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Navigation auf See - einfach erkärt

Erst das GPS-System konnte den Sextanten fast vollends verdrängen.
Erst das GPS-System konnte den Sextanten fast vollends verdrängen.
Auch wenn es für Sie erscheinen mag, als sei er heute nur noch in Schifffahrtsmuseen anzutreffen, gehört ein Sextant immer noch zu den Geräten, deren Einsatz bei einer seemännischen Ausbildung gelehrt wird. Die Navigation auf See zählt schließlich, neben einem intakten Schiff und einer eingespielten Crew, auf den Weltmeeren zu den Garanten für eine sichere Ankunft in den Zielhäfen.

Auch auf hoher See hat moderne Navigationstechnik Einzug gehalten

  • Für einen Laien ist es manchmal unerklärlich, wie ein Schiff den angesteuerten Hafen jemals erreichen kann. Das Auf-Kurs-Halten eines Wasserfahrzeugs, auch bei stürmischer See, kann schließlich nicht allein durch einen Kompass erfolgen.
  • Auf den Meeren werden sich die verantwortlichen Seeleute nicht an vielen topografischen Punkten orientieren können. Also muss es hier Möglichkeiten geben, die Navigation auf See exakt durchzuführen.
  • In der heutigen Zeit sollte es keine Kunst mehr sein, ein Schiff trotz widrigster Umstände in jeden Hafen der Welt gelangen zu lassen. Genau wie Sie es von langen Autofahrten her kennen, helfen hier moderne Navigationsgeräte, den rechten Weg zu finden.
  • Doch auch wenn diese satellitengestützte Navigation einmal ausfallen sollte, können Sie sicher sein, dass sich jeder Kapitän - ob der eines Frachters oder eines Kreuzfahrtschiffes - jederzeit über den momentanen Aufenthaltsort seines Schiffes Klarheit verschaffen kann. Er muss hierzu lediglich auf die althergebrachten Methoden der Navigation auf See zurückgreifen.

Kapitäne können immer sagen, wo sich ihr Schiff gerade befindet

  • Die Erfindung des Sextanten erleichterte die Navigation bei Tag und Nacht. Am Tage war es die Sonne, in der Dunkelheit konnte der Mond zur Feststellung des momentanen Aufenthaltsortes herangezogen werden.
  • Der Sextant stellte in seiner äußeren Form ein Sechstel eines Vollkreises dar. Durch verstellbare Spiegel und ein integriertes Fernrohr wurde der Sextant so lange eingestellt, bis im Fernrohr das jeweilige Gestirn und der Horizont exakt auf einer Linie zu sehen waren.
  • Nun wurde die ermittelte Gradzahl auf die Seekarte übertragen und der geschulte Navigator konnte und kann mit diesen Werten die Position des Schiffes bestimmen.
  • Sollte das GPS einmal nicht zu Diensten stehen, ist der Sextant eine der Möglichkeiten, um die Navigation durchzuführen. Hierbei spricht der Seemann von einer astronomischen Navigation. 
  • Eine weitere Option, den momentanen Standort zu bestimmen, stellt die terrestrische Methode dar. Bei dieser natürlich nur in Küstennähe möglichen Variante wird die Karte mit markanten Wegmarken, die vom Schiff aus zu erkennen sind, verglichen. Dies können beispielsweise Türme oder Berge sein. Auch große Waldgebiete können hierbei dienlich sein.
  • Seezeichen wie Bojen oder Inseln sowie Sandbänke dienen dem Seemann auch heute noch, wenn alle Satelliten versagen, zur Bestimmung seiner Position. Also können Sie getrost davon ausgehen, bei einer Schifffahrt immer im richtigen Hafen zu landen.
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