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Ein Pferd antraben

Schwungvoller Trab: Ein Traum für Reiter
Schwungvoller Trab: Ein Traum für Reiter © mrlive / Pixelio
Immer nur im Schritt zu reiten, wird auf Dauer langweilig. Die nächste Möglichkeit wäre, das Pferd antraben zu lassen, damit die Geschwindigkeit ein bischen erhöht wird.

Eine Definition von antraben

Viele Reitanfänger denken, es wäre ganz einfach, ein Pferd antraben zu lassen. Wer aber über einen längeren Zeitraum Reitunterricht nimmt, der wird feststellen, dass es auch hier einiges zu beachten gibt, damit es professionell aussieht:

  • Das Pferd soll auch beim Traben eine korrekte Haltung einnehmen. Gleiches gilt natürlich für den Reiter.
  • Das Antraben wird nicht irgendwie oder irgendwann vorgenommen, sondern muss auf einen Punkt genau geschehen. Dies bedeutet, wenn ein Reiter bei einem Buchstaben auf dem Platz antraben möchte, dann soll das Pferd dies auch tun und nicht erst zehn Meter später.
  • Andererseits soll das Traben harmonisch ablaufen, das Tier darf nicht losschießen, aber auch nicht so langsam traben, dass es mit den Hufen auf den Boden schleift. Ein fleißiges Vorangehen ohne Hetzen ist hier das Ziel.
  • Ebenfalls soll kein Pferd in den Trab fallen, nur weil dies der Vordermann tut. Diese Regel gilt sowohl beim Ausreiten als auch bei der Platzarbeit.

So wird das Pferd schneller

  • Wichtig beim Antraben ist es für Sie als Reiter, dass Sie gut sitzen. Der Sitz von Ihnen soll so sein, dass Sie dem Pferd nicht in den Rücken knallen, wenn es zum Traben beginnt. Während des gesamten Trabens sollen Sie dem Vierbeiner nicht schaden, weshalb es beim klassischen (also englischen) Reiten das Leichttraben gibt, bei dem Sie im Rhythmus des Pferdes auf- und abgehen. Sollten Sie dies entgegen dem Rhythmus vom Pferd tun, dann könnten Sie ihm schaden.
  • Halten Sie zum Antraben die Zügel locker, d. h. Sie gehen mit der Zügelhand leicht nach vorne. Dies ist wichtig, damit der Kopf des Tieres frei ist. Jetzt können Sie das Kommando zum Traben geben: Meistens wird mit beiden Beinen am Gurt getrieben und gleichzeitig kann ein Stimmkommando gegeben werden.
  • Eine harmonische, schwungvolle Gangart können Sie erzielen, wenn Sie mit dem Pferd über Stangen traben. Hierbei lernt das Pferd, die Beine anzuheben.
  • Hilfreich ist auch ein vermehrtes Durchparieren und wieder antraben. So lernen Sie und das Reittier, an der gewünschten Stelle anzutraben und das Pferd baut vermehrt Muskeln auf.

Fazit: Beachten Sie, dass die oben stehende Anweisung, ein Reittier antraben zu lassen, eine einfache Art war. Selbstverständlich gibt es unter anderen Reitweisen andere Befehle bzw. Verfeinerungen. Dies können Sie aber nur lernen, wenn Sie an einem Reitunterricht teilnehmen. So könnte es zum Beispiel notwendig sein, dass Sie die Zügel leicht annehmen, damit sich das Pferd versammelt.

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