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werkzeugkiste selber bauen

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Eine einfache, aber selber gemachte Werkzeugkiste kann zufriedenstellen.
Eine einfache, aber selber gemachte Werkzeugkiste kann zufriedenstellen.
Kein Heimwerker kommt ohne Werkzeugkiste aus. Sie selber zu bauen bringt den Vorteil, dass dann das persönliche Werkzeug genau hineinpasst. Die Kiste wird sehr preiswert, wenn Sie bereit sind, auf Sonderausstattungen zu verzichten.

Was Sie benötigen

  • Zwei Meter Viertel- oder Dreieckleiste 40 Millimeter, gehobeltes Fichtenbrett 18 Millimeter nach Bedarf, 50 bis 70 Zentimeter Rundholz (40 Millimeter), einundeinhalb Meter Profilleiste 30x10 Millimeter, ein Quadratmeter Sperrholz, sechs Millimeter stark, Schnellbauschrauben 35 Millimeter, zwei Holzschrauben 6x50 Millimeter, zwei Schloßschrauben 6x25 Millimeter, 4 Muttern sechs Millimeter, Holzleim, zwei Blechstreifen aus Alu, Schraubzwingen, Bohrer, Kreuzschlitzschraubendreher, Säge, Schleifpapier

Konzipieren Sie Ihre Werkzeugkiste selber

Diese Bauanleitung bezieht sich auf einen Werkzeugkasten aus Holz. Einen solchen kann jeder versierte Heimwerker selber herstellen, ohne viel Geld auszugeben.

  • Fichtenholz ist relativ leicht und lässt sich gut bearbeiten. Die Kiste muss nicht rechteckig sein, aber sie ist so geräumiger und leichter zu bauen.
  • Für allgemein übliches Werkzeug, zum Reparieren im Haushalt, genügt eine Werkzeugkiste in bekannten Abmessungen. Haben Sie dagegen spezielles Werkzeug mit größerem Platzbedarf, müssen Sie auch die Kiste entsprechend anpassen.
  • Je nach der Menge des Werkzeugs kann die Kiste einteilig ausfallen, oder Sie unterteilen den Platz in Abteilungen. Dann können Sie grobe Werkzeuge getrennt von empfindlichen oder filigranen aufbewahren. Für Kleinteile, wie Schrauben oder Nägel, sollten Sie mobile Behältnisse wählen.
  • Damit sich die Suche nach dem richtigen Werkzeug in Grenzen hält, dürfen Ihre Arbeitsmittel nicht zu hoch übereinander liegen. Ein Einlegeboden, der herausnehmbar ist, erleichtert das Sortieren. 
  • Zum Transportieren eignet sich ein stabiles Rundholz am besten. Es reicht von einem Seitenbrett zum anderen und Sie können den Griff sogar umklappen, wenn Sie ihn mit einem Blech befestigen.

