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Längen- und Breitengrade - das Koordinatensystem der Erde einfach erklärt

Längen- und Breitengrade bieten Orientierung.
Längen- und Breitengrade bieten Orientierung. © Dieter_Schütz / Pixelio
Längen- und Breitengrade dienen der Orientierung auf der Erdoberfläche. Während Koordinatensysteme in frühen Zeiten meist nur für Weltreisende wie Entdecker oder Kaufleute interessant waren, lernen heute bereits Schüler mithilfe der geografischen Angaben, die genaue Lage eines Ortes zu definieren.

Koordinatensysteme - die Vermessung der Welt

  • Um die Erdoberfläche erforschen und in einem umfassenden Sinn vermessen zu können, begannen Wissenschaftler schon früh damit, Koordinatensysteme zu entwickeln, die zur Orientierung dienen sollten.
  • Unterschiedliche Kulturen und Zeiten haben unterschiedliche Systeme hervorgebracht. Im Westen der Welt wurden beispielsweise Sternbilder genutzt, um Positionen verbindlich zu verorten. Erst später entwickelte man die Methode, sich anhand von Längen- und Breitengraden zu orientieren.
  • Beide Angaben sind neben der Höhe die in heutiger Zeit gebräuchlichsten Möglichkeiten, allgemein verständliche Angaben über die genaue Position eines Ortes zu machen. Die Nachvollziehbarkeit dieser Positionen bedarf eines Bezugssystems, welches durch den Äquator und den Nullmeridian gegeben ist.

Längen- und Breitengrade und ihr Bezugssystem

  • Der Äquator entspricht dem Breitengrad 0. Er folgt einer Linie rund um den Erdball, die sowohl zum Süd- als auch zum Nordpol gleichbleibend dieselbe Entfernung einnimmt. Er dient an der Stelle des größten Umfangs der Erde als erster der weiteren Breitenkreise, die von hier aus nach Süden und Norden abgemessen werden. Je nach Lage werden die Positionen entsprechend mit dem Zusatz „südlicher“ oder „nördlicher Breite“ angegeben. Der Umfang der Erde beträgt ungefähr 40.000 Kilometern, der Abstand der Breitengrade, die in ganzen Zahlen bemessen werden, jeweils 111 Kilometer.
  • Der Nullmeridian verläuft senkrecht zum Äquator und beschreibt einen Halbkreis vom Süd- bis zum Nordpol. Er dient als Grundwert für die Anordnung der Längengrade, die von dieser Linie aus jeweils nach Westen und Osten gezählt werden. Anders als beim Äquator gibt die Erde durch ihre natürliche Gestalt keine bestimmte Linie als Nullmeridian vor und daher wurde seine Lage bestimmt. Diese wechselte im Laufe der Zeit immer wieder einmal, bis man sich Ende des 19. Jahrhunderts auf den heutigen Verlauf einigte, der durch den englischen Ort Greenwich führt.
  • Die Breiten- und Längenpositionen werden in Graden angegeben, wobei ein Grad aus 60 Bogenminuten (1,85 km) besteht und eine Minute jeweils aus 60 Bogensekunden.
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