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Kondenswasser am Fenster vermeiden - so geht's

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Kondenswasser am Fenster vermeiden - so geht's1:05
Video von Liane Spindler1:05

Besonders in der kalten Jahreszeit haben viele Menschen Probleme mit Kondenswasser am Fenster. Das ist ziemlich ärgerlich, da sich durch das Kondenswasser Schimmelpilze an Fenstern oder sogar an den Wänden bilden können. Die gefährden dann die Gesundheit und das Wohlbefinden. Damit es gar nicht erst so weit kommt, erfahren Sie hier, wie Sie Kondenswasser am Fenster vermeiden.

Die Ursache vom Kondenswasser

Kondenswasser bildet sich oft im Inneren der Fenster, wenn es draußen kalt ist. Das liegt am Wasserdampf, welcher in der Luft enthalten ist.

  • Wenn sich die Temperaturen dem Minusbereich nähern oder diesen überspringen, dann kann die Luft nicht mehr so viel Wasserdampf aufnehmen. Die kalte Luft trifft dann auf ein Fenster, welches ebenfalls ausgekühlt ist. Der überschüssige Wasserdampf wird somit an seinem Taupunkt ausgeschieden. Das zeigt sich in Form von Kondenswasser am Fenster.
  • Vor Jahrzehnten gab es kaum Probleme mit Kondenswasser am Fenster. Undichte Gebäude sorgten automatisch für eine ausreichende Entlüftung der Räume. Damals war die Raumluft eher zu trocken.
  • Die Energiesparzwänge der heutigen Zeit haben es erforderlich gemacht, dass die Gebäude hermetisch abgedichtet werden. Was beim Energiesparen von Vorteil ist, wirkt sich also nachteilig auf das Kondenswasser am Fenster aus. Die Gefahr von Kondenswasser am Fenster wird mit der Feuchtigkeit der Raumluft größer, besonders dann, wenn kein Luftaustausch mit der Außenluft stattfindet.

Mit Lüften gegen Feuchtigkeit am Fenster vorgehen

  • Somit taucht besonders dort Kondenswasser am Fenster auf, wo keine ausreichende Entlüftung gewährleistet wird.
  • Beim Lüften genügt es nicht, das Fenster zu kippen. Bei gekippten Fenstern geht die Heizenergie verloren und zudem wird Kondenswasser am Fenster eher gefördert, statt vermieden.
  • Das Fenster muss deshalb beim Lüften voll geöffnet werden. Das nennt sich Stoßlüften. Diese sollte zwischen fünf und zehn Minuten andauern.
  • Lüften Sie also Ihre Räume dreimal am Tag zwischen fünf und zehn Minuten und Sie werden keine Sorgen mit Kondenswasser am Fenster mehr haben. Das Lüften ist zu jeder Jahreszeit möglich.
  • In den Räumen genügt es, wenn die Temperatur 20 Grad beträgt.

Fenster von Kondenswasser befreien

  • Wenn sich das Kondenswasser erst einmal gesammelt hat, sollten Sie es aufwischen. Je länger die Feuchtigkeit am Fenster gesammelt bleibt, umso leichter kann sich Schimmel bilden.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Temperatur in Ihrer Wohnung. Auch wenn Sie nicht anwesend sind, sollte die Temperatur nicht unter 16 Grad fallen.
  • Mit einem Hygrometer, also einem Feuchtigkeitsmesser, können Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung messen. Diese sollte immer zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Außerhalb dieses Bereiches sollten Sie die Fenster zum Lüften öffnen.
  • Öffnen Sie die Fenster immer ganz, aber nie länger als zehn Minuten. So vermeiden Sie einen Temperatursturz in Ihrer Wohnung, der ebenfalls Kondenswasser erzeugen würde. Falls die zehn Minuten nicht genügen, um die Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent zu bringen, lüften Sie eine Stunde später erneut. Genügt dies immer noch nicht, ist wahrscheinlich die Luft draußen zu feucht. In diesem Fall wird aber auch kein Kondenswasser am Fenster entstehen.

Weitere Autorin: Claudia Thur