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Demokratische Wahl - 5 Merkmale

Damit eine Wahl den demokratischen Grundsätzen entspricht, muss diese mindestens 5 Merkmale erfüllen. Wenn auch nur ein Kriterium unzureichend ausgeführt wird, kann die ganze Wahl gegebenenfalls nicht mehr als vollständig demokratisch angesehen werden.

1. Die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten

Die Grundvoraussetzung für eine Wahl besteht darin, dass es sich, salopp formuliert, überhaupt um eine Wahl handelt. Das heißt, der Wähler hat eine Auswahl von Personen oder Gruppierungen, denen er seine Stimme geben kann. Er muss also Alternativen und nicht nur eine Auswahlmöglichkeit haben.

2. Allgemeinheit: keine Ausgrenzungsmerkmale heranziehen

Eine demokratische Wahl sollte zudem allgemein sein, also dass grundsätzlich alle sich in dem jeweiligen Wahlgebiet befindlichen Personen zur Wahl gehen können. Dabei dürfen Merkmale wie die Herkunft, das Einkommen, die Religion oder auch das Geschlecht nicht berücksichtigt werden. Einzig das Alter kann als Ausschlusskriterium herangezogen werden, da vor allem Kleinkinder für eine Wahl noch nicht die geistige Reife besitzen. 

3. Gleiche Stimmqualität für alle Wähler

Darüber hinaus muss die Wahl auch gleich sein. Dies bedeutet, dass jede Stimme die gleiche Qualität besitzt, also gleich viel wie jede andere Stimme wiegt. Dieser eng mit der Allgemeinheit einer Wahl verbundene Grundsatz soll ausschließen, dass bestimmte Gruppierungen mit bestimmten Merkmalen (zum Beispiel die männliche Bevölkerung oder Spitzenverdiener) mehr zu sagen haben als andere.

4. Freiheit als demokratischer Grundsatz

Außerdem sollte jeder Wähler bei einer demokratischen Wahl das Recht auf eine freie Wahl haben. Er darf also zum einen selbst und ohne jegliche Fremdbestimmung entscheiden, ob er von seinem Wahlrecht Gebrauch macht oder nicht. Zum anderen gilt dies auch für die Entscheidung, wem er seine Stimme gibt.

5. Geheime Wahl zum Schutz des Bürgers

Zuletzt muss eine demokratische Wahl auch geheim sein, sodass weder beim Wahlgang noch danach festgestellt werden kann, wie derjenige seine Stimme abgegeben hat, um eine mögliche spätere Beeinflussung oder andere Maßnahmen auszuschließen. Dies bedeutet natürlich nicht, dass der Wähler nicht das Recht hat, danach zu sagen, wie er gewählt hat, also zum Beispiel der Familie oder einer eine Umfrage durchführenden Organisation.

helpster.de Autor:in
Kevin Höbig
Kevin HöbigKevin ist ein alter Hase bei HELPSTER. Als Webdesigner und Mediengestalter, der auch auf journalistische Erfahrung zurückblicken kann, beschäftigt er sich nicht nur privat mit technischen Themen. Dank seines Wissens hilft er anderen oft mit praktischen Tipps weiter.
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