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Rechtschaffenheit - Was ist das?

Rechtschaffene halten Gesetze ein.
Rechtschaffene halten Gesetze ein. © Thorben_Wengert / Pixelio
Der Begriff Rechtschaffenheit wird häufig in Forderungen verwendet; es wird etwa verlangt, dass jemand sich rechtschaffen verhalten solle. Genauso ist manchmal von einem rechtschaffendem Leben die Rede. Was ist damit gemeint?

Rechtschaffenheit hat meistens eine sehr positive Bedeutung. Hier geht es darum, dass eine Person ehrlich und gesetzestreu agiert.

Definition von Rechtschaffenheit

Der Begriff Rechtschaffenheit wurde häufig im religiösen Kontext verwendet. Hier bezog sich die Beschreibung meist auf religiöse Vorbilder, denen ein rechtschaffendes Leben nachgesagt wurde oder auch auf Götter selbst.

  • In diesem Zusammenhang wurde das Wort teilweise synonym mit "Heiligkeit" oder "Erhabenheit" verwendet. Dabei wurde diese Eigenschaft als eine Art Ideal definiert, denn Heiligkeit oder Vollkommenheit ist erst einmal nichts, was sich auf das alltägliche Leben von Menschen anwenden lässt.
  • Über die religiöse Bedeutung hinaus, wird auch oft dann von Rechtschaffenheit gesprochen, wenn Ehrlichkeit, ein stetiges Bemühen oder Gesetzestreue gemeint sind. Es geht also darum, dass jemand etwas tut oder bestimmte Dinge anstrebt (etwas schaffen) und dabei aber auf eine Art und Weise handelt, die mit Normen, Wertvorstellungen und Gesetzen konform ist („recht“). In diesem Sinn kann auch das Leben einer Person rechtschaffen sein.

Ist Rechtschaffenheit manchmal negativ?

Normalerweise wird der Begriff „Rechtschaffenheit“ eher in einem positiven Zusammenhang verwendet, wenn etwa ein ehrlicher Mensch als rechtschaffen bezeichnet wird oder ein Verhalten in diesem Sinne als gut und konform mit bestimmten Werten gilt.

  • Gerade das strikte Einhalten von Normen und Gesetzen kann aber auch manchmal eher negativ gesehen werden, im Sinne einer Unselbstständigkeit und dem mangelnden Hinterfragen von Wertvorstellungen. Dann meint ein rechtschaffenes Leben, dass jemand „brav“ und „wohlerzogen“ war, sich jedoch selbst wenig Gedanken über bestehende Konventionen gemacht hat.
  • Auch wird Rechtschaffenheit manchmal als Gegenteil von Selbstständigkeit oder Erfolg angesehen. Hier geht man davon aus, dass jemand sich immer sehr ergeben verhält, aber nicht wagt, etwas Neues auszuprobieren, sondern stattdessen darauf wartet, dass jemand ihm sagt, was zu tun ist.

Diese negative Interpretation des rechtschaffenden Verhaltens wird aber meist nur selten verwendet und greift den eigentlich positiv besetzten Begriff ironisch auf.

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