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Herstellungsaufwand berechnen

Für Warenpreise ist der Herstellungsaufwand eine entscheidende Größe.
Für Warenpreise ist der Herstellungsaufwand eine entscheidende Größe.
Rechnungswesen will gelernt sein. Auch, wenn es für jede Preiskalkulation und Steuererklärung unumgänglich ist, fällt die Berechnung von Herstellungskosten der Fertigung und des Umsatzes sogar vielen Selbstständigen deutlich schwer. Oder wissen Sie so genau, wie sich Herstellungsaufwand schematisch berechnen lässt?

Herstellungskosten der Erzeugung und des Umsatzes berechnen

  • Der Begriff des Herstellungsaufwands ist mit dem der Herstellungskosten gleichzusetzen, wobei mit demselben all solche Kosten bezeichnet werden, die bei der Produktion einer Ware anfallen. Fertigungsmaterialien-, Personal-, Verpackungs- und Vertriebskosten sind dabei nur ein paar wenige von etlichen zu beachtenden Größen, wobei zuzüglich entsprechender Prozentsätze die Gemeinkosten mit einberechnet werden müssen.
  • Verallgemeinert ergeben sich die Herstellungskosten damit aus der Addition von Fertigungseinzelkosten, Fertigungsgemeinkosten, Materialeinzelkosten und Materialgemeinkosten. Zusätzlich sind die Herstellungskosten plus Bestandminderung und minus Bestandsmehrung hinzuzurechnen.
  • Die entsprechenden Zuschlagssätze für Fertigung und Material sind dabei prozentual mit einzuberechnen, bevor der Minderbestand hinzu oder der Mehrbestand abgerechnet werden kann, um die Herstellungskosten des Umsatzes zu erhalten.
  • Deutlich schwieriger ist es, von einem gegebenen Verkaufspreis auf den Herstellungsaufwand zurückzurechnen. In einem solchen Falle brauchen Sie zumindest die Gewinnspanne als gegebene Größe.

Errechnung des Herstellungsaufwands anhand eines Beispiels

  • Als ein Beispiel seien bei einem Mehrbestand von 2000 Euro Materialgesamtkosten von 10.000 Euro und Fertigungslöhne von 15.000 Euro gegeben, wobei der Prozentsatz für das Material 20, 5 beträgt und der für die Fertigung 115 %.
  • Sie rechnen hier zunächst Material plus Materialgemeinkosten, welche sich wiederum aus dem Prozentsatz von 20,5 ergeben. Sie rechnen also 10000 mal 20, geteilt durch 100 und erhalten als Materialgemeinkosten 2050 Euro. Jene 2050 Euro addieren Sie zu den 10000 Euro gegebenen Materialkosten, sodass Sie Materialgesamtkosten von 12050 Euro erhalten.
  • Nach demselben Schema gehen Sie nun mit den Fertigungsgehältern vor. Sie berechnen hier mit der Prozentrechnung zusätzliche Fertigungsgemeinkosten von 17250 Euro, welche wieder zu den Fertigungskosten hinzuzuaddieren sind, sodass sich Fertigungsgesamtkosten von 32250 Euro ergeben.
  • Addieren Sie nun die Fertigungsgesamtkosten mit den Materialgesamtkosten und Sie erhalten die Herstellkosten der Erzeugung, damit also den Betrag des Herstellaufwands. Wollen Sie den nun in den Kostenbetrag des Herstellumsatzes umrechnen, so ist der gegebene Mehrbestand von 2000 Euro von der Summe abzuziehen. Die Herstellkosten des Umsatzes würden demnach 27300 Euro betragen.
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