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Hund hat Eibe gefressen - was tun?

Die Eibe - eine sehr giftige Pflanze
Die Eibe - eine sehr giftige Pflanze © Barbara_Alisch / Pixelio
Bereits eine geringe Menge der Eibe ist für einen Hund tödlich. Wenn Sie also Bedenken haben, dass Ihr Hund an einer Eibe gefressen hat, dann sollten Sie ziemlich schnell handeln.

So giftig ist die Eibe

Die Eibe ist sowohl für den Menschen als auch für viele Tiere giftig:

  • Beim Pferd führen bereits 100 Gramm zu einer derart schweren Vergiftung, dass das Tier daran sterben kann. Beim Hund reichen bereits 30 Gramm aus.
  • Aber auch der Mensch kann an einer Vergiftung sterben, wenn er Eibe gegessen hat. Dies verdeutlicht, dass man immer sehr schnell handeln muss.
  • Beachten Sie, dass bei der Eibe nicht nur die Frucht (nur die Kerne sind giftig, der Rest nicht), sondern auch die Nadeln das tödliche Gift enthalten. Dies kann dazu führen, dass man als Hundehalter nicht sicher ist, ob der Hund Gras oder die Nadeln gefressen hat.

Symptome beim Hund

Die Symptome, die nach dem Fressen einer Eibe beim Hund auftreten, differieren von den Symptomen, die der Mensch bekommt:

  • Die ersten Symptome sind Erbrechen, Durchfall und Entzündungen der Magen- und Darmschleimhaut. Im weiteren Verlauf treten Entzündungen in der Niere und in der Blase auf.
  • Sollte der Hund eine größere Menge gefressen haben, dann erhöhen sich der Puls und die Atemfrequenz und es kann zum Kreislaufkollaps kommen. Dieses Stadium ist schon sehr gefährlich, da es zum Kreislaufstillstand kommen kann.
  • Als weitere Symptome können Desorientierung, Fieber, Atemnot oder Unterhautblutungen auftreten.

Wenn der Vierbeiner das Gift gefressen hat

Sollten Sie Bedenken haben, dass Ihr Hund Eibe gefressen hat, dann müssen Sie nun sehr schnell handeln:

  • Das sicherste ist, dass Sie sofort zum Tierarzt fahren. Eibe ist extrem giftig, und wenn die 30 Gramm überschritten worden sind, dann kann der Tod sehr schnell eintreten.
  • Sollte der Tierarzt nicht sofort erreichbar sein, dann können Sie auch den Tiernotruf alarmieren oder in die nächste Tierklinik fahren. Ansonsten könnten Sie als erste Maßnahme Tierkohle verabreichen. Wichtig ist es, dass das Gift schnellstmöglich aus dem Magen wieder entfernt wird, was eigentlich nur mit einer Magenspülung möglich ist.
  • Alternativ - wenn wirklich kein Tierarzt erreichbar ist - können Sie dem Hund viel Wasser und Brühe verabreichen. Versuchen Sie alles, damit das Gift aus dem Magen wieder herauskommt.
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