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Säulenobstbäume - viel Obst auf engem Raum

Inhaltsverzeichnis

Säulenobstbäume gibt es von Apfelbäumchen bis Kombinationsbaum.
Säulenobstbäume gibt es von Apfelbäumchen bis Kombinationsbaum.
Säulenobstbäume sind eine beliebte Alternative zu herkömmlichen Obstbäumen. Kleingartenbesitzer und Balkongärtner wissen den leckeren Ertrag auf kleinster Fläche zu schätzen. Beachten Sie einige Tipps und Tricks rund um Kauf, Pflege und Schnitt. Dann können Sie bald schon die ersten selbst gezogenen Früchte von Ihrem Balkon ernten.

Was Sie benötigen

  • Säulenobstbaum
  • Pflanzkübel
  • Erde
  • Dünger
  • Baumschere zum Zurückschneiden

Säulenobstbäume - Obstbäume auf kleinstem Raum

  • Säulenobstbäume sind Früchte tragende Gewächse und ähneln in vielerlei Hinsicht ihren großen Verwandten. Sie haben ihnen gegenüber aber den Vorteil, dass sie mit wenig Platz auskommen.
  • Die Bäume wachsen schlank und haben auch nicht die Wuchshöhe von richtigen Obstbäumen. Sie benötigen daher weder für Wurzeln, noch für Äste viel Platz.
  • Menschen mit kleinem oder gar keinem Garten haben Bedarf an kleinen Obstbäumen, die man notfalls auch im Kübel auf dem Balkon halten kann.
  • Säulenobstbäume sind nicht nur klein gehaltene oder besonders geschnittene Normalbäume. Sie sind spezielle und veredelte Züchtungen, wobei es für fast jedes normale Obst eine entsprechende Säulensorte gibt. 

Kaufen Sie mit Bedacht

  • Bei Säulenobst haben Sie die Qual der Wahl, was die Vielfalt der Sorten betrifft. Säulenäpfel sind wohl die bekannteste Variante, aber auch Süßkirschen und Säulenbirne sind sehr beliebt. Wählen Sie Ihr Obst nach den gleichen Kriterien aus, wie Sie es auch für einen großen Baum tun würden.
  • Würden Sie beispielsweise die Sorte "Elstar" bei einem normalen Apfelbaum bevorzugen, so wählen Sie als Säulenapfel "Starcats".
  • Wollen Sie frühe oder späte Sorten? Lager- oder Tafeläpfel? Diese Überlegungen sollten Sie einbeziehen.
  • Kaufen Sie Ihr Säulenobst bei einem erfahrenen Gärtner. Er kann Sie entsprechend weitergehend beraten und hilfreiche Tipps geben. Außerdem liefert der Fachbetrieb die beste Qualität der Pflanzen.
  • Die meisten Sorten sind Selbstbefruchter, Sie müssen also keinen zweiten Baum kaufen.

Pflanzen Sie in Kübel oder Garten

  • Säulenobst liebt es sonnig oder halbschattig. Wählen Sie zudem eine geschützte Stelle, an der das Bäumchen nicht zu stark Wind und Wetter ausgesetzt ist.
  • Nährstoffreiche und lockere Erde ist für Säulenobst sehr wichtig. Dadurch können sie Wasser besser speichern. Vorgedüngtes Topfsubstrat eignet sich sehr gut, aber auch eine Mischung aus Blumen- und Gartenerde kommt in Frage.
  • Entscheiden Sie sich für eine Kübelpflanzung, sollten Sie den Kübel ausreichend groß wählen. 20 Liter sind das Minimum. Wenn Sie gleich einen größeren Kübel wählen, ersparen Sie der Pflanze später den Stress des Umtopfens.
  • Achten Sie auf einen guten Wasserabfluss des Kübels. Staunässe verträgt Ihr Säulenobstbäumchen in der Regel nicht gut.
  • Wollen Sie Ihre Säule in den Garten setzen, wählen Sie den Platz noch sorgfältiger aus, schließlich ist er dauerhaft.
  • Für die Pflanzung im Garten heben Sie ein Loch aus, das dreimal so breit und doppelt so tief, wie der Wurzelballen ist. 
  • Füllen Sie etwas Topfsubstrat oder lockere Erde in das Loch und setzen Sie anschließend das Bäumchen hinein. Dann wird der Rest mit Substrat oder Erde aufgefüllt und vorsichtig festgetreten.
  • Wollen Sie mehrere Bäume pflanzen, halten Sie einen Mindestabstand von einem halben Meter ein. Soll die Hecke dicht sein, so pflanzen Sie nicht etwa enger, sondern lieber im Zickzack.
  • Egal, ob Sie in den Garten oder in den Kübel pflanzen: Achten Sie darauf, dass sich die veredelte Stelle auf jeden Fall über der Erde befindet.

