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Fahrradanhänger selber bauen - eine Anleitung

Fahrradanhänger kann man auch selber bauen.
Fahrradanhänger kann man auch selber bauen.
Im Sommer bietet es sich doch öfter an, zum Einkaufen um die Ecke nicht das Auto aus der Garage zu fahren, sondern lieber einmal das Fahrrad zu nehmen. Wenn da nicht das Tütenproblem wäre - denn links und rechts vom Lenker können die schon einmal dazu führen, dass es einen aus dem Gleichgewicht kommen und stürtzen lässt. Ganz anders beim Tütentransport mit dem Fahrradanhänger - doch nicht jeder hat das nötige Kleingeld, um sich einen wirklich guten Anhänger zu kaufen. Wenn Sie trotzdem zum Fahrradanhänger kommen wollen, indem Sie ihn selber bauen, sollten Sie einige Dinge beachten.

Was Sie benötigen

  • radlose Apparatrolle
  • Flügelschraube
  • Flügelmutter
  • Multiplexgrundplatte aus Holz 50 x 50 cm
  • Bootslack
  • Alu-Vierkantrohr 2 x 1 m
  • Metallsäge
  • Bohrer
  • Distanzröhrchen aus 18 mm Rundrohr
  • Schrauben
  • Vordergabel eines Kinderfahrrads
  • Wasserrohre
  • Schraubverbindungen
  • 2-K-Klebstoff

So bauen Sie selber einen Fahrradanhänger

  1. Zunächst geht es an die Konstruktion der Kupplung. Merken Sie sich dafür, dass eine ganz normale Fahrradkupplung sich nicht für die Eigenkonstruktion eignet, weil der selbst gebaute Anhänger sonst einfach umfallen würde. Montieren Sie statt dessen eine radlose Apparatrolle kopfüber auf den Gepäckträger. Zum An- und Abkuppeln müssen Sie zudem eine Flügelschraube befestigen, welche schließlich die Deichseldrehbar fixieren soll. Eine Flügelmutter sollte das leichte An- und Abkuppeln unterstützen. Das Drehgelenk muss sich dabei am Ende möglichst weit hinten befinden, sodass die Deichsel eher kurz gehalten bleibt. Eine solche Konstruktion sorgt vor allem dafür, dass sich der Anhänger auch mit in die Kurven legt.
  2. Für die Grundplatte des Fahrradanhängers gilt es, einen Rahmen aus zwei ein Meter langen Aluvierkantrohren zusammenzubauen. Teilen Sie die Alurohre dabei, sodass sich je eine Quer- und eine Längsstrebe ergeben und verschrauben Sie den Rahmen übereinander. Dabei sollten Sie ein Distanzröhrchen aus Alu-Rundrohren mit einschrauben, um die Verbindungen zu stabilisieren.
  3. Die Bohrstellen werden schließlich angekörnt und die Flachkopfschrauben ziehen Sie mit ihrem Vierkantschaft fest ins Aluminium ein, wobei die Distanzröhrchen verhindern, dass das weiche Alu zu sehr einbiegt. An den Punkten zur Befestigung von Radgabel und Deichsel muss die Vierkantaufnahme jedoch formgerecht ausgefeilt werden, weil das Einbringen eines Distanzröhrchens hier unmöglich ist.
  4. Behandeln Sie nun die Grundplatte des Fahrradanhängers mit Bootslack und lassen Sie sie gut durchtrocknen, bevor Sie die Längsstreben mit Blechschrauben darauf anbringen. Schließlich verschrauben Sie Radgabel und Deichsel mit dem Rahmen und der Grundplatte, sodass der Konstruktion ein doppelter Halt zugrunde liegt.
  5. Bauen Sie das Wasserrohr für die Deichsel aus schon mit Gewinde ausgestatteten Baumarktmaterialien ruhig selber zusammen, achten Sie dabei aber darauf, dass auch alle Verschraubungen der Einzelteile zusammenpassen. Wenn Sie die einzelnen Teile schließlich zusammenstellen, sollten Sie alle Gewinde mit Zweikomponentenepoxidharzkleber versehen und erst danach miteinander verschrauben, sodass der Hänger auch wirklich gegen Verdrehen abgesichert ist.
  6. Das Anhängerrad wie auch seine Radgabel und sein Schutzblech können Sie einem 18-Zoll-Kinder-Fahrrad entnehmen und einfach selber in Ihre Anhängerkonstruktion verbauen. Wichtig ist es zudem, am Fahrradanhänger Speichenreflektoren und einen weißen Front- sowie einen roten Schlussreflektor anzubringen. Dazu sollte sich am Heck der Konstruktion eine rote Batterieleuchte befinden.

Und schon ist der Fahrradanhänger fertig. Gute Fahrt!

helpster.de Autor:in
Sima Moussavian
Sima MoussavianFür Sima liegt die Schule noch nicht weit zurück. Sie erinnert sich noch gut an die Inhalte. In ihrer Freizeit lernt Sima gerne neues und probiert sich dabei auch im Heimwerken.
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