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Regentonnen aus Holz - Verwendungshinweise

Eine hölzerne Regentonne fügt sich harmonisch ins Bild.
Eine hölzerne Regentonne fügt sich harmonisch ins Bild.
Wasser ist kostbar und teuer - nicht zuletzt aus diesem Grund ist es sinnvoll, Regenwasser aufzufangen und zum Gießen des Gartens zu verwenden. Als Sammelgefäße eignen sich natürlich Kunststofftanks oder -tonnen, die jedoch selten eine Zierde im Garten sind. Besser sind da schon Regentonnen aus Holz, die sich harmonisch in das natürliche Umfeld einfügen.

Regentonnen aus Holz sind Segen und Fluch zugleich. Einerseits fallen sie im Garten im Normalfall nicht als störender Fremdkörper ins Auge, andererseits verlangt das Naturmaterial ein gewisses Maß an Pflege und Umsicht bei der Verwendung.

Holz - ein Naturprodukt mit Pflegebedarf

  • Egal wie alt Holz ist, es arbeitet immer. Grund dafür ist, dass das Material hygroskopisch ist. Dies bedeutet, dass Holz immer bestrebt ist, seinen Feuchtigkeitsgehalt an den der direkten Umgebung anzupassen. Durch die dauerhaften Prozesse der Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe zieht Holz sich dabei zusammen oder dehnt sich aus.
  • Holz, welches im Außenbereich genutzt wird, sollte gegen Witterungseinflüsse geschützt werden. Hölzerne Regentonnen haben diesen Anspruch in besonders hohem Maße, da ihr Inneres permanent mit Wasser in Kontakt sein soll. Das Problem dabei ist allerdings, dass Sie das Naturmaterial in diesem Fall nicht einfach mit jedem Holzschutz für den Außenbereich behandeln können, denn nicht alle sind für den Dauerkontakt mit Wasser geeignet.
  • Weiter erschwert wird die Wahl eines geeigneten Feuchtigkeitsschutzes oder eines Dichtungsmittels dadurch, dass manche Mittel vor allem anfangs Spuren ihrer Inhaltsstoffe an das Wasser abgeben können. Dabei handelt es sich zwar um sehr geringe Mengen, doch je länger das Regenwasser in der Tonne steht, desto höher könnte deren Konzentration werden - vor allem bei Wärme.
  • Möchten Sie ein hölzernes Gefäß auf der Innenseite abdichten und als Regentonne nutzen, sollten Sie sich bei der Wahl eines dazu geeigneten Produktes deshalb sehr gut informieren. Sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihr Gießwasser mit Chemikalien angereichert wird, die Ihren Pflanzen schaden können.

Holzfässer als dekorative Regentonnen

Ein hölzernes Bier- oder Weinfass kann ein schöner Hingucker im Garten sein. Das Gefäß kann durchaus gute Dienste als Regentonne leisten, wenn Sie ihm etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, als einem Kunststoffgefäß.

  • Alte Holzfässer werden durch umlaufende Metallbänder zusammengehalten; diese sind nicht genagelt, sondern nur aufgespannt. Damit die Bänder nicht abrutschen, muss das Holz jedoch unter Spannung stehen. Aufgrund der hygroskopischen Eigenschaft des Holzes dehnen die Leisten sich aus, sobald sie Feuchtigkeit ausgesetzt sind und das Fass ist dicht. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Holzgefäß immer eine gewisse Menge an Wasser enthält und nach Möglichkeit nicht in der prallen Sonne steht, wo es zu stark austrocknen kann.
  • Damit das Holz der Regentonne nicht von der Unterseite her wegfault, sollten Sie für Unterlüftung sorgen. Es ist deshalb sinnvoll, die Tonne auf Steine oder ähnliches zu stellen.
  • Wird die hölzerne Regentonne im Winter nicht genutzt, sollten Sie sie auf den Kopf an eine Stelle im Garten stellen, wo die Luftfeuchtigkeit hoch genug ist, damit das Holz nicht vollständig austrocknet. Decken Sie das Fass jedoch nicht mit einer Kunststoffplane oder ähnlichem ab, damit die Luft zirkulieren kann und das Holz nicht beginnt zu faulen.
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