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Hitzeschutzrollos selber machen - so geht's

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Mit Hitzeschutzrollos können Sie die Sonnenwärme bekämpfen.
Mit Hitzeschutzrollos können Sie die Sonnenwärme bekämpfen.
Hitzeschutzrollos können helfen, im Sommer eine Wohnung kühl zu halten. Was viele nicht wissen ist, dass man Hitzeschutzrollos auch selber anfertigen kann.

Was Sie benötigen

  • Stoff
  • Seilspanngarnituren
  • Klemmen
  • Dünne Leisten/Fiberglasstäbe
  • Ösen
  • Ösenzange

Generelles zu Hitzeschutzrollos

  • Das Sonnenlicht strahlt in verschiedenen Wellenlängen, von der Sie aber nur einen kleinen Teil sehen können. Unsichtbare Anteile sind das UV-Licht und die Infrarotstrahlung. Die Infrarotstrahlung ist der Wärmeanteil im Sonnenlicht. Dieser Anteil muss durch Hitzeschutzrollos eliminiert werden, damit es in der Wohnung kühl bleibt.
  • Transparente Stoffe wie Glas haben oft die Eigenschaft, die Wellenlänge des Sonnenlichts zu verändern - aus sichtbarem Licht wird so oft Wärme. Wenn Sie ein Hitzeschutzrollo selber herstellen wollen, benötigen sie Material, dass zum einen IR-Licht (Infrarot) herausfiltert und zum anderen verhindert, dass aus sichtbarem Licht Wärme wird.
  • Als Stoff für Hitzeschutzrollos ist reflektierendes Material (aus dem Zelte oder Projektionsflächen hergestellt werden) geeignet, aber auch viele helle Stoffe oder spezielle Wärmeschutzfolien. Wenn es Sie nicht stört, dass es im Raum zusätzlich dunkel wird, können Sie auch Verdunklungsstoffe wählen. Die besten Materialien finden Sie bei Herstellern von Rollos, die meistens die Stoffe auch als Meterware verkaufen. Dort gibt man Ihnen gerne Auskunft, welcher Stoff gut die Wärmestrahlung abhält. Wenn Sie schon Stoffe zu Hause haben, aus denen Sie Hitzeschutzrollos herstellen wollen, testen Sie einfach die Wirkung aus.

Einfache Rollos gegen Wärme bauen

Das beschriebene Verfahren eignet sich sehr gut für Dachfenster, die gekippt werden können, weil die Hitzeschutzrollos fest und sicher parallel zum Fenster sitzen.

  1. Montieren Sie rechts und links auf den Fensterrahmen am Dachfenster die Grundelemente eines Seilspannsystems, spannen das Seil aber noch nicht ein.
  2. Schneiden Sie ein Stück Stoff zu, das die Breite des Fensters hat, plus 4 cm auf jeder Seite für einen 3 cm breiten Saum. Der Saum muss genau auf den Seilen des Systems liegen. Für die Höhe nehmen Sie die Fensterhöhe, plus oben und unten einen Saum (8 cm) plus alle 20 cm eine Biese von 2 cm. Wenn das Fenster 1,20 m hoch ist, brauchen Sie also 12 cm für die 6 Biesen, 8 cm für den Saum und 120 cm Fensterhöhe, zusammen 140 cm.
  3. Nähen Sie nun rund um einen 3 cm breiten Saum (4 cm = 1 cm 1. Umschlag, 3 cm 2. Umschlag), dann bringen Sie in Abstand von 20 cm die Biesen an. Dazu einfach den Stoff zusammenlegen und mit 1 cm Abstand absteppen, in jede Biese kommt eine schmale Leiste oder Fiberglasstäbe für Lenkdrachen.
  4. Nun setzen Sie mithilfe der Ösenzange genau zwischen zwei Biesen und in die 4 Ecken eine Öse. Die Ösen müssen im doppelten Stoff liegen.
  5. Fädeln Sie nun die Seile durch diese Ösen und befestigen Sie die Seile in der Spannvorrichtung.
  6. So bekommen Sie Stoffbahnen als Hitzeschutzrollos, die parallel vor dem Fenster befestigt sind. Mit Klammern können Sie nun den Stoff so am Fenster verteilen, wie Ihnen der Einsatz als Hitzeschutzrollos sinnvoll erscheint. Wenn Sie es nicht brauchen, schieben Sie das Raffrollo zusammen und klemmen es oben am Fenster fest oder lassen es, wie es heute oft gemacht wird, unten.

Als Variante können Sie am unteren Ende rechts und links je eine Schnur befestigen und diese zum Seil durch die Ösen fädeln. Dann müssen Sie das Rollo zusätzlich an der oberen Fensterkante befestigen und die Schnüre über je eine Umlenkrolle wieder nach unten führen. So können Sie das Rollo über die Schnüre bedienen, die Sie einfach so um einen Haken wickeln, dass das Rollo in der richtigen Position bleibt. Sie sehen - Hitzeschutzrollos können Sie leicht selber herstellen.

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