So bauen Sie den Kasten zusammen

  1. Kleben und schrauben Sie zuerst die Seitenteile zusammen. Sie bestimmen die Breite der Kiste und sind 36 Millimeter schmaler als der Boden. Sie werden über zwei Stege außen verbunden und bilden eine Einheit.
  2. Die Oberkante können Sie als Bogen oder stumpfen Winkel ausführen. 
  3. 40 Millimeter unter der Kante bohren Sie mittig ein Sechs-Millimeter-Loch auf jeder Seite.
  4. In zwei Drittel der Gesamthöhe versehen Sie die Innenseiten mit einer rechtwinkligen Querleiste (Profilleiste oder Dreieckleiste).
  5. Die zwei Längsteile fertigen Sie genauso hoch, wie die Flanken der beiden Giebel. Sie müssen an beiden Enden mit einer Viertelleiste verbunden werden, die 18 Millimeter nach innen gerückt ist. Unten müssen Sie 30 Millimeter Platz für die andere Leiste lassen, die um den Boden läuft.
  6. Sichern Sie die Stabilität, indem Sie alle Verbindungen nicht nur kleben, sondern auch schrauben.
  7. Den Boden verbinden Sie auf der Unterseite mit zwei Querleisten. Sie dienen gleichzeitig als "Standfüße" für den Werkzeugkasten. Die Breite des Bodens entspricht der Breite der Seitenteile plus 36 Millimeter.. 
  8. Auf der Innenseite des Bodens bringen Sie umlaufend um den Rand eine Dreieckleiste so an, dass sie als Anschlag für die senkrechten Teile dient. Das bedeutet, Sie müssen 18 Millimeter vom Rand frei lassen und die Schräge zeigt nach innen.
  9. Nun fügen Sie alle Teile zusammen, indem Sie sie leimen und einspannen. Für die Schnellbauschrauben bohren Sie kleine Löcher vor. Achten Sie darauf, dass Sie ein wenig schräg vorbohren, damit die Schraubenspitzen nicht aus der dahinterliegenden Leiste herausschauen. Zum Arretieren der Teile benutzen Sie Schraubzwingen.
  10. Zum Tragegriff: Damit Sie ihn aus dem Weg klappen können, schneiden Sie sich aus einem Stück Riffelblech zwei gleich lange Streifen von etwa vier Zentimeter Breite. Sie müssen fünf Zentimeter länger sein als die halbe Breite der Kiste, damit der Griff seitlich wegtauchen kann.
  11. Bohren Sie oben und unten bei 20 Millimeter ein Sechs- Millimeter-Loch und schrauben Sie die Streifen mit den Schloßschrauben mittig an die Außenseite der Seitenteile an. Die Muttern liegen außen und werden gekontert. Ziehen Sie nicht zu fest an!
  12. Nun bohren Sie in das Rundholz, das wenige mm länger als die Kiste ist, auf beiden Seiten ein passendes Loch für die Holzschrauben.
  13. Verschrauben Sie das Rundholz mit den Blechstreifen.

Wie die Ausstattung aussehen kann

  • Wer es komfortabel haben möchte, kann sich aus Sperrholz noch ein Einsatzkästchen für leichte Werkzeuge, wie Schraubenzieher, herstellen. Das Kästchen sitzt dann auf den beiden Querleisten, die Sie innen an den Seitenteilen angebracht haben. Wenn das Kästchen schmaler ist als die Kiste, können Sie ungehindert nach unten greifen. Wird es nötig, nehmen Sie es einfach heraus.
  • Die Standardausstattung des durchschnittlichen Handwerkers sollte aus:einem mittleren Hammer, einer Kneifzange, einer Wasserpumpenzange, sowie Kombizange bestehen, Zwei bis drei Meißel verschiedener Breite und ein Satz Ring-Maulschlüssel von 7 bis 22 Millimeter sind auch sehr empfehlenswert, Verschiedene Schraubendreher, von schmal bis etwa 8 Millimeter und Kreuzschlitzschraubendreher  sind unerlässlich, Ergänzen Sie die Ausstattung noch durch einige Feilen, von grob bis fein und  in verschieden Profilen, sind Sie recht ordentlich ausgerüstet. Ein stabiles Messer sollten Sie nicht vergessen. Für gehobene Ansprüche können Sie noch eine Rohrzange, eine Spachtel und einen Phasenprüfer hinzufügen, Allzweckkleber, Schleifpapier, Ölkännchen und Zollstock vervollständigen Ihre Sammlung.
  • Wenn Sie vorzugsweise mit Holz arbeiten, können Sie Werkzeuge wie Rohrzange oder Meißel durch Gummihammer und Stechbeitel in verschiedenen Breiten ersetzen. Außerdem brauchen Sie vielleicht Holzbohrer, einen Hobel, einen Winkel und den Zimmermannsbleistift. 

Die Gesamtkosten für eine solche Kiste können ohne Werkzeug das Niveau eines handelsüblichen Werkzeugkastens unterer Preisklasse erreichen. 20 Euro können es durchaus werden. Ein Blechkasten mit 5 Fächern zum Auseinanderklappen kostet um die 30 Euro. Aber Ihr Werkzeugkasten ist ein Unikat und repräsentiert Ihre Fertigkeiten, worauf Sie stolz sein können

 

 

helpster.de Autor:in
Wil Flammiger
Wil FlammigerWil ist gelernter Landwirt mit großem Garten und ausgebildeter Schweißer. Im Laufe der Jahre hat er sich Fertigkeiten im Heim- und Handwerk selbst angeeignet, diese Erfahrungen gibt er schon seit vielen Jahren bei helpster.de weiter.
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