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Motorrad-Bremse entlüften - Schritt für Schritt

Inhaltsverzeichnis

Ein Motorradfahrer sollte sich immer auf seine Bremsen verlassen können.
Ein Motorradfahrer sollte sich immer auf seine Bremsen verlassen können.
Das Entlüften einer Motorrad-Bremse sollten Sie nur selbst angehen, wenn Sie über eine gewisse Sachkenntnis verfügen. Von einer Bremse hängt schließlich gerade für einen Motorradfahrer viel zu viel ab.

Was Sie benötigen

  • Maulschlüssel
  • Ablassschlauch
  • Auffangbehälter
  • Bremsflüssigkeit
  • Putzlappen
  • Abdeckfolie
  • Klebeband

Das Bremsenentlüften zählt zu den wichtigsten Wartungsarbeiten

  • Spätestens alle zwei Jahre sollten Sie die Bremsflüssigkeit Ihres Motorrads erneuern lassen oder sie selbst wechseln. Wollen Sie dies erledigen, sollten Sie jedoch die passende Örtlichkeit für diese Wartungsarbeiten zur Verfügung haben.
  • Bremsflüssigkeit ist schließlich für die Umwelt schädlich und sollte nur in geeigneten Werkstätten sowie mit Ölabscheidern versehenen Garagen abgelassen werden. Missgeschicke sind auch hierbei nie vollkommen auszuschließen.
  • Um die Bremsen Ihres Motorrads zu entlüften, ist es nämlich unbedingt erforderlich, die im System enthaltene Flüssigkeit abzulassen. Die alte Bremsflüssigkeit transportiert auf ihrem Weg in den Auffangbehälter die Luftblasen mit heraus. Das frische Hydrauliköl füllt im Anschluss das gesamte System aus.

Es lässt sich auch bei aller Sorgfalt nicht vermeiden, dass Sie das Entlüften der Bremsen regelmäßig wiederholen müssen.

Den Wechsel der Bremsflüssigkeit an Ihrem Motorrad durchführen

  1. Decken Sie alle im Bereich der Wartungsarbeiten befindlichen Lackteile Ihres Motorrads ab.
  2. Füllen Sie den betreffenden Bremsflüssigkeitsbehälter Ihres Zweirads bis zum erlaubten Höchststand auf.
  3. Bringen Sie am Ablassventil einen für Ihr Vorhaben geeigneten durchsichtigen Schlauch an. Sollten Sie nicht wissen, wo sich dieses Ventil befindet, sehen Sie in der Betriebsanleitung Ihres Motorrads nach. Da es auch hier Unterschiede gibt, lässt sich keine allgemeingültige Angabe zum genauen Sitz dieses Bauteils machen.
  4. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Ende des Schlauchs in einem Auffangbehälter mündet.
  5. Sorgen Sie für den Aufbau des Drucks, indem Sie den Bremshebel etwa sechs- oder siebenmal ziehen.
  6. Öffnen Sie das Ablassventil und ziehen Sie die Bremse bis zum Anschlag.
  7. Sie können jetzt beobachten, wie Bremsflüssigkeit durch den Schlauch in den Behälter abläuft.
  8. Wiederholen Sie die letzten zwei Arbeitsschritte so lange, bis Sie in der abfließenden Bremsflüssigkeit keine Luftblasen mehr sehen können.

Achten Sie zwischenzeitlich immer darauf, dass die Füllanzeige Ihres Bremsflüssigkeitsbehälters nie unter die Minimummarkierung fällt. Füllen Sie also gegebenenfalls Bremsflüssigkeit nach. Nur so können Sie vermeiden, dass sich das System wieder mit Luft füllt.

Warum das Bremssystem eines Zweirads mehr Wartung bedarf

  • Hydraulische Bremsen können nur gut funktionieren, wenn die in ihnen enthaltene Bremsflüssigkeit nicht zu stark verdichtet werden kann. Es dürfen sich also keine Lufteinschlüsse innerhalb des Systems befinden.
  • Dies lässt sich nicht immer gewährleisten. Ein Auto bewegt sich in der Regel stets horizontal fort. Ein Motorrad gerät auch bei normaler Fahrweise gelegentlich in eine Schräglage, welche ein Heraustreten des Hydrauliköls in den Sammelbehälter begünstigt. Läuft die Bremsflüssigkeit wieder in das System zurück, entstehen - gerade, wenn die Mindestfüllmenge nicht eingehalten wurde - oftmals Lufteinschlüsse.
  • Bis zu einem bestimmten Grad lassen diese sich noch ignorieren; bemerken Sie jedoch bei Ihrer Maschine Veränderungen im Bremsverhalten, ist es bereits höchste Zeit, die Bremse Ihres Motorrads zu entlüften.
helpster.de Autor:in
Achim Günter
Achim GünterAchim bereichert mit seinem hervorragenden Allgemeinwissen den Themenbereich Schule. Als erfahrener Steingartengärtner gibt er sein Insiderwissen auf dem Gebiet Garten gerne weiter. Das Familienoberhaupt kennt sich auch mit Geld und Finanzen bestens aus.
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