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Rohre verschweißen - so wird's gemacht

Inhaltsverzeichnis

Sie verschweißen große Rohre miteinander.
Sie verschweißen große Rohre miteinander.
In allen Bereichen des täglichen Lebens finden wir Rohre. Sei es als Abflussrohr für ein Waschbecken oder als Pipeline für unsere Energieversorgung, überall werden Rohre eingesetzt. Um diese Rohre miteinander zu verbinden, können Sie auf Verschraubungen zurückgreifen oder Sie verschweißen die Rohre miteinander.

Was Sie benötigen

  • Sachkenntnis
  • Rohre
  • Schweißgerät
  • Schutzbrille

So verschweißen Sie Rohre

Einige Punkte, die Sie wissen sollten, um fachmännisch Rohre zu verschweißen, finden Sie hier:

  1. Beim Verschweißen von Rohren kommt es nicht nur auf die richtige Schweißart an, sondern fast genau so wichtig dürfte das zu schweißende Material sein. Sie sollten vor dem Schweißen wissen, aus welchem Material Ihr Rohr gefertigt ist. Dementsprechend wird dann der Schweißzusatz wie Schweißdraht oder Hartlot gewählt.
  2. Ein Rohr, das viele Hobbyschrauber sehr genau kennen ist, das Auspuffrohr. Bei älteren Autos kommt es sehr häufig vor, dass der Auspuff durchgerostet ist und es zum Bruch des Auspuffrohrs gekommen ist.
  3. Beim Auspuffrohr sollten Sie als Schweißverfahren das sogenannte Schutzgasschweißverfahren einsetzen. Entfernen Sie an den zu verschweißenden Auspuffteilen sämtlichen Rost. Dann setzen Sie zwei Schweißpunkte, nachdem Sie die beiden Rohre miteinander über die Schweißpunkte verbunden haben, sollten Sie beide Seiten richtig ausrichten.
  4. Dann machen Sie kleine Schweißpunkte, etwa 1 cm lang. Das machen Sie rundherum, bis Ihr Auspuffrohr dicht ist. Bei einem älteren Auspuffrohr sollte man nicht in einem Zug schweißen, die Gefahr von Löchern ist zu groß.

So fügen Sie große Rohrleitungen zusammen

  1. Wenn Sie große Rohre schweißen möchten, z. B. an Ihrem Arbeitsplatz, kommen verschiedene Schweißverfahren zur Anwendung. Die Wurzellage wird im Wig-Schweißverfahren durchgeführt und die Mittellage sowie die Decklage im Schutzgasschweißverfahren.
  2. Die Rohre werden je nach Durchmesser mit einem Abstand von 1 mm bis 10 mm zueinander mit Punktschweißungen versehen. So sind die Rohre nun miteinander verbunden. Sie müssen zwischen die Rohre einen Abstandhalter in Form eines Stück Blechs oder ähnlichem eingesetzt haben, damit der Spalt zwischen den Rohren gewährleistet ist.
  3. Die Rohre wurden vorher mit einer Fase versehen. Soll heißen, die Rohre wurden an den zu verschweißenden Enden schräg geschliffen. Es bleibt lediglich ein ganz schmaler Steg stehen, ansonsten schön gleichmäßig schräg schleifen.
  4. Nachdem Sie den richtigen Schweißzusatz besorgt haben und Ihr Wig-Schweißgerät auf die richtige Einstellung gebracht haben, beginnen Sie die Wurzellage einzuschweißen.
  5. Soll heißen, Sie beginnen am untersten Punkt Ihrer Schweißstelle und zünden dort Ihren Lichtbogen. Mit dem Lichtbogen schmelzen Sie das Material auf, beim Aufschmelzen geben Sie immer etwas Schweißzusatz in das Schmelzbad.
  6. Wenn Sie alles richtig machen, sehen Sie, wie Ihre Schweißnaht den Spalt zwischen den beiden Rohren schließt. Dann führen Sie die Wig-Schweißnadel im gleichmäßigen Abstand zum Material immer weiter nach oben, bis Sie am obersten Punkt Ihrer Schweißnaht angekommen sind. Dann setzen Sie ab und schweißen vom untern Punkt der anderen Seite, bis Sie ebenfalls am obersten Punkt angekommen sind und die Schweißnaht geschlossen ist.
  7. Nachdem das geschehen ist, nehmen Sie das Schutzgasschweißgerät und legen eine Zwischenlage. Soll heißen, Sie füllen die Schweißnaht zu zwei Dritteln mit Schweißmaterial. Zum Schluss schweißen Sie die Decklage auf. Die Decklage sollte mit den Rändern Ihrer beiden Rohre abschließen.

Legen Sie beim Schweißen immer Ihre Schutzkleidung an.

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