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Ernährung bei Hashimoto - darauf sollten Sie achten

Bei Hashimoto leidet die Schilddrüse
Bei Hashimoto leidet die Schilddrüse © Paloma Gil / www.pexels.com
Hashimoto-Thyreoiditis ist keine Seltenheit. Es ist die häufigste Form der Schilddrüsenentzündung. Erkrankte müssen genau wissen, was Sie zu sich nehmen dürfen. In diesem Beitrag verraten wir Ihnen, wie eine Ernährung bei Hashimoto aussehen sollte.

Ernährung bei Hashimoto – die Grundregeln

Eine gesunde Ernährung gehört zu den wichtigsten Therapien bei Hashimoto. Das bedeutet, dass Sie verstärkt auf Makro- und Mikronährstoffe achten müssen. Für die Obergruppen der Nährwerte lauten die Faustregeln in Bezug auf Ihren gesamten Energiebedarf:

  • 55 bis 60 % Kohlenhydrate
  • 20 bis 30 % ungesättigte Fette
  • 20 bis 30 % Eiweiß

Für die Mineralstoffe und Spurenelemente halten Sie sich am besten an die Empfehlungen der DGE.

Grundsätzlich gelten diese Empfehlungen nicht nur für Menschen mit Autoimmunerkrankungen, sondern für alle Menschen. Spätestens dann, nachdem Hashimoto bei Ihnen diagnostiziert wurde, müssen Sie aber zwingend mit einer gesunden Ernährung anfangen.

Vermeiden Sie Entzündungen!

Es gibt entzündungsfördernde und entzündungshemmende Lebensmittel. Vermeiden Sie glutenhaltige Getreidesorten (Roggen, Gerste, Weizen) und Milchprodukte mit viel Milcheiweiß (Kasein). Diese Stoffe können Entzündungsreaktionen im Körper begünstigen.

Dies gilt genauso für Lebensmittel mit einer hohen Anzahl an Omega-6-Fettsäuren. Minimieren Sie daher Ihren Konsum an Sonnenblumenöl, Margarine oder Hühnereiern. Lebensmittel mit viel Omega-3-Fettsäuren wirken dagegen entzündungshemmend. Achten Sie auf ein optimales Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (5:1).

Jod, Darmflora und Diäten

Darüber hinaus müssen Sie bei Hashimoto für eine optimale Jodzufuhr sorgen. Ein Jodmangel könnte ihre Symptome verschlimmern. Dennoch darf es auch nicht zu viel sein. Das Maximum liegt bei 100 bis 200 µg täglich.

Mit einer guten Darmflora unterstützen Sie Ihr Verdauungssystem bei Autoimmunerkrankungen. Nehmen Sie probiotische Lebensmittel zu sich und gegebenenfalls auch Nahrungsergänzungsmittel.

Einige bekannte Diäten können Ihnen als Richtwert für die Ernährung bei Hashimoto helfen. Dazu zählen die Low-Carb-Diät und das Intervallfasten. Beide Diäten senken den Blutzuckerspiegel und können die Fettverbrennung anregen. Beides hilft dem Körper, die Schilddrüsenfehlfunktionen zu kompensieren.

Diese Lebensmittel dürfen Sie bei Hashimoto aufnehmen

Hier ist eine Liste mit den empfohlenen Lebensmitteln und die jeweilige Begründung dazu:

  • Getreidesorten wie Hirse, Reis und Buchweizen (glutenfrei = nicht entzündungsfördernd)
  • Fisch wie Lachs, Sardinen, Makrele (Omega-3-Fettsäuren = entzündungshemmend, gute Jodzufuhr)
  • Nüsse und Samen (Omega-3-Fettsäuren = entzündungshemmend)
  • Algen und jodiertes Salz (für die Jodzufuhr)
  • Joghurt, Sauerkraut, Kefir und Kombucha (für die Darmflora)

Unsere Ernährungstipps sind nicht nur gut bei Hashimoto, aber vor allem dann sehr wichtig. Wenn Sie sich gesünder ernähren möchten, können Sie direkt damit anfangen. Bleiben Sie gesund!

helpster.de Autor:in
Nils Kröner
Nils KrönerNils ist leidenschaftlicher Hobbykoch, gelernter Fleischer und studierter Lebensmitteltechnologe. Im Freundeskreis ist er außerdem bekannt für seine kreativen Geschenkideen, Glückwünsche und Reden.
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