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Wasser im Motoröl - was tun?

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So kann es enden, wenn es zu spät ist.
So kann es enden, wenn es zu spät ist. © Bertel / Pixelio
Sie kontrollieren gerade routinemäßig Ihren Motorölstand und haben entlang des Ölmessstabes lauter kleine Wassertröpfchen entdeckt? Wenn Sie jetzt noch den Deckel am Öleinfüllstutzen abnehmen, sehen Sie auch da lauter Wassertropfen? Dann haben Sie Wasser im Motoröl und ein großes Problem, mit dem Sie nicht weiterfahren sollten.

Ab und zu kontrollieren Sie den Ölstand des Motors, und wenn Sie dabei Wasser im Motoröl entdecken, dann ist das ein Problem, mit dem Sie auf keinen Fall noch lange weiterfahren sollten. Das könnte zu noch schwereren Schäden an Ihrem Auto führen.

Dazu braucht Ihr Motor Wasser und Motoröl

  • Ihr Motor braucht in zwei verschiedenen, in sich geschlossenen Kreisläufen einmal Wasser zur Kühlung und einmal Motoröl zur Schmierung und zum Teil auch zur Kühlung.
  • Das Wasser kreist im Motor durch den Motorblock und den Zylinderkopf, hält praktisch die Betriebstemperatur und schützt vor Überhitzung.
  • Das Öl ist wichtig für alle beweglichen Teil im Motor. Es bildet einen Schmierfilm zischen Kolben und Zylinderlaufbuchsen und schmiert zum Beispiel Kurbelwelle, Nockenwelle, Ventile usw.
  • Wenn es irgendwo einen Defekt gibt, dann vermischen sich die beiden Flüssigkeiten. Das hat Wasser im Motoröl oder umgekehrt zur Folge, und die Funktion und die Haltbarkeit Ihres Motors sind gefährdet.

Das sind die Ursachen für Wasser im Öl

  • Ursachen für Wasser im Motoröl gibt es sehr viele. Eine der häufigsten ist eine kaputte Kopfdichtung. Diese ist sozusagen das schwächste Glied, weil sie die Übergänge zwischen Motorblock und Zylinderkopf abdichtet.
  • Es können kleinste Risse im Motorblock oder dem Zylinderkopf sein. Da im Motor und in den Kreisläufen immer Druck herrscht, kann das Wasser dann ins Öl gedrückt werden.
  • Wenn der Motor eingesetzte Kolbenlaufbuchsen hat, sind diese mit Kühlwasser umgeben, und der Übergang zum Öl in der Ölwanne ist mit Dichtringen abgedichtet. Diese gehen auch manchmal kaputt.
  • Einer der sogenannten Froststopfen im Zylinderkopf kann von der Wasserseite her durchgerostet oder mangels Kühlwasserfrostschutz bei eisiger Kälte rausgedrückt worden sein.
  • Bei manchen großen schwer beanspruchten Motoren gibt es einen zusätzlichen Ölkühler. Wenn dieser innerlich defekt ist, mischt sich auch das Kühlwasser mit dem Motoröl.

Das können Sie tun

  • Stellen Sie fest, wie viel Wasser schon ins Motoröl gelaufen ist und ob Sie noch bis in die nächste Werkstatt fahren können.
  • Am einfachsten überprüfen Sie zuerst den Kühlwasserstand. Wenn keins mehr im Ausgleichbehälter ist, können Sie noch die Ölablassschraube an der Ölwanne öffnen. Stellen Sie ein Gefäß unter und entfernen Sie sie Schraube vorsichtig. Weil Öl auf Wasser schwimmt, kommt an der Ablassschraube zuerst das bisher im Öl angesammelte Wasser raus. Wenn das abgelaufen ist, schrauben Sie die Schraube wieder rein.
  • Füllen Sie dann wieder Kühlwasser auf und begeben Sie sich auf kürzesten Weg in die nächste Werkstatt. Dort kann man systematisch den Fehler suchen und beheben.

Wenn das Wasser aber schon literweise im Motoröl ist, sollten Sie lieber Ihr Auto in die Werkstatt schleppen lassen. Im Normalfall kann man das nämlich reparieren, bevor der Motor wegen Überhitzung oder mangelnder Schmierung ganz zerfliegt.

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