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Bläschen auf der Zunge - was tun?

Inhaltsverzeichnis

Einfache Hilfe gegen Bläschen auf der Zunge2:16
Video von Heike Kadereit2:16

Schmerzhaft und lästig sind Bläschen auf Zunge und Mundschleimhaut. Je nach Ursache können Sie sie selbst behandeln oder müssen zum Arzt gehen.

Der folgende Text kann keinen ärztlichen Rat ersetzen!

Bläschen auf der Zunge - Definition und Symptomatik

Bläschen in der Mundhöhle treten meist als sogenannte Aphthen auf. Es handelt sich um linsengroße entzündliche Schleimhautschädigungen. In der Mitte befindet sich ein Ulcus (Substanzdefekt), das von einem weißen Belag bedeckt ist. Die Stellen erscheinen als schmerzhafte Bläschen.

Aphthen finden Sie in den Wangen, an den Mandeln, am Zahnfleisch und an der Zunge, besonders am Zungenrand und an der Zungenspitze. Die gesamte Mundhöhle, die mit Schleimhaut bedeckt ist, kann betroffen sein. Die Lippen zeigen ab dem Übergang von Außenhaut zu Schleimhaut Aphthen.

Ursachen von Aphthen

Die entzündlichen Bläschen auf Zunge und Mundschleimhaut können viele Ursachen haben. Stress kann ebenso Auslöser sein wie aggressive Lebensmittel mit starken Säuren wie beispielsweise Kiwi und Ananas, oder Bakterien. Diese Bläschen sind oft sehr schmerzhaft oder jucken.

Ursachen der Läsionen können in einem Nährstoffmangel begründet sein. Infrage kommen Eisenmangel, Folsäuremangel und Vitamin-B-12-Mangel. Bei wiederkehrenden Aphthen, besonders im Mundwinkel, ist an diese Mangelerscheinungen zu denken.

Bei Kinder und seltener bei Erwachsenen kann sich die gesamte Zunge akut entzünden (akute Glossitis). Die Zunge ist rot und geschwollen. Die Bläschen bereiten starke Schmerzen. Eine chronische Glossitis betrifft eher Erwachsene. Ursachen können Glutenunverträglichkeit, Eisenmangel oder Vitamin-B-12-Mangel sein.

Hormonschwankungen während Zyklus oder Wechseljahren können Aphthen ebenso auslösen wie Stress und emotionale Belastung.

Weitere Ursachen der Bläschen

Eine Infektion mit Herpes-simplex-Viren des Typs 1 kann ebenfalls Bläschen auf der Zunge verursachen. Herpesbläschen finden Sie normalerweise an den Lippen. Breiten sich die Viren aus, befallen sie auch die Mundschleimhaut und Zunge.

Die Herpesbläschen enthalten ein klares oder eitriges Infiltrat. Sie stehen auf gerötetem, entzündetem Grund. Zungenherpes ist schmerzhaft, besonders beim Essen und Trinken. Später platzen die Bläschen auf und hinterlassen verkrustete Geschwüre, die über ein bis zwei Wochen ausheilen.

Herpes bricht in der Regel bei einem geschwächten Immunsystem aus. Gründe können Stress oder das Immunsystem belastende und schwächende Erkrankungen sein.

Die Erstinfektion mit Herpes simplex Typ 1 im Kindesalter kann sich als Stomatitis aphthosa (Mundfäule) zeigen. Die Mundhöhle ist entzündet. Die Zungenpapillen zeigen sich als entzündete weiße Punkte. Die Erkrankung ist schmerzhaft, besonders beim Essen und Trinken.

Soor ist eine Pilzerkrankung der Mundhöhle. Sie geht mit weiß-grauen Belegen einher, nicht mit Bläschen. Bläschen können dem Pilzbefall aber vorausgehen.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Sollte das oder die Bläschen nicht innerhalb weniger Wochen verschwinden, suchen Sie einen Arzt auf. Dieser kann die Aphte mit einem Softlaser schonend für das umliegende Gewebe entfernen. In seltenen Fällen muss ein lange bestehendes Bläschen auf der Zunge operativ entfernt werden.

Bei wiederkehrenden Aphthen lassen Sie den Arzt nach der Ursache forschen. Eisen- und Vitamin-B12-Mangel sowie eine Abwehrschwäche aufgrund einer Grunderkrankung kann der Arzt diagnostizieren und eine Behandlung einleiten.

So können Sie sich helfen und gezielt vorbeugen

In der Regel verschwinden die Bläschen innerhalb von zwei bis drei Wochen von selbst. Mit Mitteln aus der Apotheke können Sie sich schneller Abhilfe verschaffen. Lösungen aus dem Naturheilkundebereich enthalten ätherisches Öl, das desinfizierend wirkt. Myrrhe und Blutwurz kommen zum Einsatz. Auch das Gurgeln mit Salzwasser oder Salbeitee kann helfen.

Tupfen Sie das jeweilige Mittel mit einem Wattestäbchen mehrmals am Tag vorsichtig auf das Bläschen. Verwenden Sie nicht den Finger, da sich die Erreger auf andere Stellen im Mund, die berührt werden, ausbreiten können.

Regelmäßiges Zähneputzen und eine gute Mundhygiene sind unerlässlich. Eine spezielle Zahnpasta aus Naturprodukten und Salz wirkt desinfizierend und beugt damit der Entstehung von Bläschen vor. Essen Sie wenig Süßigkeiten, da Zucker ein Nährstoff für Bakterien und Pilze ist, die die Mundschleimhaut angreifen.

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