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Douglasie behandeln oder nicht - eine Entscheidungshilfe

Unbehandelt vergraut Douglasie mit der Zeit.
Unbehandelt vergraut Douglasie mit der Zeit.
Douglasie ist ein sehr widerstandsfähiges Hartholz, welches unter anderem gerne im Außenbereich verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen Nadelhölzern, die ohne Behandlung im Outdoor-Bereich schnell an Stabilität verlieren, trotzt Douglasie sehr viel länger den Witterungseinflüssen. Ob Sie das Terrassenholz nach dem Verlegen behandeln, ist deshalb in erster Linie Geschmackssache.

Ein neu verlegter Douglasien-Boden lässt die Terrasse sauber und gepflegt erscheinen. Allerdings sollten Sie sich möglichst bald entscheiden, ob das Holz auch in einigen Jahren noch so aussehen soll.

Douglasienholz seinem Schicksal überlassen oder nicht?

Im Prinzip müssen Sie bei einer Terrasse aus Douglasienholz nicht viel mehr tun, als sie hin und wieder zu fegen und nach dem Winter etwas gründlicher zu reinigen. Mit der Zeit wird der Farbton jedoch immer dunkler, bis das Holz schließlich komplett vergraut ist. Doch was sagt Ihnen mehr zu, die Optik des natürlichen Prozesses oder eine makellose und helle Oberfläche? Im Idealfall harmoniert der Stil Ihrer Outdoor-Möbel mit der Optik des Holzbodens und so hilft es Ihnen möglicherweise, sich genauer mit Ihrem Wohnstil auseinander zu setzen.

  • Je rustikaler Ihre Terrasse ausgestattet ist und je naturnaher der Garten angelegt wurde, desto besser passt vergrautes Holz.
  • Legen Sie hingegen Wert auf klassische Eleganz im Loungestil, harmonieren helle Planken besser.
  • Lieben Sie allerdings das Spiel mit Gegensätzen, kann vergraute Douglasie wiederum toll zu einem ultramodernen Haus und coolen Designer-Möbeln aussehen.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, Sie sollten baldmöglichst wissen, was mit der Terrasse geschehen soll. Warten Sie hingegen zu lange und ist das Holz bereits verfärbt, müssen Sie es vor dem Behandeln sehr gründlich abschleifen - ein Aufwand, den Sie nicht unterschätzen sollten.

Wie Sie das Holz behandeln können

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, Ihren Terrassenboden gegen Vergrauen zu schützen, steht allerdings schon die nächste Entscheidung an, denn für das Behandeln des Holzes haben Sie mehrere Möglichkeiten. Diese unterscheiden sich im Aufwand und in der Nachhaltigkeit.

  • Am einfachsten und schnellsten ist das Ölen der Holzoberfläche mit einem speziellen Gartenholz-Öl. Dieses wird in zwei Durchgängen satt aufgetragen, zieht allerdings nicht allzu tief in die Holzstruktur ein. Infolgedessen kann sich das Öl durch die UV-Strahlung zersetzen und durch Regen ausgewaschen werden, sodass Sie das Holz in regelmäßigen Abständen erneut behandeln müssen. Doch damit nicht genug, denn damit man eine Auffrischung effektiv vor dem Vergrauen schützen kann, ist es unerlässlich, den Terrassenboden vorher sehr gründlich zu reinigen. Dazu sollten Sie allerdings keinen Hochdruckreiniger verwenden, sondern einen Schrubber mit nicht allzu harten Borsten. Vor dem Ölen muss das Holz außerdem wieder richtig trocken sein.
  • Verwenden Sie hingegen eine Dünnschichtlasur, die auf Naturharzen basiert, haben Sie bei fachgerechter Anwendung ein paar Jahre Ruhe. Dazu ist es allerdings notwendig, dass zwei Lasurschichten aufgetragen werden. Darüber kommt eine dritte, pigmentierte Schicht als zusätzlich schützender Deckanstrich. Damit dieser 3-stufige Aufbau wirklich lange schützt, ist es ausgesprochen wichtig, dass Sie nur miteinander verträgliche Lasuren verwenden und diese exakt nach Anwendungsvorschrift verarbeiten.

Bei einem Terrassenboden aus Douglasie haben Sie demnach in mehrfacher Hinsicht die Qual der Wahl. Wenn Sie sich gemäß Ihres Geschmacks entscheiden, und außerdem den für Sie machbaren Arbeitsaufwand abwägen, werden Sie lange Freude an Ihrer Terrasse haben.

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