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Abfallzerkleinerer - Pro und Contra

Ein Abfallzerkleinerer gehört in den USA in jede Küche.
Ein Abfallzerkleinerer gehört in den USA in jede Küche.
Wenn Sie ein Freund amerikanischer Horrorfilme sind, werden Sie ihn kennen, den Abfallzerkleinerer in den Küchenspülen der Vereinigten Staaten. Dass diese Geräte auch in europäischen Ländern auf dem Vormarsch sind, polarisiert die Bevölkerungen in Befürworter und Gegner.

In europäischen Küchenspülen ist der Abfallzerkleinerer noch nicht Usus

  • Es gibt wohl kaum ein zweites Haushaltsgerät, welches eindrucksvoller in die Szenerie eines Horrorfilms einzufügen wäre als der Abfallzerkleinerer.Tief im Abfluss der Küchenspüle lauert er auf die Gelegenheit, neben den organischen Küchenabfällen auch lebendes Gewebe zu zerkleinern. Diese und ähnliche Vorstellungen treiben vielen den Angstschweiß ins Gesicht. 
  • In Amerika ist dieser Abfallzerkleinerer aus keiner Küche mehr wegzudenken. Kinder wachsen bereits mit dieser Gefahr auf und scheinen der Versuchung, sich spielerisch mit dieser auseinandersetzen zu wollen, zu widerstehen. Da nun auf dem europäischen Markt ebenfalls solche Gerätschaften angeboten werden, regt sich ein Für und Wider.
  • Das Nein zu diesen "Hackwerken" zielt nicht nur auf die geschilderten Horrorszenarien ab, sondern bietet auch rein umwelttechnische Argumente gegen diese Küchenmaschinen.

Was für dieses Gerät spricht

  • Auch in Ländern, in denen der Abfallzerkleinerer nicht zur Standardausstattung einer Küche zählt, finden Essensreste über die Toilette ihren Weg in die Kanalisation, jedoch in unzerkleinerter Form. Hier sehen die Befürworter einen Vorteil darin, dass diese in kleine Teile zerlegt wesentlich schneller zum Klärwerk zu transportieren wären.
  • Fleischbrocken und Knochenfragmente würden auf diese Weise nicht so lange in der Kanalisation verweilen und somit Ratten auf sich aufmerksam machen. Entgegen den Behauptungen, zerkleinerte Essensreste würden Ratten erst anziehen, gilt es als erwiesen, dass diese Nahrung in dermaßen veränderter Form ablehnen.
  • Die festen Bestandteile, die aus den Klärwerken entnommen werden, landen in "Faultürmen" und werden dort zur Stromgewinnung genutzt. Organische Küchenabfälle würden sich gerade in zerkleinerter Form dafür ebenfalls anbieten.
  • In den Hausmüll gegebene Küchenabfälle müssen energieaufwendig verbrannt und können somit keiner sinnvollen Nutzung mehr zugeführt werden.

Selbst das kräftigste Contra kann widerlegt werden

  • Dem Argument, dass durch Abfallzerkleinerer die Kanalisation noch stärker zum Abtransport von Müll genützt würde, ist zu widersprechen.
  • Der durch den Abfallzerkleinerer in die Kanalisation gegebene Müll besteht zu 90 Prozent aus Wasser, diese Geräte sind für das Zerkleinern von üblichem Hausmüll nicht ausgelegt. Sie machen also einem Gartenhäcksler in keiner Weise Konkurrenz.

Es gibt im Grunde genommen nicht viel, was gegen ein solches Haushaltsgerät spricht. Wie Sie sich entscheiden, bleibt Ihrer Einstellung überlassen.

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