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Kriegsbemalung der Indianer - die Bedeutung einfach erklärt

Indianische Traditionen entdecken.
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Wer vom wilden Westen mit Indianern träumt, kennt meist viele Elemente, ohne ihre Bedeutung erklären zu können: Federschmuck, Friedenspfeife, Kriegsbemalung und vieles mehr. Doch vor allem die Bemalung, sozusagen die „Urform des Bodypaintings“, hatte mehr als dekorative Zwecke.

Bedeutung der Kriegsbemalung

Die ursprüngliche Kriegsbemalung der Indianer war nicht darauf bedacht, sich besser tarnen zu können. Im Gegenteil - das Auffallen war das Ziel.

  • Mit der Bemalung sollte der Gegner irritiert und verschreckt werden. Das verschaffte den Kriegern zusätzliches Selbstvertrauen.
  • Außerdem hatte die Kriegsbemalung den Effekt einer Maske. Der Angreifer war schwerer zu erkennen und im Nachhinein konnten Einzelne schwer zur Rechenschaft gezogen werden.
  • Zusätzlich konnten die Indianer durch bestimmte Zeichen und Symbole ausdrücken, zu welchem Stamm sie gehören. Jede Gemeinschaft hatte eigene Formen der Kriegsbemalung.
  • Für die Bemalung gab es noch einen ganz anderen Grund. Die Naturstoffe, die dafür verwendet wurden, schützten vor der starken Sonneneinstrahlung und konnten sogar Insekten abwehren.

Auch heute gibt es Urvölker, die unterschiedliche Formen der Bemalung weiterführen. Nicht alle Rituale dienen zu Kriegszwecken. Auch für religiöse und festliche Anlässe ist die Verzierung der Körper von Bedeutung. Zudem kann ebenfalls die Rangfolge in einer Gemeinschaft damit ausgedrückt werden.

Indianer als „Rothaut“?

Bestimmt haben Sie schon einmal den Begriff "Rothaut" als Synonym für die amerikanischen Ureinwohner gehört. Die Bedeutung lässt sich anhand der Kriegsbemalung erklären.

Indianer verwendeten zur Bemalung überwiegend Erdfarben, die naturbedingt meist rötlich aussahen. Dass diese Farben aus Erde Eindruck hinterließen, beweist die dadurch geprägte Bezeichnung „Rothaut“. Allerdings wurde diese meist spöttisch verwendet und gilt heute als diskriminierend.

Für eine politisch-korrekte Benennung sollten Sie besser von den "Ureinwohnern Amerikas" sprechen.

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