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Rahmenhöhe beim Fahrrad - darauf sollten Sie bei Trekkingrädern achten

Inhaltsverzeichnis

Die richtige Rahmenhöhe kann unterschiedlich ausfallen.
Die richtige Rahmenhöhe kann unterschiedlich ausfallen.
Beim Kauf eines neuen Fahrrads kommt es zuerst natürlich darauf an, was für ein Rad Sie gern hätten. Bei manchen Rädern, wie z. B. Klapprädern, haben Sie keine Chance, an der Rahmenhöhe etwas zu verändern. Bei allen anderen variiert die für Sie optimale Höhe des Rahmens. Es kommt im zweiten Schritt darauf an, wie und wo Sie das Rad einsetzen.

Die Körpergröße bestimmt die Rahmenhöhe - so gehen die Fachleute vor

Wenn Sie ein neues Fahrrad kaufen möchten, dann haben Sie bei den verschiedenen Rädern immer auch eine Auswahl an Rahmenhöhen. Selbst für die unterschiedlichen Reifengrößen für Erwachsene (28" und 26") gibt es verschiedene Rahmenhöhen.

  • Deshalb hat die Fahrradindustrie einige Tabellen erstellt, um die Rahmenempfehlung in eine Norm zu pressen. Aber ob das immer so passt, bleibt fraglich.
  • Sie benötigen aber zur Sicherheit Ihre Schrittlänge, die Sie zuvor ausmessen sollten.
  • Messen Sie dabei von der Ferse entlang des Innenbeins hoch bis zum Schritt und notieren Sie sich diesen Wert.
  • Beachten Sie dabei unbedingt, dass Sie keine Schuhe tragen und beide Füße nicht dicht beieinander stehen. Die Beine sollten leicht gespreizt sein.
  • Ebenfalls oft vernachlässigt, jedoch für ein genaues Ergebnis wichtig: Messen Sie nur, nachdem Sie sich bis auf die Unterwäsche entkleidet haben. Der Schnitt einer Hose kann sonst zu einem beträchtlichen Messfehler führen.
  • Die Fachleute haben nun, je nach Fahrradart, Faktoren errechnet, mit denen Ihre Schrittlänge multipliziert wird.
  • Das Ergebnis ist dann jeweils die Rahmenhöhe in cm (Faktor 0,66) oder in Zoll (Faktor 0,259).
  • Die Faktorwerte haben Abweichungen für die unterschiedlichen Räder. Diese liegen aber in Zehnteln und Hundertsteln. Dennoch kann ein derart kleiner Unterschied im Faktor einen entscheidenden Unterschied in der Rahmenhöhe ausmachen.
  • Bei aller errechneten Logik sollten Sie sich letzten Endes auf Ihr Gefühl verlassen und das Rad ausprobieren.
  • Wenn Ihnen eine Rahmenhöhe empfohlen wurde, dann probieren Sie auch eine oder zwei Höhen darüber und ebenso darunter aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Wichtig speziell für ein Trekkingfahrrad

  • Suchen Sie sich Ihr Trekkingrad zunächst nach der Ausrüstung aus. Das Rad muss Ihnen gefallen und es sollte bestmöglich ausgestattet sein.
  • Setzen Sie sich dann auf Ihr Fahrrad und probieren Sie die verschiedenen Rahmenhöhen einfach mal ohne Vorkenntnisse aus.
  • Sie werden sich wohler fühlen, wenn Sie die Füße wenigstens noch mit dem Ballen oder zur Hälfte auf den Boden bekommen. 
  • Bedenken Sie, dass Sie notfalls schnell einmal vom Rad springen müssen. Dies gelingt Ihnen leichter, wenn Sie es sicher unter Kontrolle haben.
  • Denken Sie auch daran, dass Sie bei einer zu großen Rahmenhöhe das Problem haben, immer aus dem Stand neu aufsteigen zu müssen. Dabei werden Sie naturgemäß das Rad schräg halten müssen und Ihr Anfahren wird eine wackelige Angelegenheit werden.
  • Probieren Sie Ihr neues Trekkingrad aus und bitten Sie den Händler darum, eine kurze Probefahrt machen zu dürfen.
  • Achten Sie beim Fahren dann darauf, ob Sie die Pedalen gut erreichen, wie gut Ihnen das Anfahren und Bremsen gelingt und wie gut Sie alle Funktionen am Lenker erreichen.
  • Bitten Sie den Händler ggf. darum, den Sattel oder einige Lenkerfunktionen zu verstellen und fahren Sie dann noch einmal.
  • Achten Sie beim Sattel darauf, dass Sie einen guten und stabilen Sitz haben, den Sie auch über längere Strecken aushalten würden.

Tipps fürs Trekkingrad - worauf Sie außer der Rahmenhöhe noch achten sollten

  • Verzichten Sie auf lackierte Gepäckträger und ähnlichen Schnickschnack. Auf Trekkingrädern transportieren Sie in der Regel auch eine Menge Gepäck. Das An- und Abnehmen der Fahrradtaschen wird in kürzester Zeit dafür sorgen, dass der Lack an den Stellen der Halterungen abblättert.
  • Achten Sie auch auf den Durchmesser der Lenkerstange. Die Klickhalterungen passen nur an eine bestimmte Spannbreite von Durchmessern. Viele Lenker haben diesen Durchmesser zwar in der Mitte, verjüngen sich aber nach außen hin - und schon passt die Halterung nicht mehr. Sie könnten zwar mit Unterlegmaterialien tricksen, aber nur auf Kosten der Stabilität.
  • Sehen Sie sich die Griffe gut an, denn Radtouren können ziemlich lang und Hände und Arme sehr müde werden. Sie werden dankbar sein, wenn Ihre Handflächen breite Griffe haben, auf denen der Ballen sich entspannen kann. Das entlastet auch die Arme und Schultern.
  • Wählen Sie bei den Griffen ein Material, das nicht zu weich ist und sich nicht bei größerer Hitze auflöst. Es kann sehr unangenehm werden, wenn die Hände auf einer Tour an den Griffen festkleben.
  • Achten Sie auf die Ventile der Reifen. Sie müssen auf Fahrradtouren in der Lage sein, die Reifen selber schnell wieder aufpumpen zu können. Das funktioniert am besten mit Blitzventilen.
  • Sehen Sie sich auch die Profile der Reifen an. Handelt es sich dabei um normale Straßenprofile oder wirklich um Trekkingreifen?
  • Und schließlich kann auch so ein kleines, scheinbar unwichtiges, Detail wie der Fahrradständer wichtig werden. Er sollte stabil sein und das Rad auch dann halten, wenn es mit Gepäck beladen ist. 

Wenn Sie all dies neben der Rahmenhöhe beachten, dann kann Ihnen auf Ihren Trekkingtouren mit dem Fahrrad nichts mehr passieren. Gute Reise und viel Vergnügen!

Weiterer Autor: Cornelia Scherpe (M.A.)

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