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Tierspuren im Garten deuten

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Hier war ein Hund im Garten unterwegs.
Hier war ein Hund im Garten unterwegs.
Sie müssen kein Experte sein, um Tierspuren in Ihrem Garten richtig zu deuten. Ein wenige Kenntnis über die Trittsiegel reicht aus.

Fußspuren im Garten

Die Abdrücke der Füße (Trittsiegel) sehen Sie in der Regel nur auf feuchtem, weichem Boden oder im Schnee. Die verschiedenen Tierarten hinterlassen typische Fährten, auch im Wald und in der Natur.

Bei Huftieren wie Rehen, Rindern und Schweinen sind die Zehen zu zwei Hufen zusammengewachsen. Sie sehen daher je Fuß zwei klar umgrenzte, meist tropfenförmige Abdrücke. Bei Wildschweinen sehen Sie außerdem zwei kleine Trittsiegel, die von den Afterklauen an den Füßen stammen.

Von Säugetieren, die auf den Zehen gehen, sehen Sie einen Ballenabdruck, der auf der Vorderseite von Abdrücken der Zehen umgeben ist. Bei Eichhörnchen, Igeln und Kaninchen gehen die Siegel der Zehen und Ballen ineinander über. Katzenspuren erkennen Sie daran, dass keine Krallenabdrücke vorhanden sind. Das gilt für Wild- und Hauskatzen.

Hund, Fuchs, Maus und Marder haben ähnliche Spuren. Sie sehen einen Ballenabdruck und Krallen an den Zehen. Zählen Sie die Zehen, Marderspuren weisen fünf Zehenabdrücke auf, die übrigen Tiere haben vier Zehen. Vögel hinterlassen übrigens sehr schmale Spuren im Schnee. Sie erkennen diese gut an den drei Zehen.

Auf Hinweise achten, um Tierspuren einzuordnen

Ein einzelner Pfotenabdruck ist schwer einzuordnen. Schauen Sie nach Nestern, Höhlen, angefressenen Sträuchern und Pflanzen. So bekommen Sie Aufschluss über die Nahrung, die das Tier frisst, seine Größe und in Nestern oft auch über sein Fell.

Durch die Höhe der Fraßspuren können Sie feststellen, ob es sich um ein großes oder kleines Tier handelt. Dies ist auch aus der Tiefe der Spuren zu schließen. Kleine, leichte Wesen wie Mäuse sinken kaum ein, ein schwerer Hase dagegen presst den Schnee zusammen.

Rückstände der Nahrung sind weitere Hinweise. Nüsse deuten auf Eichhörnchen hin. Ihre Spuren sind leicht zu identifizieren. Sie bestehen aus parallelen Pfotenabdrücken. Die Tiere bewegen sich springend fort, was zu der typischen Anordnung führt.

Außer der Form sind auch die Größe und die Anordnung der Trittsiegel ein Hinweis auf das Tier. Mäuse haben kleine Füße von drei Zentimetern Länge, Ratten deutlich größere. Besonders im Schnee erkennen Sie die Spuren der Nager an der Schleifspur des Schwanzes. Hasen setzen Vorder- und Hinterpfoten versetzt auf. Die größeren Hinterpfotenabdrücke liegen dabei vor den kleineren Abdrücken der Vorderpfoten.

Achten Sie nicht zuletzt auf Kotspuren. Fleischfresser hinterlassen längliche "Würste", während der Kot von Pflanzenfressern an runde Ballen erinnert.

Übersicht über verschiedene Fährten

Merkmale von Tierspuren

Tier

Fährte

Eichhörnchen

Zwei längliche und zwei runde Siegel, immer in der gleichen Anordnung

Fuchs

Ballen, vier Zehen mit Krallen, die mittleren beiden Zehen stehen vor den Äußeren

Igel

Siegel von Ballen und Zehen hängen zusammen, kleiner Abdruck ist im Bereich des hinteren großen Abdrucks zu sehen

Hirsch

Ein Fuß drückt zwei ovale Siegel

Hund

Ballen, vier Zehen mit Krallen, die mittleren beiden Zehen stehen zwischen den Äußeren

Katze

Ballen, vier Zehen ohne Krallen

Krähe

Drei schmale Zehenabdrücke mit Krallenspur weisen nach vorne, eine weitere nach hinten

Marder

Ballen, fünf Zehen mit Krallen

Maus

Ballen mit vier Zehen circa 3 cm groß, Schleifspur vom Schwanz

Ratte

Ballen mit vier Zehen größer als 5 cm, Schleifspur vom Schwanz

Reh

Ein Fuß drückt zwei tropfenförmige Siegel

Waschbär

Erinnert an eine kleine Hand, Krallen von den Fingern zu erkennen

Wildschwein

Je Fuß zwei ovale Abdrücke und zwei kleine runde

Die Aufstellung kann nicht jedes Spurenrätsel in Ihrem Garten lösen, aber Sie können eindeutig Katzenspuren von denen des Fuchses oder eines Marders unterscheiden.

Weitere Informationen über Wildtiere

 

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