ihr Erfahrungsraum und mit ihm Ihr Blick auf die Welt erweitern. In jenem Sinne werden sich auch Ihre Talente erweitern, Ihre Herausforderungen von einem Gebiet auf ein anderes verlegen und Ihre Interessen verändern. In jenem Sinne kann es hilfreich sein, ein Berufsfeld zu wählen, innerhalb dessen sich über Weiterbildungen oder Umschulungen flexibel reagieren lässt. 
  • Gift für den Spaß am Beruf sind schließlich die Orientierung an anderen und der konsumgesellschaftliche Druck. Finden Sie Ihre Antworten in sich selbst und glauben Sie nicht solchen anderer Menschen. Erwartungen von außen sind zu ignorieren. Genauso wenig sollten Sie sich von dem konsumgesellschaftlichen Gedanken beeinflussen lassen, es müsse immer noch mehr sein, Sie müssten immer etwas noch Besseres finden oder Sie hätten sich vielleicht für etwas nicht Optimales entschieden.
  • Im Grunde entscheiden Sie, ob bestimmte Tätigkeiten Ihnen Spaß machen. Keine Berufswahl ist wirklich falsch, sobald sie getroffen wurde. Meist geht es im Leben nicht darum, dauerhaft das zu tun, was man liebt, sondern viel mehr darum, die Liebe in allem zu finden, das man tut. Für den Spaß am Beruf sind in jenem Sinne statt Zweifel Hingabe und Konzentration erforderlich.

Stecken Sie in einem Job und macht jener Ihnen keinen Spaß, so liegt das im Endeffekt nicht an dem Beruf an sich, sondern an Ihnen, denn alles kann Spaß machen, wenn Sie es wollen und sich dem hingeben.

Studien zu Jobs, die Spaß machen

Im Zuge aktueller Forschungen wurden Menschen verschiedenster Berufsgruppen gefragt, ob sie in ihrem Berufsalltag glücklich sind. 

  • Besonders interessant dabei: Vor allem jene Menschen sprachen von einem glücklichen Berufsalltag, die in bescheidenen oder helfenden Berufen tätig sind. So sollen über 80 Prozent aller Floristen und Gärtner die eigene Person als glücklich mit dem Beruf bezeichnet haben, so unter anderem, weil sie andere mit ihrer Arbeit glücklich machen.
  • Ähnlich begründet beurteilen Forscher die Tatsache, dass Ärzte und Therapeuten mit ihrer Berufswahl der Umfrage zufolge in der Mehrzahl zufrieden waren. So soll dies darauf zurückführbar sein, dass Mediziner das Gefühl haben, einen Beitrag für die Welt zu leisten. 
  • Auch Handwerker und andere körperlich arbeitende Menschen sollen sich selbst besonders oft als glücklich beschrieben haben. Forscher gehen dabei längst davon aus, dass ausreichende Bewegung ein Parameter für Zufriedenheit sein kann. Körperlich Arbeitende schließlich fühlen sich - was Bewegung betrifft - meist ausgelasteter als bewegungsarme Büroarbeitende, sodass Glück- und Spaßfaktor in Handwerksberufen logischerweise höher sind.
  • Dass Büroarbeitende sich seltener als glücklich beschrieben haben, soll für Sie nun abschließend nicht heißen, dass Sie auf keinen Fall im Büro anfangen sollten. Die Vorstellung der Statistik soll Sie an dieser Stelle kaum beeinflussen. Sie soll Ihnen lediglich zeigen, dass nicht-akademische Berufe mindestens genauso glücklich machen können wie akademische.

Die Gesellschaft mag Ihnen ein anderes Bild vermitteln, das dieser Artikel durch die Einführung der Statistik aufbrechen möchte - das wiederum nur mit dem Ziel, Sie Ihre eigenen Antworten suchen zu lassen. (Alle Angaben: Stand 09/2013)

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