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Warum beschenkt man sich an Weihnachten?

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Schenken ist Beziehungspflege.
Schenken ist Beziehungspflege.
Ob man nun ein traditionell christliches Weihnachtsfest feiert oder nicht - dass es zu Weihnachten Geschenke gibt, ist für viele Menschen selbstverständlich. Die "Bescherung" am Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum gilt vielen als Höhepunkt des Weihnachtsfestes und als besonders beliebter Brauch. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie diese Tradition überhaupt entstanden ist: Warum eigentlich beschenkt man sich an Weihnachten?

Das Schenken zu Weihnachten ist ein alter Brauch

  • Schon in vorchristlicher Zeit kannte man den Brauch des Schenkens. Geschenke gab es zum keltischen Fest der Wintersonnwende, auch bei den römischen Saturnalien wurden Geschenke an Sklaven und Bedienstete verteilt. Wie andere Elemente vorchristlicher Feste wurde vermutlich auch das Schenken ins christliche Weihnachtsbrauchtum übernommen.
  • Das Schenken gehört zu den wenigen universellen Handlungen, die von Menschen auf der ganzen Welt seit vielen Jahrhunderten gepflegt werden. Es dient dazu, Beziehungen zu erhalten und zu stärken.
  • Psychologen interpretieren das Schenken als Grundlage einer friedlichen Gesellschaft, die auf einem Prinzip des Gebens und Nehmens basiert.
  • Wer einen anderen Menschen beschenkt, bringt diesem guten Willen und Wertschätzung entgegen.

Gott beschenkt die Menschen

  • Der Brauch des Schenkens hat auch religiöse Wurzeln. Vielen gilt die Geburt Jesu als größtes Geschenk überhaupt: Gott schenkt der Welt seinen geliebten Sohn. Sich aus Freude über dieses göttliche Geschenk auch gegenseitig an Weihnachten zu beschenken, diese Idee soll angeblich auf Martin Luther zurückgehen. Durch das Schenken wird die Freude über die Geburt Jesu auch an andere Menschen weitergegeben.
  • Besonders an Weihnachten stehen Geschenke symbolisch für Dankbarkeit, Freude, Hilfe und Verbundenheit. Anderen Menschen Gutes tun, anderen Menschen Gutes geben: So werden die christlichen Werte der Nächstenliebe, Güte und Großzügigkeit ausgedrückt.
  • Der Brauch des weihnachtlichen Schenkens wird auch auf die Heiligen Drei Könige in der Weihnachtsgeschichte bezogen. Sie erweisen dem neugeborenen Gotteskind Ehrerbietung und Wertschätzung, indem sie ihm kostbare Geschenke an die Krippe bringen.

Kein Weihnachten ohne Weihnachtsmann, Nikolaus und Co.

  • In jüngerer Zeit sind neue Traditionen rund um das weihnachtliche Schenken entstanden. Unter anderem aus dem Brauchtum des Heiligen Nikolaus, der zu seinem Ehrentag im Dezember die Kinder beschenkt. Er gilt als Wohltäter und Spender großzügiger Gaben, man nennt ihn auch den "Heiligen, der schenkt". Sein Vorbild mag zum Teil die Entstehung der beliebtesten weihnachtlichen Symbolfigur, des Weihnachtsmannes, beeinflusst haben.
  • In christlichen Kreisen ist der Weihnachtsmann oft nicht allzu populär, wird er doch weniger mit Güte und Großzügigkeit als mit Konsum und Kommerz gleichgesetzt.
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