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Gründe & Abhilfe für Schmerzen in der Achselhöhle

Schmerzen unter der Achsel können unterschiedliche Ursachen haben.
Schmerzen unter der Achsel können unterschiedliche Ursachen haben.
Bei Schmerzen unter der Achsel kommen viele Ursachen infrage - von harmlosen wie einem aggressiven Deo bis zu Lymphknotenschwellungen bei Brustkrebs.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der folgende Text keinen ärztlichen Rat ersetzen kann.

Ursachen für Schmerzen unter der Achsel

Eine harmlose Ursache für Schmerzen unter den Achseln ist ein Kosmetikprodukt, das Sie nicht vertragen. Die Schmerzen betreffen die oberen Hautschichten, nicht die Tiefe der Achsel. Eventuell gehen sie mit sichtbaren Hautirritationen wie Rötung einher.

Nach der Nassrasur ist die Haut besonders empfindlich. Wenn Sie Ihre frisch rasierten Achseln mit einem aggressiven Deodorant besprühen, sind häufig Schmerzen die Folge.

Durch eine Rasur können Furunkel auftreten. Es handelt sich um eine bakterielle Entzündung des Haarbalgs. Die Stelle ist rot, geschwollen und schmerzhaft. In der Mitte um das Haar erkennen Sie einen Eiterpfropf. In der Tiefe verbirgt sich eine größere Eiteransammlung.

Schmerzen in der Achselhöhle werden häufig durch geschwollene Lymphknoten (Lymphom) hervorgerufen. Diese sind ein Zeichen dafür, dass das Abwehrsystem Ihres Körpers auf Hochtouren läuft. Die Ursachen können vielfältig sein.

Man unterscheidet zwischen einer lokalisierten und einer generalisierten Lymphknotenschwellung. Bei der lokalisierten Form ist das Krankheitsgeschehen regional begrenzt. Bei der generalisierten Schwellung sind Lymphknoten am ganzen Körper durch eine systemische Krankheit betroffen. Weitere Lymphknotenstationen befinden sich am Hals und in der Leiste.

Die lokale Form tritt bei einer lokalen Infektion wie der Mastitis (Brustdrüsenentzündung) auf. Schwellen die Lymphknoten an verschiedenen Stellen des Körpers an, kommen verschiedene Infektionskrankheiten infrage. Dazu zählen Grippe, infektiöse Mononukleose, HIV, Tuberkulose, Syphilis und Toxoplasmose.

Für Schwellungen unter dem Arm oder an anderen Lymphknotenstationen kommen bösartige Prozesse infrage. Schmerzen bestehen in der Regel nicht. Bei Krebs anderer Organe können die regionalen Lymphknoten von Metastasen betroffen sein. Bei Brustkrebs sind dies die Achsellymphknoten.

Lymphknoten schwellen bei Leukämien an, ebenso bei einem bösartigen Lymphom wie dem Morbus Hodgkin und dem Non-Hodgkin-Lymphom. Bei bösartigem Geschehen kann die sogenannte B-Symptomatik die Krankheit begleiten. Sie besteht aus Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsverlust.

Das können Sie selbst tun

Wenn Sie ein neues Deodorant, neue Seife oder Duschgel verwenden, testen Sie, ob die Schmerzen verschwinden, wenn Sie zu Ihrem alten Produkt zurückkehren. Ist dies der Fall, haben Sie die Ursache gefunden.

Wenn die Schmerzen nur nach dem Rasieren der Achseln auftreten, verwenden Sie kein Deo mit Alkohol. Greifen Sie zu Produkten für sensible Haut. Cremen Sie die Haut vorher mit einer beruhigenden Lotion ein, beispielsweise mit Kamille oder Aloe vera.

Haben Sie sich den Arm gezerrt, stellt sich die Frage, wie stark der Schmerz ist. Ein Gang zum Arzt wird nicht schaden, ist aber nicht zwangsläufig nötig. Physiotherapie kann die Dauer des Leidens verkürzen.

Bei schmerzhaften oder harten Schwellungen und Furunkeln gehen Sie zum Arzt. Das Gleiche gilt für Beschwerden, die nicht nach Absetzen der Kosmetikprodukte abklingen.

Der Gang zum Arzt

Ihr Hausarzt wird Ihre Achsel nach der Anamnese untersuchen und eventuell in weiteren Regionen nach geschwollenen Lymphknoten suchen, wenn er einen Verdacht auf generalisiertes Geschehen hat.

Da es Medikamente gibt, die zu Lymphknotenschwellungen führen, erzählen Sie Ihrem Arzt, welche Mittel Sie einnehmen.

Hat Ihr Arzt einen Verdacht oder möchte bestimmte Krankheiten ausschließen, wird er weiterführende Untersuchungen durchführen beziehungsweise Sie zum Facharzt überweisen. Dazu gehören Blutuntersuchungen, Ultraschall oder CT (Computertomographie) sowie eine Gewebeentnahme.

Die Behandlung erfolgt nach der Diagnose. Furunkel werden operativ ausgeräumt. Systemerkrankungen müssen medikamentös behandelt werden. Bei bösartigem Geschehen stehen Operationen und gegebenenfalls Chemo- oder Strahlentherapie an.

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