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Nabenschaltung nachrüsten - so geht's

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Sie brauchen zum Nachrüsten richtiges Werkzeug.
Sie brauchen zum Nachrüsten richtiges Werkzeug. © Egon Häbich / Pixelio
Jede Nabenschaltung ist zum Nachrüsten geeignet. Prinzipiell können Sie in Ihr Fahrrad jederzeit eine andere Schaltung einbauen. Die Nabenschaltung ersetzt zum Beispiel ohne weiteres eine Kettenschaltung. Viele ältere Radfahrer, vor allem Frauen, bevorzugen die Nabenschaltung wegen der leichteren Bedienbarkeit. Das Nachrüsten macht keine Schwierigkeiten.

Was Sie benötigen

  • Neue Speichen
  • Speichenspanner
  • Schraubenzieher
  • Neue Kette
  • Schraubstock
  • Kreide
  • Geduld

Eine Nabenschaltung zum Nachrüsten kaufen

Wenn Sie sich für das Nachrüsten einer Nabenschaltung entschieden haben, stehen noch einige Fragen offen.

  • Zuerst ist zu klären, welche Anzahl an Gängen Sie gern hätten. Die Palette der Angebote beginnt bei drei und die Industrie arbeitet ständig an der Weiterentwicklung dieser Technik. Erkundigen Sie sich deshalb beim Fachhändler nach den neuesten Modellen.
  • Benutzen Sie Ihr Fahrrad nur für kurze Fahrten in der City und ohne nennenswerte Steigung, können Sie sich sicher mit 3 bis 5 Gängen begnügen. Soll aber das Fahrrad auch auf Landstraßen und/oder in einer bergigen Gegend genutzt werden, sollten Sie die Mehrausgabe nicht scheuen und sich so viele Schaltstufen wie möglich gönnen.

Das Nachrüsten ist eine anspruchsvolle Aufgabe

  1. Das Hinterrad müssen Sie vollständig zerlegen. Die alten Speichen können nicht wieder verwendet werden. Fragen Sie Ihren Fachhändler gleich beim Kauf der Nabenschaltung nach dazu passenden Speichen für Ihr Fahrrad. Zeigen Sie ihm dazu die alte Nabe.
  2. Nehmen Sie sich das Vorderrad als Muster für das System der Einspeichung. Bauen Sie alle Speichen erst einmal lose ein und schrauben Sie die Speichennippel mit einem Schraubenzieher oder Speichenspanner schrittweise immer gleich weit ein.
  3. Sobald die Speichen anfangen zu spannen, achten Sie auf die Stellung der Felge. Sie muss in Laufrichtung gesehen in der Mitte der Nabe stehen. Mit dem gleichmäßigen Anziehen der Speichennippel soll jetzt der Rundlauf des Rades ohne Schlagen oder Hüpfen erreicht werden.
  4. Spannen Sie die Hinterachse ein und drehen Sie an der Felge, um Unregelmäßigkeiten zu erkennen und mit dem gezielten Nachspannen der betreffenden Speichen abzustellen. Stellen Sie immer nicht nur an einer Speiche nach, sondern anteilig auch die benachbarten.
  5. Eine gute Hilfe beim Justieren des Rundlaufes und des Geradeauslaufes bietet ein Stück Kreide. Halten Sie, während sich das Rad dreht, die Kreide vorsichtig an die Felge, sodass eine Schleifmarkierung zu erkennen ist, wo die Felge noch schlägt. Dort müssen Sie dann nachbessern, entweder durch Spannen oder durch Nachlassen.
  6. Prüfen Sie vor dem Einbau des Rades die gleichmäßige Spannung aller Speichen im Vergleich zum Vorderrad.

Nach dem Einbau müssen Sie noch eine neue Kette auf passende Länge bringen und nachrüsten, sowie den Seilzug für die Nabenschaltung anbringen und nach Bedienanleitung einstellen.

helpster.de Autor:in
Wil Flammiger
Wil FlammigerWil ist gelernter Landwirt mit großem Garten und ausgebildeter Schweißer. Im Laufe der Jahre hat er sich Fertigkeiten im Heim- und Handwerk selbst angeeignet, diese Erfahrungen gibt er schon seit vielen Jahren bei helpster.de weiter.
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