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"Guten Rutsch" wünschen: Wo kommt das her?

Sie haben bestimmt zum Jahreswechsel schon öfter „einen guten Rutsch!“, „rutsch gut rüber!“ oder „einen guten Rutsch ins neue Jahr!“ gewünscht. Aber warum sagt man das eigentlich, was hat das neue Jahr mit rutschen zu tun?

Zu Silvester wünscht man einen „guten Rutsch!“
Zu Silvester wünscht man einen „guten Rutsch!“

Naheliegend ist, dass man ein gutes Hinübergleiten in das neue Jahr meint.

Laut Duden heißt jedoch „Rutsch“ so viel wie „Fahrt“ oder „Reise“. Diesen Ausdruck für Reise verwendete schon Johann Wolfgang von Goethe.

Im Hebräischen bedeutet „Rosch“ jedoch „Anfang“. Das ist auch eine gute Ableitung zum Neuanfang im neuen Jahr.

Eine andere Theorie besagt, dass unser Silvesterspruch „guter Rutsch“ vom persischen "Nou Ruz" kommt, welches "neuer Tag" bedeutet.

Hier streiten sie die Gelehrten, denn es gibt keine Hinweise auf eine eindeutige Quelle der Herkunft.

Wann sagt man „guten Rutsch“?

Bitte beachten: „Guten Rutsch“ verwendet man in der Zeit vor Silvester bis maximal dem Silvestertag selbst, danach wünscht man „ein gutes neues Jahr“ oder in Bayern üblich „A guads Neis!“ Denn ab dem ersten Tag des neuen Jahres ist das Rutschen vorbei, man ist schließlich schon angekommen.

In anderen europäischen Ländern kann man mit dem „guten Rutsch“ übrigens nichts anfangen, beziehungsweise es gibt keine Übersetzung dafür. Hier wünscht man sich ein gutes, neues Jahr, oder ein glückliches, erfolgreiches oder gesegnetes neues Jahr. Das sind alles Wünsche, die wir im deutschsprachigen Raum auch verwenden. Lediglich in Österreich und in der Schweiz wird man verstehen, was Sie meinen, wenn Sie einen „guten Rutsch“ wünschen.

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