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Wie funktionieren Spielautomaten? - Eine nachvollziehbare Erklärung

Die Walzen im Automaten sind heute nur noch Show.
Die Walzen im Automaten sind heute nur noch Show.
Der Begriff Spielautomaten ist eigentlich sehr weit gefasst. Meist werden darunter aber Automaten verstanden, mit denen auf Glücksspielbasis Geld gewonnen und verloren werden kann. Heutzutage funktionieren diese Automaten nicht mehr zufällig.

Die Geschichte der Spielautomaten

  • Die ersten Spielautomaten wurden Ende des neunzehnten Jahrhunderts in Amerika entwickelt. Diese ersten Automaten wurden mit einem Hebel angetrieben. Drei mit Bildern geschmückte Walzen drehten sich und bei einer bestimmten Kombination der Bilder wurde auf mechanischem Wege ein Gewinn ausgelöst. Je nachdem, wie exakt die Bilder im Fenster stehen mussten, um als gewertet zu werden, konnte die Gewinnchance erhöht oder verringert werden.
  • Diesen Automaten folgten weitere Automatenmodelle, die teilweise sogar ganz vom Glücksspiel abkamen. Flipper beispielsweise wurden anfangs auch als Spielautomat geführt, bis bewiesen werden konnte, dass es hier mehr auf Können als auf Glück ankommt.
  • In Japan gibt es noch heute Automaten, die ähnlich dem ursprünglichen Flipperprinzip funktionieren. In Pachinko-Automaten kann der Spieler steuern, mit welcher Kraft unzählige Kugeln in das Gerät hineingeschleudert werden. Anschließend ist der Weg durch zahlreiche Nadeln, an denen die Kugeln abprallen, doch wieder sehr zufällig.
  • Moderne Spielautomaten funktionieren in Deutschland nicht mehr mechanisch, sondern computergesteuert. Die Vorgaben des Staates, wie viel Gewinn und Verlust in welchen Zeiträumen möglich sein darf, lassen sich durch rein zufallsgesteuerte Geräte nicht mehr einhalten.

So funktionieren die Automaten in Deutschland

Der Staat schreibt nicht nur vor, an welchen Stellen Glücksspielautomaten stehen dürfen und wer daran spielt. Er gibt auch vor, welche Gewinne an den Automaten möglich sein dürfen.

  • Für 20 Cent Einsatz muss beispielsweise das Spiel mindestens 5 Sekunden dauern. Innerhalb einer Runde darf ein Gewinn von maximal 2 Euro erreicht werden.
  • In einer Stunde Spiel darf das Gerät maximal 80 Euro Verlust verursachen, der Gewinn ist dagegen auf 500 Euro begrenzt.
  • Der durchschnittliche Verlust der Geräte ist laut Gesetz auf 33 Euro beschränkt.
  • Da diese Einstellungen gemacht werden müssen, kann jeder Spieler davon ausgehen, dass ein entsprechender negativer Durchschnitt auch tatsächlich eingestellt ist.
  • Die blinkenden Lämpchen und sich drehenden Räder an den Automaten sind bloß noch eine Simulation des vom Computer zuvor festgelegten Ergebnisses.
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