Anspruchslos in Pflege und Düngung

  • Säulenobst ist nur in Bezug auf den Schnitt etwas anspruchsvoller, als ein richtiger Obstbaum. Das bezieht sich jedoch nicht auf die mittlerweile schon erhältlichen, schnittfreien Sorten.
  • Selbstverständlich braucht das Säulenobst Wasser. Frei im Garten gesetzt gießen Sie nur im ersten Standjahr, ansonsten tut der Regen sein Übriges. Nur bei großer Trockenheit müssen Sie gießen.
  • Im Kübel und an regenschützten Stellen müssen Sie regelmäßig Wasser geben. Weiches Wasser ist ideal, zum Beispiel solches aus einer Regentonne.
  • Staunässe wird nicht vertragen und völliges Austrocknen ebenfalls nicht. Finden Sie daher das Mittelmaß.
  • Für reiche Ernte sollten Sie regelmäßig düngen. Machen Sie das im Frühjahr, wenn der erste Austrieb beginnt. Verwenden Sie Langzeit-Düngemittel mit hoher Stickstoffkonzentration.
  • Im Sommer geben Sie eine zweite Düngung mit Kaliumzentration. Dadurch kann sich das Bäumchen optimal auf die Winterruhe vorbereiten.
  • Säulenobst ist winterhart. Den Baum im Garten schützen Sie dennoch mit Bambusmatten oder Laub. Das Säulenobst im Kübel schützen Sie genauso, wenn Sie es an seinem Standort belassen. Alternativ stellen Sie den Kübel in einen frostfreien Innenraum.

So schneiden Sie Ihr Säulenobst richtig zurück

  • Es gibt schnittfreie Säulenobstsorten. Ballerina (Apfel), Saphira (Birne),  Siberia (Kirsche), Aida (Pfirsich) oder Golden Sun (Aprikose) sind Beispiele dafür.
  • Andere Sorten müssen Sie regelmäßig zurückschneiden. Der Rückschnitt erfolgt analog zu den großen Sorten im Frühjahr.
  • Säulenäpfel bilden weniger Seitentriebe aus, als andere Obstsorten. Kirsche und Birne werden Sie daher stärker schneiden müssen, als Äpfel.
  • Schneiden Sie nach dem letzten Frost den Baum auf die gewünschte Höe zurück. Verwenden Sie dazu eine Baumschere. Die Seitentriebe kürzen Sie auf etwa 15 Zentimeter. Dadurch wird der Baum schlanker und bekommt gleichzeitig einen kompakteren Wuchs.

Obst auf engem Raum - der besondere Clou

  • Können Sie sich nicht entscheiden, welches Obst es sein soll? Für Apfel und Birne ist kein Platz? Dann liegt die Lösung in kombinierten Säulen. Im Gartenfachgeschäft bekommen Sie Äpfel-Birnen-Säulen, Äpfel-Aprikosen-Säulen und viele andere Kombinationen.
  • Sie wollen lieber einen Baum, der auch wie ein Baum aussieht und nicht wie eine Säule oder ein Busch? Dann sehen Sie sich beim Zwergobst um.
  • Diese Obstbäumchen auf veredelter Unterlage sehen aus, wie ein kleiner Halbstamm. Auch sie können im Kübel gehalten werden. Die Pflegeanforderungen entsprechen denen des Säulenobstes.

Die schlanken Säulenobstbäume stehen ihren großen Verwandten in nichts nach. Beherzigen Sie die einfachen Regeln und Sie werden lange Freude an Ihrem Säulenobst haben.

 

 

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