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Head-Up-Display selber nachrüsten

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Armaturenbrett Mercedes Benz
Armaturenbrett Mercedes Benz © Philipp Katzenberger / unsplash.com
Freie Sicht im Straßenverkehr dank eines Head-up-Displays. Das Nachrüsten dieses Gadgets für mehr Sicherheit lohnt sich auf jeden Fall. Ich zeige Ihnen einfache Lösungen im Überblick, die nicht nur den Geldbeutel schonen, sondern auch für Safety First auf der Straße sorgen.

Kann man ein Head-Up-Display nachrüsten?

Mehr Sicherheit versprechen Head-Up-Displays, auch HUD genannt. Die Geräte projizieren die wichtigsten Fahrtinformationen, wie etwa die Geschwindigkeit, zum Teil direkt auf die Windschutzscheibe. Der Blick des Fahrers bleibt daher auch auf der Straße.

Ein Head-up-Display nachrüsten ist einfacher als es klingt. Denn die Geräte funktionieren nach dem Plug-and-Play-Prinzip, dh einfach anstecken und fertig. Die angebotenen Geräte lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

On-Board-Diagnose

Die einen holen sich genaue Fahrzeugdaten direkt über den OBD2-Port des Bordcomputers (On-Board-Diagnose) des Autos. Die Geräte liefern sehr genaue Daten, müssen aber dauerhaft mit dem Steuergerät verbunden sein. Alle Autos ab Baujahr 2004 haben in der EU einen OBD2-Anschluss und sind damit mit den meisten Head-up-Displays kompatibel.

GPS-Daten

Andere HUDs nutzen GPS-Daten für die Berechnung der Geschwindigkeit. HUDs mit GPS-Modul müssen nur mit einer Stromquelle verbunden werden, liefern aber weniger Informationen und verlieren in Tunneln oder Tiefgaragen leider oft den Kontakt zum Satelliten. Ihr Vorteil, sie funktionieren auch in älteren Autos ohne OBD-Port.

Die besten Head-Up-Displays zum Nachrüsten

Je nachdem, mit welcher Hardware das Auto bereits ausgestattet ist, kommen entweder HUDs mit OBD2-Anschluss oder ein GPS-Modul in Frage. Ich stelle Ihnen eine Auswahl der besten Varianten vor:

Cartrend Head-Up-Display mit OBD2-Anschluss

  • Das HUD von Cartrend kann zwei Fahrdaten gleichzeitig abbilden. 
  • Zur Wahl stehen neben der Geschwindigkeit in km/h oder mph auch Drehzahl, Verbrauch, Wassertemperatur und Batteriespannung.
  • Anschluss über den OBD2-Port des Autos
  • Mit Projektionsscheibe an Stelle einer Folie, einfache Installation mit rutschfester Matte
  • Sie können mit Kosten von ca. 44,99 Euro rechnen.

Lescar Head-Up-Display für OBD2-Anschluss

  • Das Modell von Lescar besitzt eine ausklappbare Projektionsfläche. Das macht die Einrichtung einfach, denn das Bild muss nicht erst justiert werden.
  • Es zeigt gleichzeitig die Geschwindigkeit und eine Zusatzinformation wie z.B. die Drehzahl an.
  • Armaturenbrett-Befestigung per Anti-Rutsch-Matte.
  • Die Kosten schlagen mit ca. 69,54 Euro zu Buche.

Nopnog für OBD2

  • Auch bei dem HUD von Nopnog handelt es sich um ein Gerät für Autos mit OBD2-Stecker.
  • Aufklappbare Projektionsfläche im Winkel einstellbar
  • Warnung vor hoher Wassertemperatur und niedriger Batteriespannung
  • Anzeigen von Geschwindigkeit, Drehzahl und Fahrdistanz.
  • Kosten ca. 39,99 Euro

iKiKin-HUD mit zwei Modi

  • Das iKiKin-HUD arbeitet mit einem Dual-System. 
  • Im GPS-Modus wird nur die Geschwindigkeit und Distanz angezeigt.
  • OBD2 Modus hat zusätzlich Drehzahl, Motortemperatur und Batteriespannung.
  • Projektion auf eine Klebefolie für die Frontscheibe
  • Kostenpunkt rund 34,99 Euro.

Wiyii M1 Head-Up-Display mit Dual-System

  • Wiyii funktioniert sowohl per OBD2-Stecker, als auch per GPS-Modul, damit ist das Gerät für alle Autos geeignet.
  • Das Wiyii wird dabei entweder per USB-Kabel mit Stromquelle oder per OBD2-Kabel mit Stecker verbunden.
  • GPS-Modus hat nur Geschwindigkeit und Kompass in der Anzeige.
  • Im OBD-Modus sieht man auch die Drehzahl, Temperatur, Verbrauch und mehr. 
  • Die Kosten betragen ca. 34,95 Euro.

Wie wird ein Head-Up-Display nachgerüstet?

  • Alle Geräte werden auf dem Armaturenbrett befestigt und sollten das Sichtfeld des Fahrers unter keinen Umständen blockieren. 
  • Zur Befestigung der HUDs kommen meist Anti-Rutsch-Matten zum Einsatz. Je nach Modell unterscheidet sich die Art der Projektion.
  • Einige haben eine selbstklebende Folie für die Frontscheibe, andere projizieren die Daten auf eine ausklappbaren, transparenten Kunststoffscheibe.
  • Für die Auswahl der Projektionsart ist der Winkel der Windschutzscheibe von entscheidender Bedeutung. Je steiler die Frontscheibe des Autos, desto schwieriger wird die Justierung. Hier empfehlen sich eher Head-up-Displays mit separater Kunststoffscheibe. 

Mein Profitipp: Bei einer mitgelieferten Folie sollte unbedingt auf eine saubere Scheibe geachtet werden. Ein dünner Wasserfilm vereinfacht das Aufbringen der Folie und erleichtert das Entfernen störender Luftblasen.

Sind nachgerüstet Displays erlaubt?

Nachgerüstete Head-Up-Displays sind i. d. R. legal. Sie dürfen ohne Genehmigung und ohne Eintragung im Fahrzeugschein im eigenen Fahrzeug installiert werden. Die Geräte dürfen aber nicht die Sicht des Fahrers einschränken. Wenn das HUD die Informationen direkt auf die Windschutzscheibe projiziert, sollte auch darauf geachtet werden, dass andere Verkehrsteilnehmer dadurch nicht geblendet oder anderweitig gestört werden.

Ein Head-Up-Display erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr und ist ganz leicht nachzurüsten. Sie wissen jetzt, auf was Sie bei der Auswahl des Gerätes achten sollten und wie man es ganz einfach installieren kann.

helpster.de Autor:in
 Ines Kieselhorst
Ines KieselhorstInes hat als Ausgleich zu Ihrer Tätigkeit als Autorin und Texterin die Gartenarbeit entdeckt. Als Kind einer Handwerkerfamilie ist sie mit dem Heimwerken aufgewachsen und bastelt gerne im Allgemeinen aber auch mal praktische Konstruktionen für den Garten.
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