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Derealisation loswerden

Bei der Derealisation ist die Wahrnehmung des Betroffenen verfremdet.
Bei der Derealisation ist die Wahrnehmung des Betroffenen verfremdet.
Eine Derealisation gehört zu den sogenannten Ich-Störungen. Betroffenen fällt es schwer, eine klare Grenze zwischen dem eigenen Ich und der Umwelt zu ziehen. Was bedeutet das genau, und wie kann man sie loswerden?

Was Sie benötigen:

  • Hausarzt
  • Psychiater
  • Psychotherapie

Was Derealisation bedeutet

Im Fachjargon wird die Derealisation auch Derealisationserleben genannt.

  • Es ist eine verfremdete Wahrnehmung der Umwelt, die Betroffene, die unter der Derealisation leiden, zeitweilig oder auch dauerhaft erleben. Betroffene können ihre Umwelt zwar wiedererkennen und einordnen, dennoch erscheint sie nicht vertraut. Daneben steht das Depersonalisationserleben. Die eigene Person wird als fremd empfunden.
  • Experten nennen diese Form auch Ich-Störung. Es gibt aber auch eine leichtere Form der verfremdeten Wahrnehmung. Ist der Mensch psychisch gesund, kann er trotzdem bei größeren emotionalen Ereignissen unter starken Erschöpfungszuständen und unter großer Müdigkeit leiden. Auch hierbei kann die Umwelt als fremd wahrgenommen werden.
  • Die Umwelt wird unter anderem meist als unwirklich, zu groß oder zu klein, leblos, künstlich oder auch farblos angesehen. Viele Betroffene fühlen sich wie in Watte gepackt oder wie unter einer Käseglocke. Dieses Gefühl kann man erst einmal schwer loswerden.
  • Die Menschen, die darunter leiden, können diese Erlebnisse anerkennen. Sie haben eine Krankheitseinsicht und erkennen die Subjektivität.
  • Dieser Zustand kann auch durch Drogen, Alkohol und Ähnliches hervorgerufen werden. Die Betroffenen wissen, dass es sich um einen sogenannten Verwirrtheitszustand handelt.

Man kann diesen Zustand aber wieder loswerden.

So können Sie die verfremdete Wahrnehmung loswerden

  • Es ist immer schwierig, sich selbst eine Diagnose zu stellen. Deshalb ist bei geringen Anzeichen der Hausarzt ein Ziel, um herauszufinden, was mit einem los ist. Es ist möglich, dass Sie die verfremdete Wahrnehmung Ihrer Umwelt loswerden. Ohne Unterstützung, beispielsweise eines Psychologen, ist das aber schwer.
  • In wissenschaftlichen Studien ist noch nicht hinlänglich belegt, ob Medikamente helfen könnten. Deshalb sollten Sie sich von Ihrem Hausarzt eine Überweisung zum Psychiater ausstellen lassen. Dieser kann anhand einer psychiatrischen Anamnese herausfinden, ob es sich tatsächlich um eine Derealisation handelt oder ob Sie eine andere seelische Erkrankung haben.
  • In der Regel wird bei dieser Form der Fremdwahrnehmung eine Psychotherapie angestrebt, um Erlebtes aufzuarbeiten. Ziel ist es, die abgespaltenen Emotionen (verfremdete Wahrnehmung) wieder ins rechte Licht zu rücken, sodass das Selbst- und Fremdbild wieder realistisch wirkt. Der Therapeut kann mit Ihnen zusammen das Problem loswerden.

Nicht bei jedem Problem hilft eine Psychotherapie. Dabei ist es immer wichtig, dass der Betroffene Krankheitseinsicht zeigt und zu Lösungen sich auch aktiv beteiligen will und auch kann.

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