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Polizeidienstgrade und ihre Bedeutung - so erkennen Sie den Rang von Beamten richtig

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Polizeidienstgrade und ihre Bedeutung - so erkennen Sie den Rang von Beamten richtig2:05
Video von Bruno Franke2:05

Für einen Zivilisten sind Polizeidienstgrade und deren Bedeutung oftmals ein Buch mit sieben Siegeln. Es ist aber immer von Vorteil und hinterlässt einen besseren Eindruck, wenn man einen Beamten mit dem korrekten Rang/Dienstgrad anspricht.

Was Sie benötigen

  • evtl. ein Informationsblatt der Polizei
  • Es wird angestrebt, in allen Bundesländern einheitlich blaue Uniformen zu tragen.
  • In manchen Bereichen gibt es drei Dienstebenen (mittlerer, gehobener und höherer Dienst), in einigen gibt es den mittleren Dienst nicht.
  • Bei der Schutzpolizei/Vollzugsdienst wird vor die Polizeidienstgrade das Wort „Polizei“ gesetzt, bei der Kriminalpolizei kommt vor den Rang das Wort „Kriminal“.
  • Die Rangabzeichen erscheinen jeweils auf den Schulterklappen und auf dem Mützenrand.
  • Selbstverständlich werden bei Beamtinnen die entsprechenden weiblichen Formen der Polizeidienstgrade (z.B. Kommissarin) angewandt.

Polizeidienstgrade im mittleren Dienst

  • Während der polizeilichen Ausbildung lautet der Polizeidienstgrad „Polizeimeister-Anwärter“ und wird, entsprechend des Ausbildungsjahres, durch keinen, einen oder zwei Streifen gekennzeichnet.
  • Die Ausbildung wird beendet als „Polizeihauptwachtmeister“ (erster farbiger Stern).
  • Bei weiterer Beförderung lauten die Polizeidienstgrade: „Polizeimeister“ (2 farbige Sterne),  „Polizeiobermeister“ (3 farbige Sterne), „Polizeihauptmeister“ (4 farbige Sterne). In Berlin gibt es den „Polizeihauptmeister mit Zulage“ (5 farbige Sterne).

Bedeutung des Ranges im gehobenen Dienst

  • Der gehobene Dienst der Laufbahn beginnt mit dem Polizeidienstgrad „Polizeikommissar-Anwärter“ und ist gekennzeichnet durch einen silbernen Streifen (Balken).
  • Die erste Beförderung lautet „Polizeikommissar“ (bzw. eben „Kriminalkommissar“). Der Kommissar trägt den ersten silbernen Stern.
  • Die folgenden Polizeidienstgrade lauten: „Polizeioberkommissar“ (2 silberne Sterne), „Polizeihauptkommissar“ (3 silberne Sterne), „Polizeihauptkommissar A12“ (4 silberne Sterne) und „Erster Polizeihauptkommissar“ (5 silberne Sterne).

Polizeidienstgrade im höheren Dienst

  • Den ersten Polizeidienstgrad im höheren Dienst erkennen Sie am goldenen Streifen (Balken) auf Schulterklappen und Mützenrand. Er heißt „Polizeirat-Anwärter/Polizeireferendar“.
  • Die erste Beförderung bringt den ersten goldenen Stern und den Polizeidienstgrad „Polizeirat“.
  • Die folgenden Polizeidienstgrade lauten: „Polizeioberrat“ (2 goldene Sterne), „Polizeidirektor“ (3 goldene Sterne), „Leitender Polizeidirektor“ (4 goldene Sterne).
  • Der „Direktor der Bereitschaftspolizei“ trägt goldenes Eichenlaub und 1 goldenen Stern auf Schulterklappen und Mützenrand, der „Landespolizeidirektor“ (Erster Direktor beim Polizeipräsidenten) ebenfalls goldenes Eichenlaub, aber mit 2 goldenen Sternen.
  • Die höchsten zu erreichenden Polizeidienstgrade sind "Direktor des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten" und letztendlich der "Inspekteur der Polizei".

Weiterer Autor: Achim Günter