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Arztbericht - Informatives

Arztberichte sollten dem Patienten auch erklärt werden.
Arztberichte sollten dem Patienten auch erklärt werden.
Arztberichte sind wichtig, damit sich die Ärzte untereinander austauschen können. Lesen Sie und verstehen Sie ihn? Was ist das überhaupt genau und was muss drinstehen? Es gibt auch Berichte, die Sie nicht einsehen dürfen.

Was ein Arztbericht bedeutet

Der Arztbericht wird auch Arztbrief, Patienten- oder Entlassungsbrief genannt.

  • Ein Arztbericht ist in erster Linie nicht für den Patienten gedacht. Allerdings haben Sie ein Recht, diesen einzusehen. In erster Linie ist er für die Kommunikation zwischen mehreren Ärzten wichtig.
  • Wenn ein Arztbrief geschrieben wird, wurde beispielsweise dieser Arzt von Ihrem Arzt beauftragt, Sie zu untersuchen. Beispiel: Sie haben Magen-Darm-Beschwerden und Ihr Hausarzt überweist Sie an einen Facharzt für eine Darmuntersuchung. Es erfolgt ein Arztbrief über den Untersuchungsverlauf und die Diagnose sowie eine Therapieempfehlung.
  • Sie dürfen diesen Arztbrief natürlich einsehen. Es ist die Frage, ob Sie diesen verstehen. Denn die Fachbegriffe in diesem Brief werden nicht erläutert. Dafür ist Ihr überweisender Arzt zuständig. Er muss dafür sorgen, dass Sie alles, was in diesem Brief steht, auch verstehen. Fragen Sie deshalb genau nach, wenn Ihnen etwas unklar ist.
  • Sie können den Arztbrief auch vorab durchlesen. Denn mittlerweile bekommen Sie ihn auch durchaus nach der Untersuchung in die Hand (dies ist aber nicht immer der Fall). Schreiben Sie sich für die Erklärung Ihres Hausarztes deshalb schon vorab einige Fragen auf.
  • Wird ein Arztbrief verfasst, muss er immer einen Überblick über Ihren derzeitigen Status geben. Beispielsweise enthält ein Rehabericht einen Verlauf Ihrer Erkrankung und die veranlasste Therapie. Die Diagnose darf natürlich auch nicht fehlen. Ebenfalls wird eine Empfehlung des Rehaarztes ausgesprochen, wie die Therapiefortführung aussehen könnte.
  • Die Arztbriefe sind auch oft eine Informationsquelle für den medizinischen Dienst der Krankenkassen. Diese sind zum Beispiel wichtig für eine Beurteilung bei Krankenhausbehandlungen.

Ein Patientenbrief sollte, soweit möglich, immer prägnant und kurz gefasst sein.

Warum einige Berichte nicht eingesehen werden dürfen

  • Grundsätzlich dürfen Sie alles über sich erfahren, was in einem Arztbericht steht. Doch was ist mit psychiatrischen Arztberichten, und warum dürfen Sie die nicht lesen?
  • In den psychiatrischen Arztbriefen oder auch Gutachten steht der psychiatrische Sachverhalt. Dort steht unter anderem etwas über psychische Auffälligkeiten, falls es welche gibt.
  • In diesen Berichten steht nicht nur die Anamnese oder die psychiatrische Diagnose, sondern auch Ihre Krankengeschichte und die diagnostische "Einstellung" des Psychiaters.
  • Lesen Sie sich nun diesen Bericht durch und es steht etwas darin, das Sie nicht nachvollziehen können und was Ihrer Meinung nach nicht stimmt, ist das für Sie wahrscheinlich noch verwirrender, als es so schon ist. Es können Dinge drinstehen, die Sie als kränkend empfinden.
  • Dass Sie psychiatrische Berichte nicht einsehen dürfen, liegt darin, dass Sie vor weiteren psychiatrischen Auffälligkeiten geschützt werden sollen.
  • Auch der Psychiater soll geschützt werden. Denn es gibt Fälle, in denen dem Arzt nachgestellt wurde oder sogar noch Schlimmeres passiert ist.

Dem Psychiater ist Ihr Wohl wichtig. Lesen Sie Dinge in dem Brief, die Sie nicht nachvollziehen können, kann sich Ihr Zustand verschlechtern. Der Psychiater darf dem Gesetz nach keine Berichte an den Patienten herausgeben.

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