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Ratten und ihr Verhalten - Wissenswertes zum Fressverhalten

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Ratten suchen gerne Futter in unseren Töpfen
Ratten suchen gerne Futter in unseren Töpfen
Man könnte glauben, das Verhalten von in Massen auftretenden Tieren sei längst ausreichend geklärt. Sicher wissen wir inzwischen viel über Ratten und deren Ernährung. Auf manche Fragen erhalten Sie trotzdem keine eindeutigen Antworten.

Ratten sind Allesfresser und außergewöhnlich anpassungsfähig. Sie sind schlau, flink und lernfähig, sodass sie ein breites Repertoire an Verhaltensweisen an den Tag legen.

Futterangebot und Verhalten - Wechselwirkungen

Vor allem in Dörfern und Städten spielen Ratten als Schädlinge und Krankheitsüberträger eine große Rolle. War es früher die Hausratte (Rattus rattus), welche als Nahrungsschädling konsequent bekämpft wurde, so ist es heute überwiegend die Wanderratte (Rattus norvegicus). 

  • Beide Arten ernähren sich hauptsächlich pflanzlich, verzehren aber auch tierisches Eiweiß, wie Vogeleier, Nestlinge, kleine andere Nagetiere, Schnecken und mehr. Der Anteil an pflanzlicher Nahrung ist jedoch erheblich höher.
  • In freier Wildbahn müssen sich die Tiere die Nahrung in einem größeren Gebiet zusammensuchen. Hier verteidigt ein Männchen ein Revier, in dem gleichzeitig mehrere Weibchen leben. Die Größe der Reviere ist vom Nahrungsangebot abhängig. In der Nähe des Menschen verhalten sich Ratten manchmal anders. Besonders auf Müllkippen und an Orten, wo es Nahrung im Überfluss gibt, bilden mehrere Männchen mit den weiblichen Tieren einen Clan. Das Revierverhalten passt sich dem Nahrungsangebot an. Dies ist nicht nur bei Ratten so, sondern bei vielen wildlebenden Tieren.

Ratten als Haustiere füttern

Inzwischen leben die kleinen Nager längst nicht mehr allein im Freien. Eine Farbratte, die von der Wanderratte abstammt, als Haustier zu halten, ist nicht mehr ungewöhnlich. Über deren Fressverhalten und Ansprüche sollten Sie sich jedoch vor der Anschaffung informieren.

  • Im Handel erhalten Sie Fertigfuttermischungen, die als ausgewogene Körnermischung für die Ernährung von Farbratten geeignet sind. Zusätzlich wünschen sich die Tiere täglich etwas Frischfutter. Obst, Gemüse und Kräuter kommen infrage. Dabei sollten Sie alle blähenden Kohlarten meiden sowie Avocados und auch Zitrusfrüchte, da diese zu viel Säure enthalten.
  • Ab und zu freut sich eine Ratte über etwas gekochtes Ei, mageres Fleisch (kein Schweinefleisch), ein Stückchen Hartkäse und auch lebende Mehrwürmer oder andere Insekten. Mit solchen und süßen Leckerlies können Sie ein gewünschtes Verhalten Ihrer Ratte belohnen. Aber seien Sie vorsichtig, denn die Tiere neigen leicht zu Übergewicht. Alles, was zu viel Zucker enthält, muss eine Ausnahme bleiben.
  • Wenn Sie wissen wollen, welche Mengen von welchem Futter eine Ratte genau benötigt, finden Sie vermutlich verschiedene Antworten. Wichtig ist nur, zu wissen, dass die Tiere mehrmals am Tag fressen. Rechnen Sie im Durchschnitt mit einem großen Esslöffel Körnerfutter pro Tag und Tier. Bei sehr aktiven Nagern kann es auch mehr sein. 
  • Ratten haben einen sehr aktiven Stoffwechsel. Schon einige Stunden ohne Futterquelle schaden ihrer Gesundheit. Daher sollte immer etwas Körnerfutter vorhanden sein. Legen die Tiere jedoch zu große Vorräte an, füttern Sie etwas weniger. Frischfutter, welches welk geworden ist, muss immer entfernt werden. Wird der Kot zu dünn, so haben die Ratten hier vielleicht zu viel oder etwas nicht so Bekömmliches gefressen. Probieren Sie aus, was Ihren Tieren gut bekommt.

Wie sich Ratten beim Fressen verhalten

Wenn sich mehrere Tiere einen Lebensraum teilen, besteht zwischen diesen Futterneid. Das ist auch bei Farbratten so. Sie sollten sich trotzdem immer mindestens zwei Tiere zulegen, denn die Tiere sind keine Einzelgänger. Ein einzeln gehaltenes Tier erfordert sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit von seinem Besitzer. Schnell stellt sich in einem kleinen Käfig Langeweile ein. Dann reagiert Ihre Ratte vielleicht mit einem unnatürlichen Verhalten. Manche nagen zum Beispiel übermäßig oft an den Gitterstäben.

  • Halten Sie mehrere Tiere, so empfiehlt es sich, leckeres Frischfutter in kleinen Stücken zu reichen. So erhält jedes Tier die Chance, eines zu erwischen und sich mit diesem in Ruhe zurückzuziehen. Um für Abwechslung zu sorgen, können Sie das Futter im Käfig an verschiedenen Stellen verstecken. Oder Sie hängen es an der Decke auf, bringen es in Papprollen unter und lassen Ihre Lieblinge etwas für ihr Futter tun. Das Aufstecken auf Spieße verhindert, dass die Tiere die Futterstückchen gleich wegschleppen und verstecken.
  • Ratten sind Nagetiere und das spiegelt sich in ihrem Verhalten wider. Geben Sie ihnen etwas für die Zähne. Haselnusszweige und Zweige von Apfel- und Birnbäumen sind geeignet, aber auch solche von Birke, Erle und Johannisbeersträuchern. Trockenes Brot sollte es nicht sein. Selbstverständlich gehört immer eine Tränke mit frischem Wasser in den Käfig.
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