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Was ist ein Femboy?

Das Wort „Femboy“ ist eine Zusammensetzung aus den beiden Wörtern „Fem“ und „boy“ und beinhaltet somit die weibliche und die männliche Seite. Der Wortteil „Fem“ kommt aus dem Englischen „female", für „weiblich”. “Boy” ist das englische Wort für “Junge”. Der Begriff wird mittlerweile auch im deutschen Sprachgebrauch verwendet, allerdings eher in der jüngeren Generation.

Femboys kleiden sich gerne weiblich.
Femboys kleiden sich gerne weiblich.

Mit „Femboy“ wird eine Person bezeichnet, die zwar biologisch gesehen dem männlichen Geschlecht zugeordnet wird, aber gerne mit weiblichen Attributen spielt. Diese Männer tragen gerne weiblich anmutende Kleidung, was nicht Röcke und Kleider sein müssen, sondern oft weiche Stoffe und Farben sind. Diese „Femboys“ benutzen gerne weibliche Parfums und übernehmen gerne typisch weibliche Verhaltensweisen und gegebenenfalls Frisuren.

Heutzutage wird „Femboy“ eher für jüngere Männer bis etwa 30 verwendet, zunehmend akzeptiert durch die wachsende Toleranz in der Gesellschaft gegenüber unterschiedlicher geschlechtlicher Ausrichtungen und Identitäten.

Wie wird der Ausdruck genutzt?

„Femboy“ kann sowohl liebevoll als auch abwertend genutzt werden. Hier gibt es das Problem der Abgrenzung anderer Personengruppen, etwa Homosexuellen, Crossdressern, Lady-Boys oder Transmenschen. Die meisten „Femboys“ sind nicht homosexuell und auch keine Trans-Menschen. Crossdresser kleiden sich einfach gerne ab und zu wie das andere biologische Geschlecht. Es gibt auch Frauen, die sich gerne wie Männer kleiden, aber kein Mann sein wollen.

Im anthropomorphen Bereich der Kunst, Literatur oder der Geschichte sind diese Übergänge fließend, es gibt keine Grenzen. In der heutigen Zeit werden „Femboys“ in der Furry-Kunst, in Mangas und Animes thematisiert.

Interessanterweise sehen „Femboys“ ihre Ausdrucksweise selbst in den meisten Fällen als begrenzte Phase ihres Lebens an, die meistens ab 30 Jahren wieder beendet ist. Es gibt mittlerweile einige Communities, in denen sich diese jungen Männer austauschen können.

Es ist anzunehmen, dass es „Femboys“ in der ganzen Menschheitsgeschichte gab, es aber gesellschaftlich nicht möglich war, so zu leben, geschweige denn mit Gleichgesinnten zu kommunizieren. Durch das Internet ist das jetzt weltweit möglich und man kann sich, zumindest in Deutschland, zunehmend frei äußern und dazu stehen.
Man sollte immer versuchen nach dem Motto “Leben und leben lassen“ zu handeln, solange man niemandem damit schadet. Jeder sollte sich kleiden dürfen, wie er oder sie es mag.

Wer weiterführendes Interesse an dem Thema hat, sollte sich den ZDF Beitrag „Ein Femboy zu sein (Puru)” von 2021 ansehen. Hier spricht „Femboy“ Puru darüber, wie er zu seinem Stil kam, wie er sich fühlt, wie er in der Gesellschaft wahrgenommen wird und was er sich für die Zukunft wünscht.

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