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"Meine Freundin ist faul" - so gehen Sie damit um

Manche bleiben lieber auf dem Sofa.
Manche bleiben lieber auf dem Sofa. © Marco_Barnebeck(Telemarco) / Pixelio
Nicht immer verhalten sich Partner in Beziehungen so, wie der andere es sich wünscht und manchmal kann dies die Partnerschaft auch belasten. Was sollten Sie etwa tun, wenn Sie feststellen „Meine Freundin ist faul“ und was können mögliche Ursachen sein?

Es kann sinnvoll sein, erst einmal die Gründe der scheinbaren Faulheit herauszufinden. Erst danach sollten Sie versuchen, das Problem zu lösen.

Warum ist Ihre Freundin faul?

  • Es kann viele Gründe dafür geben, dass Ihre Freundin sich faul verhält. Zunächst einmal kann es daher sinnvoll sein, zu schauen, seit wann dieses Verhalten besteht. Wenn Sie Ihre Partnerin gar nicht anders kennen, sondern sie sich auch früher schon so verhalten hat, dann kann hier eine generelle Persönlichkeitsneigung eine Rolle spielen.
  • Denn Personen können sich in verschiedenen Charaktermerkmalen unterscheiden, die sich schon relativ früh in der Jugend ausprägen und dann im weiteren Leben oftmals nur wenig verändern. Solche Persönlichkeitsmerkmale können auch ein faul erscheinendes Verhalten bedingen.
  • Ein Beispiel hierfür ist die Introversion. Introvertierte Menschen sind eher lieber allein, verhalten sich weniger gesellig und haben auch oftmals wenig Interesse daran, ständig Neues zu erleben oder wegzugehen. Dies kann auf andere, die meinen, dass Unternehmungen zum Leben gehören, eher träge wirken.
  • Ähnliches gilt auch für das Persönlichkeitsmerkmal „Offenheit für Erfahrungen“. Es kann unmotiviert oder auch faul wirken, wenn diese Eigenschaft eher gering ausgeprägt ist, denn das bedeutet, dass jemand sich wenig für neue Dinge interessiert und nur einige ganz spezifische Hobbys hat. Wenn dies Ihre Freundin betrifft, dann ist es schwierig, sie für Neues zu begeistern und oftmals meinen Personen mit geringer Offenheit, dass sich neue Unternehmungen gar nicht lohnen.
  • Auch im Bezug auf Berufliches und die eigene Leistungsbereitschaft kann der Charakter relevant sein; hier ist das Merkmal „Leistungsmotivation“ entscheidend. Dabei geht es darum, ob jemand Freude daran hat, viel zu leisten oder ob jemandem schulische und berufliche Erfolge weniger wichtig sind.
  • All diese Merkmale zeigen sich oft in verschiedenen Situationen und können daher nicht einfach abgestellt werden. Hier ist es sinnvoll, wenn Sie nicht versuchen, Ihre Freundin generell zu ändern - dies wird nicht gelingen. Ist das träge Verhalten jedoch auf einzelne Situationen beschränkt, dann kann es abweichende Ursachen geben.
  • So kann es beispielsweise sein, dass Ihre Partnerin sich für Dinge, die für Sie sehr wichtig sind (z.B. bestimmte Sportarten, Ihre Hobbys) einfach nicht interessiert und sich daher an entsprechenden Unternehmungen nicht beteiligt. In Schule und Beruf können Überlastung, mangelnder Erfolg oder auch Probleme mit Mitschülern bzw. Kollegen die Freude am Erreichten nehmen.

„Meine Freundin ist träge“ - reden Sie mit Ihr

  • Wenn Sie also wissen möchten, warum Ihre Freundin faul ist, dann sollten Sie diese darauf ansprechen. Natürlich ist das ein sensibles Thema; bezeichnen Sie Ihre Partnerin daher nicht als träge, sondern bringen Sie eher eigene Empfindungen zum Ausdruck. So können Sie beispielsweise sagen „Ich finde es schade, dass Du nicht zu meinen Jogging-Runden mitkommst.“ oder „Du hast mir gefehlt, als Du gestern nicht mit zur Party kommen wolltest.“
  • Zudem können Sie erfragen, warum Ihre Freundin sich so verhalten hat. Vermeiden Sie hier aber Vorwürfe, sondern hören Sie sich ihre Argumente und Meinungen ruhig an, so als würden Sie deren Verhalten nicht werten. Somit entstehen keine Konflikte und Sie können mit Ihrer Partnerin dann an einem Kompromiss arbeiten.
  • Das kann beispielsweise so aussehen, dass Sie vereinbaren, im Wechsel etwas zu machen, was Ihre Partnerin gern tut (und wenn es nur das Anschauen einer bestimmten Fernsehsendung ist) und Ihre Lebensgefährtin im Gegenzug auch Sie bei einer Unternehmung begleitet, auch wenn sie dazu zunächst wenig Lust hat.
  • Üben Sie dabei aber nicht zu viel Druck aus. Wenn Ihre Partnerin meinen sollte, dass sie sich nicht überwinden kann, Sie etwa zu bestimmten Anlässen zu begleiten, dann sollten Sie dies auch akzeptieren. Es kann auch innerhalb einer Beziehung so große Unterschiede zwischen den Interessen der Partner geben, dass Sie bezüglich mancher Themen getrennter Wege gehen sollten, also beispielsweise Ihre Freundin nicht bedrängen sollten, Sie zu Veranstaltungen zu begleiten, die diese nicht interessieren.
  • Wenn die Faulheit hingegen darauf basiert, dass sich Ihre Lebensgefährtin im Job überfordert fühlt oder Probleme mit Kollegen hat, dann können Sie sie unterstützen, indem Sie Ihrer Partnerin dabei helfen, eine neue Stelle zu suchen. Üben Sie aber auch hier keinen Druck aus, sondern geben Sie eher Ideen und Vorschläge, anstatt Ihre Lösung durchsetzen zu wollen.
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