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Holzvergaser richtig nutzen

Vorsicht vor offenem Feuer im Holzvergaser.
Vorsicht vor offenem Feuer im Holzvergaser.
Energie aus nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen, ist ein Thema, das noch künftige Generationen beschäftigen dürfte. Wer die Möglichkeit hat und die damit verbundene Arbeit nicht scheut, ist mit einem Holzvergaser als Heizkessel auf der richtigen Seite.

Was Sie benötigen

  • Trockenes Brennholz

So heizen Sie mit einem Holzvergaser effektiv

Ein Holzvergaser-Heizkessel verbrennt das Holz nicht einfach wie ein offener Kamin, sondern die noch vorhandenen, unverbrannten oder unvollständig verbrannten Gase bekommen noch einmal eine zusätzliche Luftdusche zum vollständigen Verbrennen. Dadurch steigt der Wirkungsgrad der Wärmegewinnung auf Werte, die sich mit aktuellen Heizkesseln für Erdgas oder Erdöl messen können. Bestimmte Voraussetzungen sollten dennoch für einen optimalen Betrieb erfüllt sein:

  1. Stellen Sie sicher, dass das Brennholz trocken ist. Ein Feuchtigkeitsgehalt von etwa 15 % ist ein anzustrebender Wert. Liegt die Feuchtigkeit höher, verbraucht der Kessel einen höheren Teil seiner Leistung für das Verdampfen des Wassers, die Heizleistung sinkt.
  2. Die im Holz gespeicherte Energie wird dann optimal ausgenutzt, wenn der Holzvergaser mit voller Leistung arbeitet. Deshalb sollten Sie dafür sorgen, dass die gewonnene Wärme schnell und nachhaltig abgeführt und gespeichert wird.
  3. Das ist am besten zu sichern, wenn eine genügend große Masse an Wasser bereitsteht, die aufgeheizt werden kann. Als Faustregel gilt ein Wert von mind. 50 Liter Wasser für 1 KW Heizleistung.
  4. Um diese Wassermenge zu bevorraten, benötigen Sie einen Pufferspeicher. Er wird unmittelbar neben dem Kessel aufgestellt, um die Verbindungsleitungen kurz zu halten.
  5. Der Pufferspeicher soll sehr gut wärmeisoliert sein - er soll ja dazu dienen, dann Wärme abzugeben, wenn der Kessel ausgebrannt ist. Schützen Sie also den Wärmevorrat, damit er für viele Stunden den Bedarf decken kann.
  6. Selbst wenn Ihr Brennholz unter Dach liegt, ist es vorteilhaft, den Tagesbedarf für den nächsten Tag im Heizraum zu lagern. Damit sinkt der Feuchtegehalt des Holzes noch einmal um 2 -4 %, es brennt effektiver.
  7. Beachten Sie auch bei einem Holzvergaser, dass Sie es mit offenem Feuer zu tun haben. Halten Sie die Abstände des brennbaren Materials zum Kessel ein, um Selbstentzündungen zu vermeiden.
  8. Rüsten Sie eine veraltete Heizanlage auf Holzvergaser um, vergessen Sie nicht zu prüfen, ob es dafür staatliche Fördermaßnahmen gibt. Die dafür geltenden Bestimmungen ändern sich in gewissen Zeitabständen.
helpster.de Autor:in
Wil Flammiger
Wil FlammigerWil ist gelernter Landwirt mit großem Garten und ausgebildeter Schweißer. Im Laufe der Jahre hat er sich Fertigkeiten im Heim- und Handwerk selbst angeeignet, diese Erfahrungen gibt er schon seit vielen Jahren bei helpster.de weiter.
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