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Was bedeutet offensiv?

Offensiv sein bedeutet auch etwas riskieren.
Offensiv sein bedeutet auch etwas riskieren. © Dieter_Schütz / Pixelio
Diesem Wort sind auch Sie mit Sicherheit schon öfter begegnet. Vielleicht hat sogar jemand einmal von Ihnen verlangt, offensiver zu sein. Meist lässt sich aus dem Gespräch ableiten, was damit gemeint ist, aber was bedeutet offensiv denn nun konkret? Es gibt sogar mehr Umschreibungen dafür, die aber sinngemäß ähnlich sind. Wenn allerdings von defensiv gesprochen wird, dann handelt es sich um das genaue Gegenteil.

Offensiv sein

Wer offensiv handelt, der wartet in der Regel nicht darauf, dass andere etwas tun. Das bedeutet er wird selbst aktiv. Übernehmen Sie also die Initiative, steuern Sie das Geschehen oder gehen Sie bewusst auf jemand oder etwas zu, dann verhalten Sie sich offensiv. Offensiv sein hat auch etwas mit Mut und Selbstbewusstsein zu tun.

  • Vor allem im Mannschaftssport wird oft von Offensive und Defensive gesprochen. Wer etwas riskiert, auf das gegnerische Tor zuläuft und nicht nur abwehrt, der ist die offensivere Mannschaft. Der Gegner kann auf diese Weise auch in die Defensive gedrängt werden, was bedeutet, dass er letztlich nur noch mit der Abwehr beschäftigt ist.
  • In der Psychologie heißt es oft Kampf oder Flucht Verhalten. Dieses besteht nicht nur bei Menschen, sondern bei nahezu allen Lebewesen. Es gibt immer die Wahl in schwierigen Situationen sich dem Kampf zu stellen oder "abzuhauen", beziehungsweise sich zurückzuziehen. Wer kämpft reagiert offensiv, wer flieht oder sich zurückzieht defensiv.

Was offensiv sein noch bedeutet

Im Wort offensiv steckt bereits das Wort offen. Vom Fußball her ist bekannt, dass in Offensive auch Gefahr steckt. Wer offen spielt, ist verletzlich und kann auch leicht getroffen werden. Das lässt sich ebenso auf zwischenmenschliche Beziehungen ableiten. Wer offensiv ist, gibt viel von sich Preis, was letztlich gegen ihn verwendet werden kann.

  • Nicht immer ist es gefordert oder gefragt "angriffslustig" zu sein. Andere Menschen können sich dadurch übergangen oder überfordert fühlen. Offensiv wird also nicht immer als positiv verstanden, es gibt durchaus auch negative Sichtweisen dazu. Offensive kann auch ein Vorwand für Menschen sein, um selbst im Mittelpunkt zu stehen.
  • Wahrscheinlich aber ist ein ausgewogenes Verhalten zwischen offensiv und defensiv von Vorteil. Es schadet nicht, sich einmal zurückzuziehen und zu beobachten, um dann im richtigen Moment aktiv zu werden. Viele Fußballmannschaften haben Ihre Spiele auch schon von der Defensive heraus gewonnen, zum Leidwesen der Zuseher allerdings, denn Defensiven zuzusehen ist wesentlich langweiliger.
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