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Spanplatte V100 - Informatives

Spanplatten kommen in jedem Haushalt in unzähligen Varianten vor.
Spanplatten kommen in jedem Haushalt in unzähligen Varianten vor.
Spanplatten werden sehr vielseitig verwendet, daher findet man sie nahezu in jedem Haushalt beschichtet, roh oder als furnierte Platte vor. Für unterschiedliche Verwendungszwecke gibt es auch dementsprechende Spanplatten. V100-Platten mit der neuen Bezeichnung P5 können Sie zum Beispiel auch in Feuchträumen einsetzen.

Der Plattentyp V100

Spanplatten sind Holzspanwerkstoffe, die aus verschieden großen und mit Leim versehenen Spänen zu mehreren Schichten verpresst werden. Je nach Zusammensetzung unterscheiden sich die Platten in ihrer Festigkeit und Feuchteresistenz. Die jeweiligen Klebesysteme bestimmen die Platteneigenschaften sowie die Haltbarkeitsdauer. Werden Spanplatten zum Beispiel mit UF-Klebstoff hergestellt, sind sie nicht quellbeständig. MUF-Klebesysteme enthalten zusätzlich auch Melamin. Diese Plattentypen sind quellbeständig und daher auch langlebiger.

  • Die verschiedenen Plattentypen werden nach DIN-Normen entsprechend ihrer Eigenschaften und Verleimungsarten bezeichnet. Feuchtfest verleimte Platten eignen sich beispielsweise für den Einsatz in Räumen mit einer hohen Luftfeuchte.
  • Allerdings sind diese Plattentypen nicht wetterbeständig. Gekennzeichnet wurden diese Spanwerkstoffe mit der früheren Bezeichnung V100. Diese wurde entsprechend der DIN 312 ersetzt durch die Bezeichnung P5. Sie erkennen diesen Plattentyp außerdem an der grünen Farbkennzeichnung.

Spanplatten und ihre Klassifizierung

  • Gemäß der DIN EN 312 und 13986 werden 7 verschiedene Plattentypen unterschieden und dementsprechend gekennzeichnet. Die Typen P1 bis P3 sind demnach für nicht tragende Zwecke, also beispielsweise für leichte Verkleidungen im Trockenbereich oder für die Herstellung von Möbeln, geeignet.
  • Spanplatten mit der Bezeichnung P4 bis P7 sind hingegen für tragende Konstruktionen im Wand-, Fußboden- und Dachbereich bestimmt.
  • Alle Holzwerkstoffe müssen mit einer CE-Kennzeichnung versehen sein, die die Übereinstimmung des jeweiligen Produktes mit der europäischen Norm dokumentiert. Der Reihenfolge nach befinden sich in der Kennzeichnung das Mandatssymbol CE, eine Nummer der entsprechenden Prüfstelle, eine individuelle Produktnummer sowie das Jahr der Kennzeichnung, die EN-Nummer des entsprechenden Standards, die Typbezeichnung, z. B. OSB, und die jeweilige Formaldehydklasse. Zudem wird auch das Brandverhalten klassifiziert.

Die frühere Einteilung der Holzwerkstoffklassen wurde mit der Europanorm überholt. Daher werden die alten Bezeichnungen V20, V100 und V100G nicht mehr geführt.

(Stand: Juni 2013)

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