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Hangbefestigung - aus Beton geht es so

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Eine Hangbefestigung kann mehr Nutzfläche im Garten schaffen.
Eine Hangbefestigung kann mehr Nutzfläche im Garten schaffen. © Michael_Baudy / Pixelio
Es gibt zwar die verschiedensten Möglichkeiten zur Hangbefestigung, wer sich die Arbeit aber nur einmal machen möchte, sollte zu Beton greifen.

Eine Hangbefestigung aus Beton hat den großen Vorteil, dass sie im Gegensatz zu beispielsweise Holzpalisaden nicht verwittern kann. Für einen wirklich stabilen und langlebigen Bau sind aber noch ein paar Punkte zu berücksichtigen.

Hangbefestigung aus Beton - das ist zu beachten

  • Für eine dauerhafte Befestigung ist es unerlässlich, ein frostsicheres Fundament zu schaffen. Frostschäden können später zu Instabilität führen.
  • Je nach Befestigungsart ist es wichtig, eine Drainageschicht mit Drainagerohr zu verlegen, damit das Hangwasser abgeleitet werden kann.
  • Grundsätzlich gilt: Die Einbautiefe der Hangbefestigung beträgt 1/3 der Mauerhöhe + 10 cm. Ist die Mauer höher als 1 m geplant, rechnen Sie mit einem Aushub von 80 cm. Bei wesentlich größeren Bauten ziehen Sie sicherheitshalber einen Fachmann zurate. In diesen Fällen muss eine gesonderte Statikberechnung zugrunde gelegt werden, da die Hangbefestigung dem nicht zu unterschätzenden Hangdruck standhalten muss.
  • Überlegen Sie im ersten Schritt, für welche Art der Befestigung Sie sich entscheiden möchten. Sehr beliebt sind z. B. Pflanzringe oder Palisaden.

So befestigen Sie den Hang mit Palisaden aus Beton

  1. Legen Sie mithilfe einer Schnur den Verlauf der Mauer fest.
  2. Heben Sie die Erde entsprechend tief aus und füllen Sie eine Drainageschicht aus Kies ein. Diese muss nun sehr gut verdichtet werden.
  3. Im nächsten Schritt folgt eine ca 10 cm dicke Magerbetonschicht. Dort hinein werden die einzelnen Palisaden gesetzt und gerade ausgerichtet. Es empfiehlt sich, besonders bei höheren Befestigungsteilen, eine Stützkonstruktion aus Holz zu bauen.
  4. Haben Sie 3 - 4 Palisaden gesetzt, stabilisieren Sie diese jeweils am Fuß zusätzlich mit Beton.
  5. Ist der Baustoff ausgehärtet, werden die Elemente von innen mit einer geeigneten Folie (oder Dachpappe) abgedeckt, damit keine Erde oder Kies durch die Fugen rutschen kann.
  6. Füllen Sie zum Schluss den Aushub zuerst mit Kies, dann mit Erde auf.

Pflanzringe - das ist zu beachten

  • Pflanzringe aus Beton werden im Grunde genauso gesetzt. Vorteil hier ist, dass sie - wie der Name schon sagt - bepflanzt werden können.
  • Achten Sie darauf, dass der erdfeuchte Beton nach dem Setzen wieder aus den Ringen herausgeholt werden muss. Das Wasser kann sonst nicht ablaufen, die spätere Bepflanzung könnte verfaulen.
  • Verwenden Sie diese Betonreste zur Stabilisierung, indem Sie sie direkt vor die Pflanzringe geben.
  • Möchten Sie mehrere Reihen aufeinander setzen, muss die Hinterfüllung auf jeden Fall sehr gut verdichtet werden, da die nächste Reihe der Betonringe nach hinten versetzt aufgebracht wird.

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